ISM 2026: Neue Formate als Innovationstreiber der Süßwarenbranche

Interview mit Oliver Frese, COO der Koelnmesse GmbH

Wirtschaftsforum: Mit „ISM Ingredients“ kommt dieses Jahr ein neues Messeformat hinzu. Was bedeutet diese Neuerung und warum war dieser Schritt aus Ihrer Sicht wichtig?

Oliver Frese: Mit der ISM Ingredients erweitern wir die ISM-Familie gezielt um eine eigenständige Plattform für Rohstoffe, Inhaltsstoffe und Halbfabrikate. Gemeinsam mit der ISM und der ProSweets Cologne bilden wir die gesamte Wertschöpfungskette der Süßwaren- und Snackindustrie ab – von der Zutat über die Produktion bis zum fertigen Produkt im Handel. Dieser Schritt war wichtig, weil sich die Branche eine stärkere Integration des Themas Rohstoffe und Zutaten in die ISM gewünscht hat. Innovationsprozesse setzen heute deutlich früher an, sodass der direkte Austausch zwischen Herstellern und Ingredient-Anbietern immer wichtiger wird – etwa bei Fragen der Nachhaltigkeit, Funktionalität oder bei Rezepturen. Mit der ISM Ingredients schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle in Halle 10.1.

Wirtschaftsforum: Die ISM, ISM Ingredients und ProSweets Cologne sind ein globaler Treffpunkt für die Branche. Welche Vorteile bringt diese internationale Ausrichtung für Aussteller und Besucher?

Oliver Frese: Die internationale Ausrichtung ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Messen. Aussteller treffen in Köln auf Entscheider aus allen relevanten Absatzmärkten und erreichen hier Handelsunternehmen, Importeure und Markenpartner aus der ganzen Welt. Für viele Unternehmen ist die Messe dabei ein wichtiges Sprungbrett, um neue Märkte zu erschließen oder bestehende Geschäftsbeziehungen weiter auszubauen. Besucher profitieren von einem umfassenden globalen Marktüberblick und einer hohen internationalen Vergleichbarkeit. Zudem lassen sich weltweite Trends und Marktentwicklungen hier frühzeitig erkennen und einordnen.

Wirtschaftsforum: Welche Produktbereiche und Themen stehen auf der ISM 2026 besonders im Fokus?

Oliver Frese: Im Zentrum stehen weiterhin die klassischen Angebotssegmente der ISM. Dazu zählen neben Schokolade und Zuckerwaren auch feine Backwaren, Snacks, Eiscreme und Rohmassen. Gleichzeitig reagieren wir gezielt auf veränderte Konsumentenbedürfnisse. Immer mehr Menschen suchen Snacks, die nicht nur lecker sind, sondern auch einen echten Mehrwert bieten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der neue Themenbereich „ISM Functional Sweets“ im Lab5 by ISM in Halle 10.1. Hier präsentieren Aussteller funktionelle Süßwaren mit Zusatznutzen, etwa mit Vitaminen, Mineralstoffen oder pflanzlichen Inhaltsstoffen. Damit greift die ISM eines der aktuell relevantesten Trendfelder der Branche auf.

Wirtschaftsforum: Mit welchem persönlichen Anspruch gehen Sie in die Vorbereitung von ISM und ProSweets Cologne – und was möchten Sie gezielt weiterentwickeln?

Oliver Frese: Unser Ziel ist es, die ISM und ihre Formate kontinuierlich weiterzuentwickeln – nicht punktuell, sondern als Teil eines langfristigen Innovations- und Wachstumsprozesses. Ein zentraler Bestandteil des Prozesses ist der Ausbau der ISM-Markenfamilie. Mit der ISM Ingredients haben wir bereits den Bereich Rohstoffe und Zutaten neu in die ISM integriert. Das Rebranding der ProSweets Cologne zur ISM Manufacturing ab dem kommenden Jahr ist der nächste konsequente Schritt in dieser Weiterentwicklung. Damit bündeln wir die gesamte Wertschöpfungskette künftig unter einem starken Markendach und schaffen zusätzliche Vernetzungsmöglichkeiten für Aussteller und Besucher.

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