Intelligente Fördersysteme

Interview mit Dr. Torsten Ristow, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung der Dücker Conveyor Systems GmbH

Die insgesamt 250 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe erwirtschaften einen Jahresumsatz von 50 Millionen EUR.

Optimale Produktionsabläufe

Neben der Zentrale in Langenfeld unterhält die Gruppe Vertriebs- und Produktionsstandorte unter anderem in Schweden, Italien, den USA und China. Das Auslandsgeschäft macht aktuell 70% aus. Neben den Wachstumsmärkten USA und Asien bleibt auch Mitteleuropa eine wichtige Zielregion für Dücker Group.

Weil sie leicht, umweltfreundlich und dank ihrer Wellenstruktur sehr stabil ist, ist Wellpappe heute das bevorzugte Verpackungsmaterial. Dücker Group stattet die Hersteller mit Rollen- und Bandfördersystemen aus, die für reibungslose Produktionsabläufe bei gleichzeitiger Minimierung des Abfallaufkommens sorgen.

Neben den reinen Rollen- und Bandfördersystemen fertigt das Unternehmen auch Unterflurwagen, Transferwagen und Querfahrwagen, 90-Grad-Winkel-Elemente und weitere Komponenten für einen intelligenten Materialtransport beim Hersteller. Ergänzt wird das Porfolio durch Förderstrecken, die nach dem Produktionsprozess im Fertigwarenbereich zum Einsatz kommen.

Dr. Torsten Ristow
Eine intelligente Steuerung ist für die Wellpappenindustrie von großer Bedeutung. Dr. Torsten RistowProkurist

„Alles zusammen bildet ein Komplettsystem, intelligent gesteuert, und sorgt für eine Minimierung des Abfalls“, sagt Dr. Torsten Ristow. Angesichts des Termindrucks in der Wellpappenindustrie gewinnen intelligente Steuerungssysteme eine immer größere Bedeutung. „Es bewegt sich in Richtung Just-in-Time-Fertigung“, so Dr. Torsten Ristow.

Schon früh entwickelte Dücker Group Steuerungssysteme und Software. Bereits 1995 schuf der Global Player mit Dücker Automation ein eigenes Tochterunternehmen zur Entwicklung dieser Technologie. Inzwischen wurde diese Sparte in die heutigen Gesellschaften integriert. Dabei hatte das Unternehmen usprünglich seine Kernkompetenz im Stahlbau.

Die Firmenhistorie reicht bis ins Jahr 1850, als Friedrich Dücker in Hitdorf am Rhein eine Schmiede und Schlosserei gründete. Mit dem Know-how aus der Schlosserei im Hintergrund gelang dem Ingenieurbüro Friedrich und Peter Dücker 1971 ein echter Coup. Das Büro nutzte seine Kontakte zu Maschinenherstellern und der Wellpappenindustrie und stieg in die Produktion innovativer Transportanlagen ein.

Dr. Torsten Ristow
Heute bietet Dücker die Gesamtkompetenz, inklusive Automatisierung und Steuerung. Dr. Torsten RistowProkurist

Viereinhalb Jahrzehnte später verfügt das Unternehmen allein am Standort Langenfeld über eine Produktionsfläche von 12.000 m2 und 3.300 m2 Bürofläche. Ein wichtiger Schlüssel, um den Marktanforderungen gerecht zu werden, ist das qualifizierte Personal des Unternehmens. Beinahe die Hälfte des Personals sind Ingenieure oder Techniker.

Dabei bekommt Dücker Group den Fachkräftemangel durchaus zu spüren. „Wir gehen das Thema aktiv an“, sagt Dr. Torsten Ristow. So verstärkt das Unternehmen sein Engagement in Sachen Ausbildung. Es hat seine Präsenz in Schulen deutlich erhöht, um frühzeitig potentielle Bewerber aufmerksam zu machen.

Einschlägige Online-Rekrutierungsportale runden die Personalgewinnung ab. „Wir haben eine attraktive Ausstrahlung für Mitarbeiter“, sagt Dr. Torsten Ristow. Auch der Standort des Unternehmens im Einzugsbereich der beiden Rhein-Metropolen Köln und Düsseldorf erweise sich als günstig bei der Personalsuche.

Auch in Zukunft möchte das Unternehmen weiter moderat wachsen. „Wir sehen noch Potenzial im Bereich Engineering-Dienstleistungen“, sagt Dr. Torsten Ristow. Dabei möchte sich das Unternehmen nicht allein auf die Wellpappenbranche konzentrieren.

Soziales Engagement

Einen guten Ruf hat sich Dücker Group auch durch soziales Engagement erarbeitet. So unterstützt die Firma unter anderem Hilfsprojekte des Ordens Karmeliten der Jungfrau Maria in Indien.

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