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Investieren muss man lernen, sonst wird man gerupft wie ein Huhn

Interview mit Gerald Hörhan, Investmentpunk

Wirtschaftsforum: Herr Hörhan, Sie empfehlen den Ausbruch aus der Mittelschicht durch Investitionen in Immobilien und Aktien. Welchen Masterplan haben Sie, um das zu schaffen?

Gerald Hörhan: Zunächst empfehle ich die sechs Finanzirrtümer der Mittelschicht zu vermeiden: 1. ein Eigenheim auf Pump in der Pampa, 2. jegliche Art von Konsumschulden, 3. zu glauben ein Angestelltenjob sei sicher und Unternehmertum unsicher, 4. investieren ohne eine Ahnung zu haben, 5. Scheidung und 6. Unwissen über die digitale Ökonomie.

Dann muss man entsprechend hart arbeiten und Geld verdienen, und dieses Geld dann sorgsam investieren. Auch Investieren muss man lernen sonst wird man gerupft wie ein Huhn. Wenn man jahrelang diszipliniert investiert, kann man nach 15 bis 20 Jahren finanziell unabhängig werden.

Wirtschaftsforum: Was ist denn so schlecht daran, zur Mittelschicht zu gehören?

Gerald Hörhan: Die digitale Ökonomie, also die Ökonomie der Zukunft, funktioniert nach dem Winner-Takes-it-All-Prinzip. Der Beste gewinnt fast alles. In so einem Wirtschaftssystem ist für Durchschnitt wenig Platz. Die Mittelschicht schrumpft, ein paar schaffen es an die Spitze, der Rest verarmt zusehends, da vor allem Basisdienstleistungen wie gute (private) Bildung, gute medizinische Versorgung oder Pflege von alten Menschen immer teurer werden. Der Sozialstaat deckt bald nur mehr die Basis ab, der Rest muss bezahlt werden.

„Die digitale Ökonomie, also die Ökonomie der Zukunft funktioniert nach dem Winner-Takes-it-All-Prinzip. Der Beste gewinnt fast alles.“ Gerald Hörhan

Wirtschaftsforum: Sie wollen Menschen von der Sklaverei der Konsumschulden befreien. Aber muss man denn keine Schulden machen, wenn man in Immobilien investiert?

Gerald Hörhan: Das sind Investitionsschulden. Investitionsschulden sind einerseits durch einen Vermögenswert (zum Beispiel Immobilien) gedeckt und andererseits können die Kreditraten durch die Erträge des Vermögenswerts (zum Beispiel Miete) bezahlt werden.

Bei Konsumgütern fällt der Wert oft nach wenigen Monaten oder spätestens Jahren ins Bodenlose, also fehlt die Deckung des Kredits, und Konsumgüter produzieren allenfalls Kosten aber keine Erträge, aus denen man die Kreditraten zahlen kann.

„Konsumgüter produzieren allenfalls Kosten, aber keine Erträge, aus denen man die Kreditraten zahlen kann.“ Gerald Hörhan

Wirtschaftsforum: Als Selfmade-Millionär geben Sie regelmäßig Seminare an Ihrer Investment Punk Academy. Welche Tipps geben Sie Ihren Seminarteilnehmern, um gute Investitionen zu machen?

Gerald Hörhan: Zunächst muss man sich in dem Markt oder der Asset-Klasse, in der man investieren will, sehr gut auskennen, idealerweise besser als die meisten anderen Marktteilnehmer. Dies erfordert Know-how, Erfahrung und Übung. Ebenso muss man etwas streuen, sowohl innerhalb einer Asset-Klasse (wie Immobilien), als auch über verschiedene Asset-Klassen hinweg (unter anderem Immobilien, Aktien, Edelmetalle, Cash, Kryptowährungen). Das Timing ist extrem wichtig.

Und man muss immer genügend liquid sein, um Probleme lösen zu können und günstige Kaufgelegenheiten nützen zu können. Cash is King.

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„Man muss immer genügend liquid sein, um Probleme lösen zu können und günstige Kaufgelegenheiten nützen zu können. Cash is King.“ Gerald Hörhan

Wirtschaftsforum: Sie bezeichnen sich als Investmentpunk. Wie unterscheidet sich denn der Investmentpunk vom normalen Punk auf der Straße?

Gerald Hörhan: Investmentpunks rebellieren gegen das System, indem sie wirtschaftliche und gesellschaftliche Normen ignorieren und durch Kreativität, Mut, Geschick und harte Arbeit neue Unternehmen aufbauen, die den Status quo auf den Kopf stellen.

Anarcho Punks rebellieren, indem sie gar nichts machen. Das ist der Unterschied!

 

Text: Redaktion, Fotos: Investmentpunk Academy GmbH/inshot

Mehr auf dem Youtube-Kanal vom Investment Punk: Investment Punk Academy by Gerlad Hörhan

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