Livekonzert im Wohnzimmer

Interview mit Ralf Steinhilber, Geschäftsführer der Avantgarde Acoustic Lautsprecher Systeme GmbH

Das Feeling eines Livekonzerts auch zu Hause haben zu können, war die Motivation von Holger Fromme, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Zuvor hatte er erlebt, welches Hörerlebnis ein hochqualitativer Horn-Lautsprecher bieten konnte.

Er war begeistert, konnte sich das Gerät jedoch nicht leisten und beschloss kurzerhand, so etwas selbst zu bauen. Für die technische Umsetzung holte er sich Matthias Ruff ins Boot. Gemeinsam wurde der erste Lautsprecher gebaut und 1991 erstmals auf Messen präsentiert – die Geburtsstunde der Avantgarde Acoustic Lautsprecher Systeme GmbH.

Form folgt Funktion

„Das Design von Horn-Lautsprechern dient nicht dazu, die Produkte besonders avantgardistisch aussehen zu lassen, sondern die Form folgt hier der Funktion“, sagt Geschäftsführer Ralf Steinhilber. „Durch die Form gelingt quasi die Quadratur des Kreises: Zur Schallerzeugung muss die Luft über Membranen bewegt werden. Wo viel Luft bewegt wird, müssen diese Membranen groß sein. Sind sie aber groß, sind sie auch schwer und träge. Bei Horn-Lautsprechern ist zwar die Schallöffnung groß, der Hornmund, in dem der Treiber sitzt, kann aber sehr klein sein. So kann ein sehr kleiner Treiber verwendet werden, der aber einen enormen Schalldruck erzeugen kann. So kommt ein klarer, verzerrungsfreier Klang zustande, der in seiner Qualität ein wahrhaft Gänsehaut erzeugendes Hörerlebnis bietet.“

Von Deutschland in die Welt

Inzwischen ist das Unternehmen bereits mit der vierten Produktgeneration am Markt und genießt einen hervorragenden Ruf. „In dem Segment, in dem wir uns bewegen, sind wir einer der Benchmarkgeber“, ist sich Ralf Steinhilber sicher. Hergestellt werden die Lautsprecher ausschließlich am Firmensitz in Lautertal, wo 30 festangestellte und weitere freie Mitarbeiter für Avantgarde Acoustic tätig sind. Ihre Fans haben die Lautsprecher außer in Deutschland auf der ganzen Welt.

„Es sind Menschen, die Musik lieben“, sagt Ralf Steinhilber. „Solche Akustik muss man selbst erlebt haben, um zu wissen, wie es sich anfühlt, Musik mit allen Sinnen aufzunehmen.“

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