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Spannende Kandidatenreisen

Interview mit Marcel Kelm, Leiter Vermarktung und Unternehmenskommunikation der expertum Holding GmbH

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Wirtschaftsforum: Herr Kelm, expertum ist 1987 als eigene Servicesparte aus einem großen Maschinen- und Anlagenbauer hervorgegangen und über Jahre konstant gewachsen. Seit 2012 ist der Name expertum Synonym für branchenfokussierte Personalexperten. Was genau verbirgt sich dahinter?

Marcel Kelm: In unserem Firmennamen steckt nicht ohne Grund das Wort ‘Expert’. Wir sind Experten, wenn es um Arbeitnehmerüberlassung und die Personalberatung von Fachkräften und Spezialisten bis hin zu Akademikern geht. Seit 2011 fokussieren wir uns auf die wachstumsstarken Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrtindustrie, Chemie und Pharma sowie Automotive. Hier arbeiten wir mit Menschen langfristig zusammen. Dabei decken wir unterschiedliche Berufsbilder vom Facharbeiter über Fachspezialisten bis hin zu Kundenlösungen in den Bereichen On-Site-Management sowie Newplacement ab. In Deutschland gibt es 380 verschiedene Ausbildungsberufe, in Europa 15.000 Studiengänge. Um all diese Qualifikationen zu kennen, zu screenen und damit zu arbeiten, muss man fokussiert sein. Gleichzeitig geht es uns aber auch um ein professionelles, faires, vertrauensvolles Miteinander mit Kunden und Mitarbeitern; schließlich sind es immer die Menschen, die wichtig sind.

Wirtschaftsforum: In einer Branche, die lange unter einem negativ besetzten Image litt, fährt expertum einen konstanten Wachstumskurs. 42 Niederlassungen in Deutschland, 2.000 Mitarbeiter in verschiedenen Projekten, ein Umsatz von rund 100 Millionen EUR, hervorragende Bewertungen bei Portalen wie kununu. Was macht expertum anders?

Marcel Kelm: Wir denken nachhaltig, beobachten sehr genau wie sich Märkte entwickeln und zeigen Alternativen auf. In der Öffentlichkeit werden wir als Karrieremacher wahrgenommen. Das ist ein Anspruch, an dem wir uns messen lassen wollen. Um die besten Kandidaten mit attraktiven Jobs zusammenzubringen, setzen wir auf Nähe. So nah wie möglich am Kandidaten zu sein, ist zentrales Motiv unserer Arbeit. Wir wollen wissen, wie die Zielgruppe denkt und arbeiten ganz stark mit Gesichtern dieser Zielgruppe. Wir screenen die passenden Kandidaten für eine Position; das heißt, wir wollen herausfinden, welche Kandidaten mit welchem Persönlichkeitsprofil und Fähigkeiten für ein bestimmte Position passen. So wollen wir unseren Kandidatenreisen ein Profil geben. Wir begleiten sie langfristig. Das ist der Grund, warum wir es trotz aller Schwankungen in einigen Branchen geschafft haben, uns als starke Arbeitgebermarke zu etablieren. Langfristig heißt für uns auch, dass wir an allen Kandidaten ‘dranbleiben’. Wir verfolgen Karrieren und im Falle einer Rückkehr versuchen wir erneut, den Kandidaten für expertum zu begeistern. Wir nennen das Alumni-Management. Die Rückkehrquote ist übrigens vergleichsweise hoch. Hinzu kommt, dass alle Mitarbeiter unbefristet angestellt sind. Früher sprach man häufig von Zeitarbeit, inzwischen hat sich die Branche allgemein gewandelt; und zwar zum Positiven hin. Es gibt oft Querverbindungen, das heißt, die Kandidaten starten in einer Branche und wechseln dann in eine andere.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt die zunehmende Digitalisierung in der Branche?

Marcel Kelm: Für uns stehen die Zeichen ganz klar auf Digitalisierung. Wir brauchen sie, allerdings brauchen wir gleichzeitig Raum für persönliche Nähe – das kann ein schwieriger Balanceakt sein. Uns ist wichtig, dass Kandidaten Vertrauen haben, sich abgeholt und kompetent unterstützt fühlen. Unsere Berater gehen mit den Kandidaten mit, zeigen ihnen vor Ort den Arbeitsplatz und lassen sie nicht allein in der Situation. Auch das ist Teil der spannenden Kandidatenreise. Natürlich spielt die Digitalisierung ebenso in Marketingfragen eine große Rolle. Wir arbeiten hier mit allen bekannten Jobportalen und Börsen und wissen, wie ein Job über die entsprechenden Börsen sichtbar wird. Großen Wert legen wir auf Stellanzeigen. Hier geht es nicht allein um eine gelungene Stellenausschreibung, sondern um das Benefit-Marketing, das den Kandidaten erwartet, wenn er bei expertum anheuert. Wir arbeiten hier mit einem sehr stark automatisierten, innovativen Bewerber-Managementsystem im Hintergrund.

Wirtschaftsforum: Wo sehen Sie für expertum in Zukunft die größten Herausforderungen?

Marcel Kelm: Es entstehen immer wieder neue Arbeitsfelder und neue Tätigkeitsprofile. Da muss man unbedingt auf dem Laufenden bleiben. Wir leben heute in einer Erlebnisgesellschaft, deshalb müssen wir unsere Kandidaten für eine Stelle begeistern und sie auf eine spannende Reise mitnehmen. Wir wollen als attraktiver Arbeitgeber ein Vorreiter sein, ein langfristiger Anlaufpunkt, kein kurzfristiges Sprungbrett. Das ist meine persönliche Vision. Nicht zuletzt der Kunde profitiert davon.

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