Deutsche Entwicklung gefertigt in Asien

Interview

"Deutsche Entwicklungskompetenz verbunden mit hervorragendem Service und Support, das ist eine unschlagbare Combo, die für den Kunden sehr attraktiv ist", meint Geschäftsführer Dirk Finstel. Er ist seit Anfang 2013 für LiPPERT ADLINK tätig.

"Der Kunde bekommt alles aus einem Haus, von denselben Leuten und in derselben Sprache. Dies ist in der Summe ein Erfolgsrezept, gepaart mit unserer sehr kostengünstigen asiatischen Fertigung, so dass wir in der Lage sind auch bei größeren Stückzahlen und sehr preissensitiven Applikationen mithalten zu können." "Es gibt am Markt diverse Standards, Hardware die dann mit Embedded Software betrieben wird", erläutert Dirk Finstel.

"Diese Baugruppen werden von uns industrietauglich gemacht und gefertigt. Der Hardware-Kern wird dann an die Kunden weitergegeben, die diesen dann in ihre Systeme einbauen. Ein Beispiel für die Anwendung sind Maschinensteuerungen mittels HMI, also Panel-PCs zur Prozessvisualisierung und -steuerung. Die müssen ausgelegt sein für raue Umgebungen mit Staub, Vibration, hohen Temperaturen und anderen Belastungen im Industriebereich. Anders als im Konsumbereich muss sichergestellt werden, dass man die Geräte und damit auch unseren Hardware-Kern über viele Jahre nachliefern kann."

Kosteneffizientes Management

Geliefert wird vor allem an Kunden aus der Medizintechnik, der Industrieautomation, der Telekommunikation und des Flugzeugbaus. "Die Verteilung ist ziemlich gleichmäßig", berichtet Dirk Finstel. "Zudem gibt es noch zahlreiche Subsegmente. Wir sind in allen vertikalen Märkten zuhause, auch um Kostenvorteile aufgrund höherer Stückzahl zu bieten. Die Produkte müssen so nicht für jeden Fall neu entwickelt werden."

„Deutsche Entwicklungskompetenz verbunden mit hervorragendem Service und Support, das ist eine unschlagbare Combo.“ Dirk Finstel Geschäftsführer

Neben den eigenen direkten Vertrieb an die größeren Kunden nutzt LiPPERT ADLINK ein weltweites Netzwerk an Distributoren, über das indirekt an kleinere Kunden verkauft wird. "Wir betreiben ein ganz klassisches Marketing mit Anzeigenschaltung, Besuch von Spezialmessen und Infomaterial, das über die Vertriebskanäle verteilt wird", meint Dirk Finstel.

Ein großer Wettbewerbsvorteil ist die Struktur der Firma, die 1984 von Peter Lippert unter dem Namen Lippert Automationstechnik GmbH gegründet und in den 1999ern zur Lippert Embedded Computers GmbH umfirmiert wurde. "Seitdem das Unternehmen 2012 von der Adlink Technology Inc. in Taiwan übernommen wurde, fungieren wir als Europazentrale des Konzerns", erläutert Dirk Finstel.

"Innerhalb des Konzerns sind wir für Vertrieb und Marketing in Europa und die globale Entwicklung zuständig." So werden von der Firmenzentrale in Mannheim aus alle Aktivitäten auf dem europäischen Markt gesteuert. Wichtig ist für das Unternehmen vor allem die DACH-Region, die gut die Hälfte des Umsatzes ausmacht. Aber auch in den nordischen Ländern Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland, sowie in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Russland hat LIPPERT ADLINK Fuß gefasst.

Die Marktlage ist hervorragend, die Resultate, die LiPPERT ADLINK erzielt, sogar noch besser. "Das Outsourcing im Bereich Embedded Computer verzeichnet seit Jahren ein Marktwachstum von 10 bis 15%", berichtet Dirk Finstel.

"Wir erreichen sogar eines von 18 bis 19% und liegenüber dem Branchendurchschnitt. Das ist nur wegen des Zugriffs des Konzerns auf den europäischen Markt durch LiPPERT ADLINK möglich, der zuvor von Taiwan aus nicht so möglich war. Die Kombination von Entwicklung in Deutschland und Fertigung in Taipeh bietet viele Wettbewerbsvorteile und eine gute Position bei den Kunden vor Ort."

Die Firma gilt als zuverlässiger und preiswerter Lieferant. Jetzt soll das Europageschäft noch weiter aufgebaut werden. Mehr und mehr Aufträge erfordern auch größere Kapazitäten und eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl in Höhe von aktuell 57 Angestellten. "Allein in 2013 wurden zehn neue Mitarbeiter eingestellt", verrät Dirk Finstel. "Wir wollen ein äquivalentes Gegengewicht zu unseren deutschen Wettbewerbern darstellen."

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