Ziel: Die alternativlose Nummer 1

Interview mit J.F. Doddema, Geschäftsführer der MONTI-Werkzeuge GmbH

„MONTI-Tools sind beliebt“, freut sich der Geschäftsführer der MONTI-Werkzeuge GmbH. „Sie entfernen Zunder, Lack, Rost und Unterbodenschutz ebenso wie Beschichtungen, Aufkleber und Klebstoffreste. Außerdem eignen sie sich hervorragend zur Vorbereitung von Anstrichen.“

Patentiertes Bürsten-System

„Wenn wir eine Bürste verkaufen, geben wir ein Versprechen“, sagt J.F. Doddema. „Wird die Bürste richtig eingesetzt, gibt es keine Reklamationen. Wir garantieren die Oberflächenvorbehandlungsergebnisse der Bürsten. Das begeistert unsere Kunden, die häufig sagen: ‘Das hätten wir schon früher wissen müssen, dass es so eine einfache Lösung gibt!’ Unsere rotierenden Bürsten sind zudem patentiert. Eine Bürste, die sich dreht, ist ja nichts Neues. Aber so, wie wir es gemacht haben, ist es eine Besonderheit. 460 kleine Pinne auf einer 23-mm-Bürste: das sind circa 10.500 Einschläge pro Sekunde. Diese Bürsten entfernen und rauen gleichzeitig auf. Und das, ohne dass der Stahl oder die Bürste wirklich warm werden. Und dann ist es auch noch eine günstige Lösung.“

In vielen Branchen begehrt

Zum Einsatz kommen die Bürsten von MONTI in vielen Industriezweigen. Zu den Kunden gehören Hersteller von Automobilen, Eisenbahnen, Schiffen, Flugzeugen und Zugmaschinen ebenso wie Firmen, die Werbeaufdrucke mittels MONTI-Tools schnell und ohne den Lack zu schädigen entfernen.

Auch im häuslichen Umfeld sind die Bürsten von MONTI gefragt und werden unter dem Namen DecaPower als Hausmarke vertrieben. „Heavy Steel ist eine unserer wichtigsten Zielgruppen“, erläutert der Geschäftsführer. „Hier geht es um Öl-, Gas- und Windkraftanlagen. Viele deutsche Firmen, die Industriebeschichtungen übernehmen, setzen unsere Produkte ein.“

Niederlassungen in den USA

Werner Montabaur, ein Autoliebhaber und Rennfahrer, gründete das Unternehmen 1987 und hatte sofort großen Erfolg. Damals waren die Fahrzeuge wesentlich rostanfälliger als heute und Unterböden mussten regelmäßig bearbeitet werden, damit sie stabil blieben. Rost und alte Farbschichten ließen sich mit den neu entwickelten Bürsten von MONTI schnell und einfach entfernen.

„Heute sind große Autokonzerne wie VW unsere Kunden“, verdeutlicht J.F. Doddema die rasante Entwicklung. So beschäftigt MONTI weltweit aktuell 40 Mitarbeiter, erzielt einen Umsatz von circa 30 Millionen EUR und unterhält zwei Niederlassungen in den USA. „Außerdem planen wir Joint Ventures in Brasilien und in Abu Dhabi“, erläutert der Geschäftsführer.

Die USA machen rund die Hälfte des Auslandsumsatzes aus. Weitere wichtige Märkte sind Australien und Japan. „Wir brauchen aber noch mehr Power im Mittleren Osten und in Südamerika“, wünscht sich der Geschäftsführer.

Wichtiger Aussendienst

Um den Vertrieb kümmern sich die ganze Firma und die MontiPower-Distributoren. J.F. Doddema: „Unsere MontiPower-Vertreter sind unsere wichtigsten Botschafter. Alles, was nicht gut gezeigt wird, verstehen die Menschen nicht. Deshalb genügt Werbung allein nicht. Die Anwendung muss auch sichtbar gemacht werden. Viele Leute verstehen zunächst nicht, dass man mit einer Bürste strahlen kann. Sie glauben, man braucht dazu große Maschinen und Sandstrahler. Wenn die Leute eine einfache Bürste sehen, denken sie ‘too good to be true’. Das kann ja nicht funktionieren. Darum müssen wir ihnen zeigen, dass es geht.“

Neben dem Außendienst spielt auch die Mund-zu-Mund-Propaganda bei der Akquise neuer Kunden eine wichtige Rolle. In den kommenden Jahren will der Geschäftsführer die Sparte Outdoor deutlich stärken und MONTI-Werkzeuge zu einer weltweit agierenden, starken Gruppe ausbauen: „Unsere Bürstentechnologie möchte ich so etablieren, dass niemand mehr über Alternativen nachdenken muss und wir die Nummer 1 sind.“

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