Die Vision vom modernen Wohnen

Interview

Der Name GriffnerHaus steht für eine Lifestylemarke, die mit dem Begriff des Fertighauses wenig gemein hat. "Der Begriff Fertighaus ist in der Öffentlichkeit nach wie vor negativ besetzt", sagt der Vorstandsvorsitzende Thomas Lenzinger.

"Unser Unternehmen fertigt bewusst Premiumhäuser, die industriell vorgefertigt sind, dem Eigentümer viel Spielraum für die Realisierung eigener Ideen lassen und sich damit von der allgemeinen Vorstellung deutlich distanzieren. Entscheidend ist, dass wir mit eigenen Architekten arbeiten, die sich an hohen gestalterischen und ökologischen Maßstäben orientieren und individuellen Vorstellungen ausreichend Platz einräumen. Unser Leitmotiv lautet: Leben braucht Licht. Wohnen braucht Luft. Planung braucht Freiheit."

Design in Einklang mit der Natur

Umgesetzt werden diese Ideale in außergewöhnlich innovativen Häusern mit den dominierenden Werkstoffen Holz und Glas, die auf einer sonnendurchfluteten Architektur basieren und eine Ästhetik im Einklang mit der Natur verkörpern – mehr als 3.000 GriffnerHäuser in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Irland tragen inzwischen die unverwechselbare und häufig ausgezeichnete Griffner-Handschrift.

„Unser Leitmotiv lautet: Leben braucht Licht. Wohnen braucht Luft. Planung braucht Freiheit.“ Thomas Lenzinger

Gegründet wurde das inhabergeführte Unternehmen von Ari Griffner, der 1980 die Fertigung von Holzblockhäusern aufnahm und schon bald über die Landesgrenzen hinaus von sich reden machte.

Wie designorientiert GriffnerHaus arbeitet, zeigt die 1997 initiierte Zusammenarbeit mit dem bekannten Architekten und Designer Matteo Thun, die zum berühmten Griffner-Haus 'O Sole Mio' und damit zur gefragten Produktlinie 'Design' führte. Mit dem 1998 lancierten Open Space-Konzept setzt GriffnerHaus erneut Akzente.

"Hinter dem Planungskonzept Open Space steht das Ziel, größtmögliche Flexibilität im Hausbau und ein Höchstmaß an Wohngefühl zu schaffen", erklärt Thomas Lenzinger. "Erreicht wird dies durch die Übertragung der statischen Last auf zwei Stützen. Kunden haben damit die Option, den Innenraum nach ihren eigenen Vorstellungen frei zu gestalten. Als Orientierungshilfe dienen unsere Haus typen Classic, Pult und Design, mit denen wir die Ansprüche unterschiedlicher Zielgruppen aufgreifen. Classic relax beispielsweise richtet sich an junge Familien, weil es besonders trendig ist und sich durch eine einfache Geometrie auszeichnet. Wer besonderen Wert auf das Design legt, kommt bei der Designlinie auf seine Kosten. Das mit Matteo Thun entwickelte, mehrfach ausgezeichnete Haus 'O Sole Mio' mit seiner transparenten sonnendurchfluteten Architektur, futuristisch anmutendem Pultdach und variabel gestaltbarer Front verkörpert die moderne Wohnkultur des 21. Jahrhunderts und ist ein echter Eyecatcher."

Quality made in Austria

GriffnerHaus hat mit dieser Philosophie, die die Werte Design, Komfort und Wohnqualität in den Mittelpunkt stellt, schnell den Nerv der Zeit getroffen. Die Nachfrage stieg kontinuierlich, mehrmalige Unternehmenserweiterungen wurden notwendig, gleichzeitig wurde die Internationalisierung vorangetrieben.

Auf einem rückläufigen Baumarkt konnte das Unternehmen sich erfolgreich gegen den Trend entwickeln und 2006 195 Häuser fertigen. Der Umsatz belief sich auf 34 Millionen Euro und entsprach einer Umsatzsteigerung von elf Prozent. In Österreich ist man mit dieser Bilanz längst marktführend, auf europäischem Niveau gibt es drei bis vier weitere Mitbewerber.

"Unser unbedingtes Qualitätsbewusstsein sehen wir als Schlüssel zum Erfolg", unterstreicht Thomas Lenzinger. "Anspruchsvolles Design und hohe ökologische Aspekte sind die zentralen Charakteristika unserer Häuser. Mit diesen Ansprüchen liegen wir im Trend der Zeit." Ökologischen Herausforderungen begegnet GriffnerHaus durch die ausschließliche Verwendung natürlicher Materialien wie Holz, Zellulose und Kork.

Im Innenraum wird unbehandeltes Holz verarbeitet, das Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt und damit für ein gesundes Wohnklima sorgt. Wärme- und schallisolierende Holzfachwände mit einer atmungsaktiven Zellulosedämmung sind weitere Charakteristika der Griffner-Häuser, die dank moderner Haustechnik als Niedrigenergie- oder Passivhäuser konzipiert werden können. "Wir setzen mit unseren Häusern auf das Prinzip der Nachhaltigkeit", so Thomas Lenzinger. "Die GriffnerHäuser sollen sich in den Kreislauf der Natur einfügen und diese auch für kommende Generationen erhalten."

„Hinter dem Planungskonzept Open Space steht das Ziel, größtmögliche Flexibilität im Hausbau und ein Optimum an Wohngefühl zu schaffen.“ Thomas Lenzinger

Die Box als Blickfang

Sich an diesem Leitmotiv orientierend, setzt GriffnerHaus auf heimische Arbeitsplätze und Quality made in Austria. 200 Mitarbeiter sind in der Zentrale in Griffen tätig, wo Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Montage und Verwaltung angesiedelt sind. "Unsere Unternehmenskultur ist sehr familiärgeprägt", sagt Thomas Lenzinger. "Jeder kennt die Ansprüche der Unternehmensleitung und identifiziert sich mit der Philosophie. Das trägt zu einem sehr guten Arbeitsklima bei."

Um den Expansionskurs fortzusetzen, nutzt GriffnerHaus Musterhauszentren an 15 Standorten. Das jüngste wurde unlängst in Griffen eröffnet – ein unvergleichliches Event, das auch die anwesende Sängerin Christina Stürmer begeisterte.

Aufsehen erregt GriffnerHaus zudem mit der Griffner Event Box, einer mobilen, multifunktionalen Box, die auf großen Sportveranstaltungen unter anderem als VIP-Check-In-Bereich eingesetzt wird. Mit der Box wird GriffnerHaus seinem Ruf als innovativer Trendsetter ein weiteres Mal gerecht. Modular aufgebaut besticht sie durch klares avantgardistisches Design und hervorragendes Raumklima und erfüllt in technischer Hinsicht die Anforderungen eines Fernsehstudios.

"Mit der Event box haben wir ein ideales Marketinginstrument gefunden, das unsere Firmenphilosophie hervorragend widerspiegelt", erklärt Thomas Lenzinger. "Unter dem Titel box-Collection haben wir inzwischen weitere Serien wie die mobile Bürobox HomeOffice-SoloBox entwickelt und sind damit unserem Anspruch, als Lifestylemarke im Hausbau wahrgenommen zu werden, ein großes Stück näher gekommen."

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Bau

Wo Visionen Altbau treffen

Interview mit Andreas und Lenka Hauzel, Geschäftsführer der Plan Werk GmbH

Wo Visionen Altbau treffen

In vielen europäischen Metropolen trifft Wohnungsknappheit auf einen alternden Gebäudebestand. Gerade in Städten wie München zeigt sich, wie anspruchsvoll die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und städtebaulicher Qualität geworden ist. Die…

Serielle Baukonzepte für einen veränderten Markt

Interview mit Mario Haubner, Geschäftsleiter und Stefanie Haubner, Geschäftsleiterin der Haubner Holding GmbH

Serielle Baukonzepte für einen veränderten Markt

Modulares Bauen gewinnt angesichts steigender Kosten und hoher Zinsen zunehmend an Bedeutung. Die Haubner Holding GmbH setzt dabei auf industrielle Vorfertigung, klare Prozesse und eine strategisch breit angelegte Ausrichtung. Mario…

Wachstum trotz Baukrise

Interview mit Martin Weihe, Geschäftsführer der Obra Bautenschutz GmbH

Wachstum trotz Baukrise

Dank seines breiten Leistungsportfolios konnte die Obra Bautenschutz GmbH in den letzten Jahren trotz einer rückläufigen Marktentwicklung weiter wachsen und ihr Tätigkeitsspektrum noch umfassender ausbauen: Im Interview mit Wirtschaftsforum verriet…

Spannendes aus der Region Griffen

Wenn Visionen Produkte werden

Interview mit Florian Walchhofer, Geschäftsführer der wtronic electronic production gmbh

Wenn Visionen Produkte werden

Leiterplatten – verbindendes Element zwischen Elektronik und Technologie, unsichtbare Helden im Hintergrund, ohne die nichts funktionieren würde, und Kernprodukte der wtronic electronic production gmbh aus Völkermarkt in Österreich. wtronic agiert…

„Digitalisierung hält Produktionen in Europa!“

Interview mit Eduard Zechner, Geschäftsführer der zh-technologies Regelungs- und Automatisierungstechnik GmbH

„Digitalisierung hält Produktionen in Europa!“

Was macht ein mittelständisches Technologieunternehmen aus Kärnten zum international gefragten Digitalisierungspartner großer Konzerne? Eduard Zechner, Gründer und Geschäftsführer von zh-technologies, spricht über die Geschichte seines Unternehmens, seine eigene Haltung zur…

Futuristische Fassaden im Bau

Interview mit Jürgen Zinka, Geschäftsführer der MBM Metallbau Mörtl GmbH

Futuristische Fassaden im Bau

Kaum ein anderer Materialmix entspricht der modernen Bauästhetik so gut wie Stahl, Glas und Aluminium. In diesem Bereich punktet die MBM Metallbau Mörtl GmbH, ein traditionsreicher Familienbetrieb, durch eine Kombination…

Das könnte Sie auch interessieren

„Geschwindigkeit entscheidet – wir liefern, wenn andere noch diskutieren.“

Interview mit Süleyman Ceyran, Geschäftsführer der RACEPLAST GmbH

„Geschwindigkeit entscheidet – wir liefern, wenn andere noch diskutieren.“

Ein Kunststoffteil ist selten sichtbar – aber oft entscheidend. Die RACEPLAST GmbH entwickelt und fertigt technische Kunststoffkomponenten für industrielle Anwendungen, die im Hintergrund zuverlässig funktionieren müssen. Geschäftsführer Süleyman Ceyran hat…

Tiefe statt Breite: Spezialisierung als strategische Antwort im Tiefbau

Interview mit Steffen Runge, Geschäftsführer der Gottlieb Tesch Kanal- und Rohrleitungsbau GmbH

Tiefe statt Breite: Spezialisierung als strategische Antwort im Tiefbau

Nur wenige Unternehmen im Bauwesen können auf eine Geschichte von eineinhalb Jahrhunderten zurückblicken – und noch wenigeren ist es gelungen, sich dabei immer wieder neu zu erfinden. Beständigkeit, Anpassungsfähigkeit und…

Rund ums Haus, rundum durchdacht

Interview mit Harald Feist, Geschäftsführer der Rund ums Haus GmbH

Rund ums Haus, rundum durchdacht

Ob Modernisierung, Sanierung oder energetische Erneuerung: Wer heute in den eigenen Wohnraum investiert, erwartet vor allem Qualität, Verlässlichkeit und eine professionelle Umsetzung. Die Rund ums Haus GmbH hat sich genau…

TOP