Das Ziel jeder Planung: Sehen, dass alles gut läuft

Interview mit Dipl.-Ing. Friedrich-Wilhelm Düsing, Geschäftsführer von Metroplan

„Wir konzentrieren uns stark auf die Planung von Logistikzentren und Produktionsstandorten“, erläutert Dipl.-Ing. Friedrich-Wilhelm Düsing das wichtigste Tätigkeitsfeld von Metroplan. „Dabei sind wir vor allem in Deutschland und in Osteuropa aktiv. Unser Hauptmarkt ist Deutschland mit einem Anteil von 60 bis 70%. Den restlichen Umsatz erwirtschaften wir zum Großteil in Osteuropa. Manchmal arbeiten wir auch außerhalb Europas, zum Beispiel in den USA und China, wenn Kunden von uns dort eine Fabrik oder ein Logistikzentrum bauen.“

Stabile Lösung

„Die Art und Weise, wie wir Projekte anfassen, ist das Entscheidende“, verdeutlicht Friedrich-Wilhelm Düsing das Vorgehen von Metroplan. „Wir realisieren machbare Lösungen und sind ehrlich darüber, was geht und was nicht. So sorgen wir dafür, dass Lösungen investitionsvernünftig realisiert werden, damit der Kunde kein wirtschaftliches und operatives Fiasko erleidet, sondern eine stabile Lösung bekommt.“

Schon in der Ausschreibungsphase legt Metroplan die Basis dafür, dass der Kunde kein Risiko eingeht. Selbst entwickelte Modelle für die Zusammenarbeit mit Zulieferern und Dienstleistern sehen vor, dass ausschließlich Firmen mit den besten Preis-Leistungs-Verhältnissen sowie guter Solidität berücksichtigt werden. Friedrich-Wilhelm Düsing: „Wir arbeiten stark im Generalunternehmensverfahren, wo jeder weiß, wer für was verantwortlich ist. Stabilität der Logistik und wirtschaftliche Konzepte garantieren unseren Kunden eine risikominimierte Umsetzung.“

Komplette Dienstleistungen

Das 1976 von zwei Schweizern in Hamburg gegründete Unternehmen hat sich von Beginn an auf die Generalplanung für Gewerbebauten und Logistikzentren konzentriert. Waren es jedoch ursprünglich nur Bauplanung und Architektur, so merkten die Firmengründer nach kurzer Zeit, dass von innen nach außen geplant werden muss. So verlagerte sich der Fokus auf eine Planung aus Sicht der Kunden.

„Alle Konzepte werden aus der Sicht des Praktikers überprüft“, skizziert Friedrich-Wilhelm Düsing die Vorgehensweise. „Deshalb sind unsere Dienstleistungen immer komplett und durchgängig von A bis Z. Wir bieten eine Leistung an, die vom Beginn der Planung bis zur Inbetriebnahme gemeinsam mit unserem Kunden reicht. Wir wollen nicht nur schöne Konzepte machen, sondern die Fabrik oder das Logistikzentrum erfolgreich in Betrieb sehen.“

Langjährige Stammkunden

Viele Kunden sind Metroplan schon seit 20 bis 30 Jahren treu. Branchen, für die Metroplan tätig ist, sind Luftfahrtindustrie und Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Elektronik, Automobilzulieferer, Konsumgüter, Handel, Fashion und E-Commerce sowie Logistikdienstleister.

„Wir wollen den Namen Metroplan noch bekannter machen“, nennt Friedrich-Wilhelm Düsing ein Ziel. „Dafür sind wir auf Kongressen und Fachmessen wie dem Logistikkongress in Berlin und der Stuttgarter LogiMAT präsent und nutzen seit einigen Jahren auch verstärkt die sozialen Netzwerke. Außerdem veranstalten wir mit dem Magazin ‘Logistik heute’ regelmäßig fachspezifische Veranstaltungen. Wenn jemand eine Fabrik oder ein Logistikzentrum bauen möchte, soll er wissen, dass es uns gibt.“

Firmen unter einem Dach

Metroplan beschäftigt aktuell 85 Mitarbeiter und erzielt Umsätze im zweistelligen Millionenbereich. Neben dem Hauptsitz Hamburg gibt es für den osteuropäischen Raum eine Niederlassung im polnischen Breslau. Unter dem Dach der Holding finden sich die Firmen Metroplan Engineering, MP Project Management, MP Logistics Management, MP Process Management, MP Eastern Europe und MP Polska. Sie arbeiten eng zusammen und bieten gemeinsam die Komplett-Dienstleistung an.

Noch bekannter werden

Friedrich-Wilhelm Düsing macht es Spaß, in der Branche zu arbeiten und nach dem Abschluss eines Projekts in einer funktionierenden Anlage zu stehen und zu sehen, dass alles gut läuft. Für die Zukunft wünscht er sich, dass Metroplan im Markt noch bekannter wird und weiter wächst: „Die Kombination von Bekanntheit und guter Qualität unserer Projekte führt zum weiteren Ausbau unseres Marktes und damit zu Wachstum. Dabei ist uns ein langsames, aber nachhaltiges Wachstum, das nicht auf Kosten der Qualität geht, äußerst wichtig.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Wenn Klinikessen Hightech wird

Interview mit Marc Donners, Geschäftsführer der ELECTRO CALORIQUE ­Speisenverteilsysteme GmbH

Wenn Klinikessen Hightech wird

Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Reha-Zentren müssen ihre Abläufe neu organisieren: Fachkräftemangel, Kostendruck und steigende Hygieneanforderungen verändern selbst scheinbar etablierte Prozesse. Besonders die Verpflegung rückt dabei in den Fokus. Die ELECTRO CALORIQUE…

Handwerk als strategischer Vorteil

Interview mit Matthias Fischer, Geschäftsführer der Fischer Markenschuh GmbH

Handwerk als strategischer Vorteil

Wenn Konsumsegmente unter globalem Preisdruck schwanken, zeigt ein Produkt besondere Stabilität: der Hausschuh. Während in vielen Sparten schnelle Trends dominieren oder Billigware den Markt flutet, behaupten sich Anbieter wie die…

Wenn Logistik zum ­Balanceakt wird

Interview mit Xaver Bosch, Geschäftsführer der Internationale Logistik Spedition Xaver Bosch GmbH

Wenn Logistik zum ­Balanceakt wird

Ob Lebensmittel, Pflanzen oder Industriegüter: Ohne verlässliche Transporte geraten Lieferketten schnell ins Stocken. Zugleich erschweren Fahrermangel und enge Zeitfenster den Alltag. Die Internationale Logistik Spedition Xaver Bosch GmbH mit Sitz…

Spannendes aus der Region Hamburg

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Interview mit Dr.-Ing. Ansgar Kaupp, CEO und Partner der EyeC GmbH

Fehlerfreiheit als Wettbewerbsvorteil

Fehlerhafte Verpackungen können Millionen kosten – durch Rückrufe, Lieferengpässe oder regulatorische Folgen. Genau hier setzt die EyeC GmbH mit intelligenten Inspektionssystemen an, die Druckbilder, Barcodes und selbst Brailleschrift zuverlässig prüfen.…

Lieferfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Fernwärme

Interview mit Patrick Hollstein, Product Application Manager der LOGSTOR Deutschland GmbH

Lieferfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit in der Fernwärme

Fernwärme spielt eine Schlüsselrolle für die Wärmewende, steht jedoch vor wachsenden Herausforderungen. Die LOG­STOR Deutschland GmbH entwickelt und vertreibt vorgedämmte Rohrsysteme, die eine effiziente, verlustarme Verteilung von Wärme in Fernwärmenetzen…

Nachhaltigkeit im Fokus

Interview mit Bernd Loschelder, Business Unit Director Packaging der IGEPA group GmbH & Co. KG

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Verpackungsindustrie steht vor einem Umbruch. Mit der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist eine neue EU-Verordnung in Kraft getreten, die auf die Reduzierung von Verpackungsabfällen, die Stärkung der…

Das könnte Sie auch interessieren

„Die Familienstruktur gibt uns klare Entscheidungswege“

Interview mit M.Sc. Jonas Plenge, Geschäftsführer der Plenge & Plenge GmbH & Co. KG

„Die Familienstruktur gibt uns klare Entscheidungswege“

Die Plenge & Plenge GmbH & Co. KG steht für innovative Industriearchitektur und integrative Planung. Das Petershagener Büro verbindet Architektur und Ingenieurleistung, setzt auf digitale Tools und realisiert nachhaltige, effiziente…

Hamburger Mittelstand, globaler Maßstab

Interview mit Benjamin Barnack, Geschäftsführer der hey contact heroes GmbH

Hamburger Mittelstand, globaler Maßstab

Die Arbeitswelt hat sich verändert – und mit ihr der Kundenservice. Während viele Unternehmen noch darüber diskutieren, wie viel KI sinnvoll ist, verbindet die hey contact heroes GmbH längst globale…

Gebäudereinigung im Wandel

Interview mit Thomas Zenz, Geschäftsführer und Benjamin Oepke, Geschäftsführer der Stuttgarter Gebäudereinigung Venter GmbH & Co.KG

Gebäudereinigung im Wandel

Thomas Zenz und Benjamin Oepke treten im Sommer 2026 die Nachfolge in der Geschäftsführung der Stuttgarter Gebäudereinigung Venter GmbH & Co. KG an – in einer Zeit, in der auch…

TOP