An diesen Filtrationssystemen kommt kein Partikel vorbei

Interview mit Jürgen Kälble, Geschäftsführer der LTA Lufttechnik GmbH

Die Verbindung mit Junker, Marktführer im Bereich der Präzisionsschleifmaschinen, hat für die LTA Lufttechnik bedeutende Synergieeffekte mit sich gebracht. „Wir wurden 1995 in die Gruppe eingegliedert und sind dann auch an deren Hauptsitz umgezogen“, ergänzt Jürgen Kälble, Geschäftsführer des 1980 gegründeten Unternehmens. „Die Übernahme war auch ein wichtiger Impuls für die Kundenakquise. In den frühen 2000er-Jahren haben wir erfolgreich mit der Konstruktion eigener Anlagen begonnen und uns zum Marktführer für Kompaktanlagen entwickelt. Seit 2017 bieten wir Produkte nach dem Prinzip ‘Gleiches reinigt Gleiches’, Reinigung mit Eigenmedium und CIP an.“

Dass Luft- und Filtertechnik aus dem Hause LTA mittlerweile von Kunden im In- und Ausland geschätzt wird, beweist der aktuelle Jahresumsatz von elf Millionen EUR, erzielt von 70 Mitarbeitern in Nordrach und im tschechischen Produktionswerk.

Als Wert erkannt: Saubere Luft

Lange galt Filtertechnik eher als notwendiges Übel. „Im Zuge der Pandemie haben die Menschen festgestellt, dass saubere Luft keine Selbstverständlichkeit ist“, sagt Jürgen Kälble. „Das gilt für alle Bereiche, auch den Industriesektor. Es werden generell mehr Filteranlagen nachgefragt.“

Mit der Entwicklung eines zuverlässigen Luftreinigers hat das Unternehmen schnell auf die Herausforderung durch das neue Virus reagiert. „Unsere Technologie eignet sich hervorragend für die aktive Filterung der Raumluft bestätigt. Das Gutachten eines unabhängigen Prüfinstituts“, so der Geschäftsführer. „Dank der einzigartigen Kombination von hocheffizientem, elektrostatischem Hauptfilter und zusätzlichem HEPA-Filter schützt der Virus Cleaner VC 60 aktiv gegen Viren, Bakterien, Pollen und andere Keime, die Belastung der Raumluft wird um mindestens 99,99% reduziert. Es handelt sich um ein Premium-Produkt für den professionellen Einsatz in Büros, Cafés, Restaurants, Fitnessstudios, Klassenzimmern und ähnlichen Bereichen.“

Kompakt mit Hochleistung

Generell liegt der Fokus bei LTA Lufttechnik auf Kompaktanlagen, das heißt kompakten Filtersystemen, die direkt auf die Werkzeugmaschinen des Kunden aufgesetzt werden. Diese Filtersysteme sind ausgelegt für Emulsions- und Öl-Nebel sowie die Staub- und Späneabsaugung für Partikel zwischen 0,001 bis 100μm.

„Unsere Kunden sind OEMs, die ihre Kunden dann im Komplettpaket beliefern, beziehungsweise Werkstätten in der zerspanenden Verarbeitung“, erläutert Jürgen Kälble. „Wir haben ein breites Portfolio für den industriellen Bedarf und bieten Filtrationssysteme mit hohen Absaugleistungen. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entstehen sowohl standardisierte als auch kundenspezifische Lösungen. Als kleinere Einheit sind wir extrem flexibel, andererseits macht uns die Zugehörigkeit zu einem großen Konzern besonders schlagkräftig – eine tolle Kombination.“

Nachhaltigkeit im Verkauf

Dass diese Kombination die Kunden überzeugt, zeigt sich insbesondere bei Großprojekten im Bereich der Filtrationstechnik wie in einem großen Automobilwerk in Ungarn. Auch die hohe Qualität der Anlagen sieht der Geschäftsführer als überzeugendes Argument – gerade zu einer Zeit, da deren Wert geschätzt werde: „Unsere Kunden wissen, dass das Produkt stabil funktioniert. Sie kaufen immer wieder bei uns, und das ist die Art von Nachhaltigkeit im Verkauf, die wir wollen. Wir machen keine Dumpingpreise mit, kein ‘quick and dirty’. Wir möchten zufriedene Kunden.“

So könne nun zunehmend auch die Digitalisierung um- und eingesetzt werden, zu der man technisch längst in der Lage gewesen sei, etwa mit interaktiven Anlagen unter Einbeziehung von Instandhaltung und Wartung.

Kernkompetenz Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist heute in vielen Bereichen gefordert. Bei LTA Lufttechnik ist sie Kernkompetenz. „Das von uns angewandte Prinzip der elektrostatischen Abscheidung ist Nachhaltigkeit per se“, betont Jürgen Kälble. „Man kann die Filterelemente immer wieder reinigen und gebrauchen. Unser elektrostatisches Filtrationssystem für die Absaugung von Öl- und Emulsions-Nebel ist eine Innovation. Als erstes selbstreinigendes Kompakt-Filtrationssystem erlaubt es nicht nur die Rückgewinnung des KSS, sondern vermeidet auch Sondermüll durch chemische Reinigungsmittel.“

Die Entwicklung geht weiter, die Strategie reicht bis in das Jahr 2025. „Jedes Jahr bringen wir neue Produkte heraus“, bestätigt der Geschäftsführer. „Aktuell handelt es sich vor allem um Eigenentwicklungen im Bereich der trockenen Entstaubung.“

Wachstum mit dem Team

‘Stillstand ist Rückschritt’ ist das Motto der LTA Lufttechnik. „Wir streben weiter stetiges Wachstum an“, sagt Jürgen Kälble. „Die Umsetzung liegt hier nicht beim Einzelnen, sondern beim gesamten Team. Auch wir beklagen den Fachkräftemangel in Deutschland, in Tschechien fehlt es eher an Monteuren. Unsere Führungskräfte sind jedoch in beiden Werken vor Ort und tragen zur Mitarbeitermotivation und Effizienz der Arbeitsabläufe bei. Die Zusammenarbeit mit Junker schafft nicht nur Synergien in technischer Hinsicht, sondern ermöglicht uns auch Kundenbeziehungen über die DACH-Region hinaus in die ganze Welt, zum Beispiel nach China oder die USA über die jeweiligen Niederlassungen. Unsere Vision ist es, Marktführer in der Filtrationstechnik zu werden.“

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