Wenn Ihr persönliches Interesse Ihrem Beruf entspricht, dann ist das in der Tat die Erfüllung eines Traums

Interview mit Christian Arnezeder, Managing Director Central Europe von Harley-Davidson

Wirtschaftsforum: Herr Arnezeder, haben Sie sich als leidenschaftlicher „Biker“ mit der Übernahme der Position als Managing Director Central Europe von Harley-Davidson einen großen Traum erfüllt?

Christian Arnezeder: Motorräder faszinieren mich seit jeher. Schon als kleiner Junge stand ich staunend davor und mir war klar: Irgendwann fahre ich auch so etwas. Und so kam es dann ja auch. Seit meinem 30. Lebensjahr arbeite ich in der Motorradbranche und seit 1999 bin ich für Harley-Davidson tätig. Anfangs war ich „nur“ für Deutschland und Österreich zuständig, später kam die Schweiz hinzu und inzwischen umfasst mein Zuständigkeitsbereich auch Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Wenn Ihr persönliches Interesse Ihrem Beruf entspricht, dann ist das in der Tat die Erfüllung eines Traums.

Wirtschaftsforum:  Wenn Sie aus allen aktuellen oder ehemaligen Modellen eine Harley-Davidson auswählen könnten, welche gefällt Ihnen optisch und/oder technisch am besten und warum?

Christian Arnezeder: Eine schwere Entscheidung. Ich mag klassische Modelle wie die Panhead Typen, die von 1948 bis 1965 entstanden sind. Deswegen besitze ich selbst zum Beispiel eine Deluxe und eine Cross Bones, die optisch stark an solche klassischen Maschinen erinnern, aber über die moderne Technik unserer Ära verfügen. Und ich mag unsere ganz aktuellen Bikes – vor allem die Tourer, weil man damit ganz bequem weite Strecken zurücklegen kann. Daher steht auch eine Road Glide in meiner Garage.

Christian Arnezeder, Managing Director Central Europe von Harley-Davidson
„Motorräder faszinieren mich seit jeher. Schon als kleiner Junge stand ich staunend davor und mir war klar: Irgendwann fahre ich auch so etwas.“ Christian ArnezederManaging Director Central Europe

Wirtschaftsforum:  Seit der Gründung 1903 durch William Harley und Arthur Davidson in den USA sowie der Eröffnung der ersten Niederlassung 1981 in Deutschland ist Harley-Davidson Kult und steht für Qualität, Emotion und echtes Lebensgefühlt. In den Jahren hat sich die Zielgruppe derer, die eine Harley-Davidson fahren, jedoch alters- und nutzungstechnisch etwas verändert. Mittlerweile bieten Sie auch leichtere und sportliche Motorräder für jüngere Zielgruppen sowie mit der neuen Touring-Baureihe noch ausgereiftere Reisemaschinen an. Selbst im Elektro-Markt plant Harley-Davidson 2020 ja ein neues Marktsegment zu erschließen, wie Ihr Konzeptbike LiveWire zeigt. Würden Sie persönlich gerne ein E-Bike fahren?

Christian Arnezeder: Ja, das würde ich. Ich hatte vor ein paar Jahren das Vergnügen, eine LiveWire zu fahren – und es machte ungeheuer Spaß, denn das maximale Drehmoment wird unmittelbar nach dem Anlaufen des Elektromotors abgegeben. Das bedeutet, dass Sie mit so einem Bike sehr schnell beschleunigen können. Außerdem fand ich das dynamische Design unserer Maschine sehr beeindruckend. Und der Sound, den unser Motorrad aufgrund der Konstruktion seines Antriebsstrangs erzeugt hat, war phänomenal. Er erinnerte an einen Jet. Das Ganze war ein erstaunliches Erlebnis!

Interview: Andreas Detert | Fotos: Harley-Davidson Germany

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