Vom Kinderzimmer zur Schmuckmarke
Interview mit Jamil Masoud, Geschäftsführer der DIAMOND MODE GmbH

2017 startete die Familie mit DIAMOND MODE – zunächst neben Studium, Schule und Beruf. Die ersten Maschinen für Vergoldung und Gravur standen zu Hause, Keller und Garage dienten als Lager. Die Idee entstand aus einer Alltagserfahrung: Die Mutter von Jamil Masoud ärgerte sich über Modeschmuck, dessen Beschichtung schnell ihre Farbe verlor. Der Vater brachte als Galvaniseur das Fachwissen mit. Daraus entstand der Anspruch, langlebigen Schmuck zu bezahlbaren Preisen anzubieten. Rund um 2020 folgten das erste Büro und der erste familienfremde Mitarbeiter, später wurde aus dem Einzelunternehmen eine GmbH. Heute vereint der Standort in Wuppertal Büro, Lager, Produktion, Verkaufsraum, Showroom und Piercing-Studio. Rund 16 bis 17 Mitarbeitende gehören einschließlich der Familie zum Unternehmen.
Qualität statt schneller Mode
DIAMOND MODE setzt unter anderem auf Edelstahl und Titan. Goldfarbene Modelle werden vergoldet. Auch bei Schmucksteinen achtet das Unternehmen auf Details: Zirkonia-Steine werden bei entsprechenden Modellen mechanisch gefasst statt lediglich aufgeklebt.
Die Designs greifen internationale Trends sowie Ideen und Wünsche der Kundinnen auf. Manche Schmuckstücke bleiben über Jahre im Sortiment, andere werden weiterentwickelt. „Mit der Zeit ist wie eine Community entstanden“, beschreibt Jamil Masoud die Beziehung zu vielen Stammkundinnen.
Mit wachsender Nachfrage wurde auch die Produktion angepasst. Bestimmte Fertigungsschritte übernehmen inzwischen Partner. Die Endqualitätssicherung findet weiterhin in Wuppertal statt; auch Personalisierungen, Gravuren und Polituren werden je nach Produkt dort ausgeführt. „Uns war wichtig, dass unsere Qualität auch mit der Skalierung und dem Wachstum gleichbleibend ist“, sagt Jamil Masoud.
Online gewachsen, vor Ort präsent
DIAMOND MODE verkauft längst nicht mehr ausschließlich an Endkundinnen. Zum B2B-Geschäft gehören Piercing-Studios und Boutiquen, auch internationale Bestellungen und Sonderanfertigungen spielen eine Rolle. In Wuppertal können Kundinnen Schmuck ansehen und anprobieren; hinzu kommen Gravuren, Permanent Schmuck und das eigene Piercing-Studio.
Auch KI wird genutzt, um interne Abläufe zu automatisieren und Mitarbeitende bei wiederkehrenden Aufgaben zu entlasten. Neue Vertriebskanäle, Produkte und Dienstleistungen sollen weiteres Wachstum ermöglichen.
Trotz des Wachstums bleibt DIAMOND MODE ein Familienunternehmen. Fünf Geschwister und die Eltern sind eingebunden, wichtige Entscheidungen werden gemeinsam diskutiert und Rückschläge gemeinsam getragen. Jamil Masoud fasst seine Haltung zusammen: „Wenn man gewissenhaft arbeitet und mit Herz und es einem Spaß macht, dann kommt der Erfolg von alleine.“








