Starker Partner für Zinkereien

Interview

Obwohl die Ingenia GmbH hauptsächlich als Generalunternehmer tätig ist, können die Kunden natürlich nach wie vor auch nur Fördertechnik ordern. Und diese Fördertechnik gibt es dann wahlweise als Gesamtpaket oder als einzelne Komponenten.

So werden zum Beispiel die besonders innovativen und sicheren Hubwerke zur Modernisierung von Anlagen, die Ingenia speziell für Verzinkereien entwickelt hat und baut, auch gerne einzeln gekauft. Grundsätzlich sind Verzinkungsanlagen, Komponenten, Planung, Service und Sonderanlagen möglich.

Komplette Hallenplanung

Sogar die komplette Hallenplanung ist möglich und durchaus sinnvoll. Wenn Spezialisten wie von Ingenia eine neue Anlage komplett planen, dann bieten sich dem Kunden auch viele Sparmöglichkeiten. Engineering und Konzeption der Anlagen erfolgen im eigenen Hause, Einzelteile und Komponenten werden zugekauft. Die Endmontage erfolgt dann wieder ausschließlich bei Ingenia. Gleiches gilt für die Qualitätskontrolle. Das Unternehmen ist also Hersteller der Anlagen und nicht etwa nur ein Engineering-Büro.

Ing. Philipp Roth, Vertriebsleiter der Ingenia GmbH
Wir sind mittendrin in der Bearbeitung neuer Märkte. Ing. Philipp RothVertriebsleiter der Ingenia GmbH

Management-Buy-out

Als Ingenieur Rudolf Geiersberger das Unternehmen 2001 in der Nähe von Linz gründete, verfügte er bereits über zwölf Jahre Berufserfahrung in der Branche. Den Geschäftsbereich Logistiksysteme für Verzinkungsanlagen übernahm er im Zuge eines Management-Buyouts.

Neben der Zentrale in Linz gibt es eine Serviceniederlassung in Wien und ein Vertriebsbüro in Moskau. 40 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von rund 13 Millionen EUR. Abnehmer der Anlagen und Komponenten sind Verzinkereien sowie Lackierereien.

Ketten statt Seile

„Bisher waren wir immer einen Schritt voraus“, nennt Vertriebsleiter Philipp Roth einen der Gründe für den Erfolg von Ingenia. Dabei bezieht er sich unter anderem auf Automatisierung, Simulationen und Datenauswertungen.

Außerdem arbeiten die Hubwerke von Ingenia mit Ketten statt mit Seilen. Diese sind sicherer und ermöglichen wesentlich längere Standzeiten. So müssen Seile in der Regel jährlich, Ketten hingegen in viel längeren Intervallen getauscht werden. Ingenia-intern sorgen kompakte Strukturen für kurze Entscheidungswege und eine direkte, persönliche Kommunikation mit den Kunden.

Weltweiter Absatz

Deshalb präsentiert sich Ingenia vermehrt auf Messen und Fachtagungen rund um den Globus und ist auch in der Verbandsarbeit aktiv. Der Vertrieb erfolgt neben der Zentrale in Linz auch über Partner, zum Beispiel in Mexiko, Ägypten und Australien, sowie über die eigene Tochtergesellschaft in Russland.

Die Exportquote liegt bei 95%, wobei Russland bislang den größten Markt stellte. Wegen der aktuell schwierigen politischen Situation dort wird bereits nach Alternativen gesucht. Philipp Roth: „Wir sind mittendrin in der Bearbeitung neuer Märkte. Erste Kontakte, nach China beispielsweise, bestehen bereits.“ Weitere Absatzgebiete sind Amerika, Asien, die Türkei, der Nahe Osten und Deutschland.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Anlagen- und Maschinenbau

Flexibilität schlägt Standardisierung

Interview mit Thomas Kern, Prokurist der Automatic-Systeme Dreher GmbH

Flexibilität schlägt Standardisierung

Von der Stahlrolle zum Hitzeschutzschild oder Karosserieteilen bis hin zu Fensterbeschlägen: Überall wo Blech gebogen wird, kommen Lösungen der Automatic-Systeme Dreher GmbH zum Einsatz. Das 1968 gegründete Unternehmen hat sich…

50 Jahre, eine Mission: Technik, die wirklich zählt

Interview mit Silvia Ferrari, CFO&Board Mem und Fabrizio Vitali, Sales Manager sowie Giorgia Ferrari, Commercial Manager der Forain S.r.l.

50 Jahre, eine Mission: Technik, die wirklich zählt

In einer volatilen Welt, geprägt von Energiewende, politischen Spannungen und Störungen in den Lieferketten, ist technische Widerstandsfähigkeit wichtiger denn je geworden. Forain s.r.l. mit Sitz in Mailand, Italien, liefert diese…

Das Sägewerk der Zukunft gestalten

Interview mit Alexander Gebele, Geschäftsführer der HOLTEC GmbH & Co. KG

Das Sägewerk der Zukunft gestalten

Steigende Energiepreise, Rohstoffknappheit und Digitalisierung setzen die Sägeindustrie massiv unter Druck. Gefragt sind effiziente, nachhaltige Komplettlösungen. Die HOLTEC GmbH & Co. KG aus Hellenthal zählt im Rundholzhandling zu den europäischen…

Spannendes aus der Region Linz

Von der Garage zum Weltmarktführer

Interview mit Florian Barbaric, Geschäftsführer der Barbaric GmbH

Von der Garage zum Weltmarktführer

Was 1995 in einer Garage in Oberösterreich begann, ist heute ein international erfolgreiches Unternehmen mit 125 Mitarbeitern und einem Umsatz von 24,3 Millionen EUR. Die Barbaric GmbH hat sich vom…

Von der grauen Masse zur ästhetischen Vielfalt: Beton neu gedacht

Interview mit Alexander Bauer, Geschäftsführer der Kirchdorfer Kies und Beton GmbH

Von der grauen Masse zur ästhetischen Vielfalt: Beton neu gedacht

Mit fünf Transportbetonwerken, drei Kieswerken und einer Lkw-Flotte produziert und liefert die Kirchdorfer Kies und Beton GmbH aus dem Großraum Linz Transportbeton und Zuschlagstoffe für verschiedenste Bauprojekte im ober­österreichischen Zentralraum.…

Fenster und Haustüren: Topqualität von Europas Fenstermarke Nummer 1

Interview mit Johann Brandstetter, Geschäftsführer der Internorm International GmbH

Fenster und Haustüren: Topqualität von Europas Fenstermarke Nummer 1

Ganz gleich, ob Haus oder Wohnung: Fenster und Haustüren sind unverzichtbar und spielen eine zentrale Rolle. Dabei kommt es stets auf das gelungene Zusammenspiel von Funktion und Ästhetik an. So…

Das könnte Sie auch interessieren

„Wir brauchen im digitalen Alltag einen Sicherheitsgurt“

Interview mit Erika Felder, Geschäftsführerin der memon bionic instruments GmbH

„Wir brauchen im digitalen Alltag einen Sicherheitsgurt“

Es beginnt mit einer persönlichen Erfahrung – und mündet in eine unternehmerische Mission. Erika und Hans Felder haben ihr erfolgreiches Immobiliengeschäft aufgegeben, um eine Technologie bekannt zu machen, die Menschen…

„Es muss nicht immer gleich ein Roboter sein“

Interview mit Jörg Herre, Leiter Vertrieb und Marketing der Friedemann Wagner GmbH

„Es muss nicht immer gleich ein Roboter sein“

Die deutsche Industrie steht unter Druck. Investitionen werden verschoben, Projekte gestoppt. Und doch gibt es Unternehmen, die Kurs halten – mit Bodenhaftung, technischer Klarheit und einem langen Atem. Jörg Herre…

Partner statt Flächenvermieter

Interview mit Daniela Mühlen, Geschäftsbereichsleiterin Kommunikation & Werbung, und Israel Giese, Geschäftsbereichsleiter Finanzen & Verwaltung der MESSE ESSEN GmbH

Partner statt Flächenvermieter

Die Messebranche hat turbulente Jahre hinter sich. Pandemie, Digitalisierung, wirtschaftspolitische Herausforderungen – und dennoch meldet die MESSE ESSEN Rekordzahlen. Wie gelingt wirtschaftliche Stabilität in unsicheren Zeiten? Und warum ist ausgerechnet…

TOP