Wenn Klinikessen Hightech wird
Interview mit Marc Donners, Geschäftsführer der ELECTRO CALORIQUE Speisenverteilsysteme GmbH

Die Geschichte des Unternehmens ist eng mit der Professionalisierung der Klinikverpflegung verbunden. „Die Spezialisierung auf Speisenverteilsysteme begann bereits in den 1950er‑Jahren“, sagt Geschäftsführer Marc Donners. Aus einfachen Warmhaltesystemen entwickelten sich über Jahrzehnte hochkomplexe Wagen, die warme und kalte Speisekomponenten gleichzeitig und hygienisch sicher transportieren und regenerieren.
Maßarbeit statt Serie
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die konsequente Individualisierung. „Wir verkaufen nichts von der Stange“, betont Marc Donners. Krankenhäuser unterscheiden sich stark – von kleinen Pflegeheimen bis zu Universitätskliniken mit automatischen Wagentransportanlagen. Die französische Manufaktur des Unternehmens erlaubt es, Systeme exakt an bauliche Gegebenheiten, Reinigungsprozesse und Logistik anzupassen.
Zentralisierung treibt Markt
Der Strukturwandel im Gesundheitswesen wirkt als Beschleuniger. „Sobald Küchen zentralisiert werden, kommen unsere Systeme ins Spiel“, erklärt Marc Donners. Cook‑and‑Chill‑Konzepte entkoppeln Kochen und Ausgabe, ermöglichen kalten Transport und senken Personal‑ sowie Betriebskosten – ein entscheidender Vorteil bei Fachkräftemangel und knappen Budgets.
Hygiene als Pflicht
Verpflegung ist mehr als Komfort. „Gerade kranke Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind auf hygienisch einwandfreie Mahlzeiten angewiesen“, sagt Marc Donners. Digitale Temperaturaufzeichnung, HACCP‑konforme Überwachung und lückenloses Tracking sorgen dafür, dass Qualität über lange Transportwege erhalten bleibt.
Wirtschaft neu gedacht
Investitionen in Küchentechnik konkurrieren mit medizinischen Großgeräten. Deshalb setzt ELECTRO CALORIQUE auf neue Modelle. „Pay‑per‑Use senkt die Einstiegshürde und koppelt die Kosten an die tatsächliche Nutzung“, so Marc Donners. Bezahlt wird nur, was wirklich belegt ist – ein Argument für Häuser mit schwankender Auslastung.
Nachhaltig effizient
Auch Nachhaltigkeit gewinnt an Gewicht. „Energie‑ und Wasserverbrauch sind zentrale Themen“, erklärt Marc Donners. Effizientere Heiz‑ und Kühltechnik, schnellere Regenerationszeiten und chemiefreie Dampfreinigung reduzieren Ressourcenverbrauch und Betriebskosten. Die Systeme werden digitaler. Ortung, Echtzeit‑Temperaturdaten und Nachrüstoptionen erhöhen die Prozesssicherheit. „Unser Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen und die Patientenzufriedenheit zu erhöhen“, sagt Marc Donners. Gutes Essen bleibt damit ein stiller, aber zentraler Baustein moderner Gesundheitsversorgung.









