Mehr als nur schön planen

Interview mit Rainer Kemper, Geschäftsführender Gesellschafter der Kemper · Steiner & Partner Architekten GmbH

„Unsere Kernprojekte sind in Nordrhein-Westfalen“, erläutert Dipl.-Ing. Rainer Kemper, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Kemper · Steiner & Partner Architekten GmbH. „Wir sind im Bereich von Schulen, Wohnungen, sozialem Wohnungsbau, Verwaltungen, Kindertagesstätten, Altenpflegeheimen und sozialen Einrichtungen tätig. Aber auch für Privatpersonen bauen wir individuelle Häuser.“

Durch persönliche Kontakte ist das Architekturbüro zum Krankenhausbau gekommen, der mittlerweile 20% des Umsatzes ausmacht. Rainer Kemper: „Hier sind wir mit der Zeit zu Spezialisten geworden. Die besonderen Anforderungen und Normen, zum Beispiel für OPs und Röntgenräume, können wir alle erfüllen.“

Auch Städtebau und Projektplanung sind für Rainer Kemper interessante Themen: „Amazon und das Internet wachsen immer stärker, der lokale Einzelhandel leidet darunter und viele Geschäfte schließen. Damit wird die Attraktivität einer Stadt eingegrenzt. Unsere Aufgabe ist es, Alternativen zu suchen und andere Erlebnisräume zu schaffen. Dabei geht es darum, das Ruhrgebiet nicht nur zu verstehen, sondern auch darzustellen. Es ist eine Region, die noch immer verkannt wird.“

Erfolge durch Wettbewerbe

Privatleute, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind Auftraggeber der Kemper · Steiner & Partner Architekten GmbH. Das Büro beschäftigt rund 35 Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz Bochum gibt es einen weiteren Standort in Brieske bei Dresden, der sich hauptsächlich mit der Planung von Krankenhäusern befasst.

Dipl.-Ing. Rainer Kemper, Geschäftsführender Gesellschafter der Kemper · Steiner & Partner Architekten GmbH
„Für Architekten sind die Gebäude selbst die Werbung.“ Rainer KemperGeschäftsführender Gesellschafter

„Für Architekten sind die Gebäude selbst die Werbung“, beschreibt Rainer Kemper. „Dadurch werden oft neue Kontakte geknüpft. Wir nehmen aber auch mit guten Ergebnissen an Wettbewerben teil und haben hier diverse Erfolge zu verzeichnen. Darüber hinaus gibt es einen festen Stamm treuer Kunden, der uns entweder weiterempfiehlt oder mit uns neue Projekte plant.“

Durch Referenzobjekte wie etwa das Wittener Rathaus empfehlen sich die Bochumer Architekten ebenso wie durch Verlässlichkeit. Rainer Kemper: „Es kommt nicht nur auf schöne Planung an, sondern auf Umsetzbarkeit, Kosten, Zeitfenster, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

Beton erhalten, Zukunft ­sichern

Interview mit Thomas Klee, Geschäftsführer der Consolvo GmbH

Beton erhalten, Zukunft ­sichern

Die Instandsetzung bestehender Betonbauwerke gewinnt angesichts alternder Infrastruktur, steigender Kosten und wachsender Nachhaltigkeitsanforderungen zunehmend an Bedeutung. Gefragt sind Lösungen, die Schäden zuverlässig beheben und zugleich möglichst viel Bausubstanz erhalten. Genau…

„Wir arbeiten tatkräftig an der Energiewende mit!“

Interview mit Jan und Hendrik Kwade, Geschäftsführer der JKS Jan Kwade & Sohn GmbH

„Wir arbeiten tatkräftig an der Energiewende mit!“

Das norddeutsche Bauunternehmen Jan Kwade & Sohn setzt sein umfassendes Leistungsspektrum heute vornehmlich für Kunden der Energiewirtschaft sowie für andere Bauunternehmen ein. Zu tun gibt es dort genug: Denn nicht…

„Der letzte Rendite-Euro interessiert uns nicht“

Interview mit John Frederik Dresselmann, Geschäftsführer der Reinhold Pohl GmbH

„Der letzte Rendite-Euro interessiert uns nicht“

Die Geschichte der Reinhold Pohl GmbH beginnt mit einem ostpreußischen Flüchtlingsjungen, der sich im Ruhrgebiet eine Existenz aufbaute. Heute steht das Unternehmen für hochspezialisierte Instandhaltung von Industrieschornsteinen. Geschäftsführer John Frederik…

Spannendes aus der Region Bochum

Wenn Klinikessen Hightech wird

Interview mit Marc Donners, Geschäftsführer der ELECTRO CALORIQUE ­Speisenverteilsysteme GmbH

Wenn Klinikessen Hightech wird

Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Reha-Zentren müssen ihre Abläufe neu organisieren: Fachkräftemangel, Kostendruck und steigende Hygieneanforderungen verändern selbst scheinbar etablierte Prozesse. Besonders die Verpflegung rückt dabei in den Fokus. Die ELECTRO CALORIQUE…

Arbeitssicherheit strategisch gedacht

Interview mit Marc Riegel, Geschäftsführer und Jennifer Stöckel, Chief of Staff der SAFETEE GmbH

Arbeitssicherheit strategisch gedacht

Globale Krisen, geopolitische Spannungen und wachsende Anforderungen an Großprojekte verändern die Rahmenbedingungen der Arbeitssicherheit spürbar. Wie Unternehmen auch unter unsicheren Vorzeichen handlungsfähig bleiben und Sicherheit strategisch verankern, zeigt die SAFETEE…

Familiäre Werte und Professionalität

Interview mit Michael Stein, Geschäftsführer der Securess Versicherungsmakler GmbH

Familiäre Werte und Professionalität

Die Securess Versicherungsmakler GmbH setzt nicht nur auf Professionalität, sondern auch auf persönliche Beziehungen – das wird im Gespräch mit Michael Stein deutlich. Für den Geschäftsführer und sein Unternehmen stehen…

Das könnte Sie auch interessieren

Architektur, Technik und Sonnenschutz im Einklang

Interview mit Kurt Faltenbacher, Geschäftsführer der Faltenbacher Jalousienbau GmbH & Co. KG

Architektur, Technik und Sonnenschutz im Einklang

Steigende Temperaturen und hohe Anforderungen an die Energieeffizienz machen Sonnenschutz heute wichtiger denn je. Die Faltenbacher Jalousienbau GmbH & Co. KG steht für individuelle Sonnenschutzlösungen – von Raffstores und Markisen…

Architektur, die Vertrauen schafft

Interview mit Daniel Seppi, CEO der Dreika AG

Architektur, die Vertrauen schafft

Die Bankenwelt verändert sich rasant. Digitale Angebote gewinnen an Bedeutung, Filialnetze werden neu geordnet und die persönliche Beratung konzentriert sich zunehmend auf komplexe Anliegen. Für die Dreika AG ist dieser…

Architektur zwischen Madrid und ­Berlin

Interview mit Anja Lunge, Architektin und Nanna Wülfing, Architektin bei Nieto Sobejano Arquitectos

Architektur zwischen Madrid und ­Berlin

Ursprünglich kamen die spanischen Architekten Enrique Sobejano und Fuensanta Nieto für ein Projekt in Halle (Saale) nach Deutschland: Heute ist ihre Berliner Niederlassung größer als ihr ursprüngliches Madrider Büro. Warum…

TOP