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Interview mit Ralf Eßling, Technischer Geschäftsführer der Franz Ziel GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Eßling, was sind heute Ihre wichtigsten Produkt- und Lösungsbereiche?

Ralf Eßling: In Deutschland sind wir der größte unabhängige Hersteller für aseptische Barrieresysteme. Unser Hauptprodukt sind sogenannte Isolatoren. Diese Isolatoren schützen entweder das Produkt vor Kontaminationen oder aber die Person, die vor dem Isolator arbeitet (toxisches Produkt). Wir bieten unseren Kunden, den pharmazeutischen Unternehmen, Sonderlösungen nach 100% Kundenwunsch sowie eine breite Palette an Standardprodukten. Hierzu zählen ergänzend zu den Barrieresystemen auch noch Lüftungsanlagen, Materialtransfersysteme und Handschuhprüfsysteme.

Wirtschaftsforum: Wo sehen Sie Franz Ziel am Markt und wie unterscheiden Sie sich von anderen Anbietern?

Ralf Eßling: Wir zählen in unserem Segment zu den top zwei Anbietern. Wir erfüllen die High Quality-Anforderungen der Big Pharma. Darüber hinaus wissen diese unseren technischen Service und unsere Kundenorientierung zu schätzen. Kundenorientierung ist die DNA von Franz Ziel. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, eine zuverlässige Produktion sicherzustellen. Zusammengefasst kann man sagen, dass wir die beste technische Lösung mit einem hohen Maß an Flexibilität und in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit anbieten. Ein wichtiges Argument ist auch, dass wir ISO 9001 zertifiziert sind, die neuen Anforderungen des Annex 1 erfüllen und unsere Produktion 100% Made in Germany ist.

Wirtschaftsforum: Wie wichtig ist das Thema Nachhaltigkeit für Ihre zukünftige Entwicklung?

Ralf Eßling: Wir erfassen in diesem Jahr zum ersten Mal unseren CO2-Footprint. Grundsätzlich orientieren wir uns an den 17 Zielen der UN-Agenda, begegnen dem Thema also auf unterschiedlichen Ebenen. Im ökologischen Bereich haben wir unsere Energieversorgung bereits umgestellt, arbeiten mit Wärmepumpen mit Fußbodenheizungen und mit PV-Anlagen. Wir reduzieren konsequent unseren CO2-Footprint, zum Beispiel durch Elektroautos und E-Bikes. Alle unsere Anlagen sind energieeffizient. Sie arbeiten komplett mit Umluft und verbrauchen weniger Energie als Anlagen von anderen Anbietern. Im sozialen Bereich legen wir großen Wert auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter, haben ein eigenes Gesundheitsmanagement, sehr gute Arbeitsplatzbedingungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Sicherheit hat bei uns oberste Priorität. Darüber hinaus übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung, investieren in Bildungseinrichtungen und engagieren uns sozial. Was das Thema Governance angeht, so setzen wir auf eine offene Fehlerkultur, auf Gleichberechtigung und Vielfalt, auf Sinnstiftung und Kompetenzstärkung.

Wirtschaftsforum: Sie erwähnen Big Pharma. Wer sind Ihre Kunden und woher kommen sie?

Ralf Eßling: Wir sind Partner der großen Namen der pharmazeutischen Industrie. Dazu zählen Unternehmen wie Pfizer, BioNTech, Merck, Fresenius, Novartis und Bayer sowie zahlreiche OEMs. Aktuell sind unsere wichtigsten Märkte Indien, die USA, Deutschland und Belgien.

Wirtschaftsforum: Was haben Sie sich für das Jahr 2023 vorgenommen?

Ralf Eßling: Wir möchten im Kreis Coesfeld ‘der’ Top-Arbeitgeber werden und werden konsequentes Employer Branding betreiben. Wir peilen ein zweistelliges Wachstum an und dafür braucht man gute Mitarbeiter. Zusätzlich wollen wir unser Business in den USA zusammen mit unserer dortigen Niederlassung weiterentwickeln.

Wirtschaftsforum: Welches Ziel haben Sie sich langfristig mit Franz Ziel gesetzt?

Ralf Eßling: Wir wollen den Top Pharma-Markt bedienen und den Marktbegleitern immer einen Schritt voraus sein.

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