Schadensabwicklung leicht gemacht

Interview

Die Kernkompetenzen von Audatex Schweiz liegen traditionell im Bereich der Fahrzeugidentifikation und Schadenskalkulation. Mit dem 2015 einzuführenden Technologie-Upgrade AudaNet und AudaXpert läutet Audatex in der Schweiz die Digitalisierung des Schadenregulierungsprozesses ein. Unter Digitalisierung versteht Audatex die intelligente, elektronische Vernetzung der verschiedenen Partner, die in einem Schadensfall zusammenarbeiten, um die Abwicklung einer Schadenregulierung möglichst effizient auszugestalten, das heißt ohne Medienbrüche innerhalb des Datenaustausch- und Kommunikationsprozesses.

Während diese ‘Digitalization of Claim Process’ in den USA bereits seit längerem ein Thema ist, sieht sich Audatex in der Schweiz als ein Pionier auf dem Gebiet. Aktuell stellt das Unternehmen alle seine Kunden auf die neue Technologie um.

„2015 möchten wir in der Schweiz nun auch verstärkt im B2B2C-Bereich unseren Versicherungs- und Werkstattkunden innovative Lösungen anbieten, welche sie dabei unterstützen, für ihre Endkunden den bestmöglichen Service bei der Abwicklung eines Schadenfalls anbieten zu können. Um dieses Vorhaben schnell und zielgerichtet umsetzen zu können, greifen wir auf die enorme Innovationskraft der Solera und deren 45 Audatex Ländergesellschaften zurück.“ Patrick SchmidlinGeschäftsführer

Bis zum Abschluss Ende 2015 wird Audatex über 1,2 Millionen CHF in dieses Technologie-Upgrade investiert haben. „Unsere ‘digitale’ Plattform und unsere darauf basierenden kundenspezifischen Lösungen wie etwa Auda-Xpert, AudaInsight oder AudaCheck erbringen einen echten qualitativ und quantitativ messbaren Mehrwert für unsere Kunden“, betont Geschäftsführer Patrick Schmidlin. Er selbst ist bereits seit 2003 in der Branche und seit 2008 bei Audatex tätig, zunächst bei der internationalen Niederlassung in Zürich, später für drei Jahre als Leiter Produkt-Management und Marketing in den USA.

Seit Mai 2014 fungiert er als Geschäftsführer von Audatex Schweiz. Neue Technologien und innovative, clevere Lösungen, die dem Kunden helfen, Prozesse zu optimieren und die damit verbundenen Kosten zu minimieren, liegen ihm sehr am Herzen.

Vorteile für alle Beteiligten

„Wir bieten unseren verschiedenen Kundengruppen spezifische Lösungen, die einen reibungslosen Ablauf ihrer einzelnen Vorgänge ermöglichen“, so Patrick Schmidlin. „Durch die Verbindung aller an einem Schadensfall beteiligten Parteien über die gleiche Plattform können Daten problemlos elektronisch verschickt und ausgetauscht werden. Der Reparateur wird über die Plattform AudaNet mit der Begutachtung eines Schadens beauftragt – nach der Erstellung der Kalkulation wird diese automatisch und anhand von vordefinierten, versicherungsspezifischen Kriterien geprüft, woraufhin die Freigabe zur Reparatur ohne weiteres Zutun des Innendienstes der jeweiligen Versicherung erfolgen kann. Das alles ermöglicht eine enorme Beschleunigung des gesamten Prozesses und reduziert die Kosten einer Schadensregulierung signifikant.“

Außerdem bietet die Plattform eine größere Transparenz. Mit Hilfe der Business Intelligence Services wie z.B. AudaInsight und AudaCheck ist Audatex Schweiz in der Lage, seinen Kunden detaillierte Informationen über die einzelnen Schadensfälle sowie über die damit verbunden Prozessabläufe zu geben.

„Mit unseren Lösungen im Bereich Datenanalyse – AudaInsight - und regelgesteuerte Prozesse – AudaCheck – können wir unsere Kunden gezielt mit business-kritischen Daten bedienen und unterstützen sie bei der Identifikation und Umsetzung von Optimierungsmöglichkeiten“, fügt Patrick Schmidlin hinzu.

Dank langjähriger Kontakte zu den wichtigsten Automobilherstellern und Entwicklungszentren für Automobiltechnik, Reparaturforschung und Unfallverhütung in Europa, Nord/Südamerika und Asien, ist die Solera, und damit die Audatex Gesellschaften überall auf der Welt, der Konkurrenz stets eine Nasenlänge voraus.

Gegründet wurde Audatex (zusammengezogen aus Auto Daten Expertisen) im Jahr 1966 in Deutschland von einem Fachexperten in der Schadensbegutachtung mit der Absicht, Schadensdefinitionen und -Kalkulationen zu standardisieren und diese Lösungen der Versicherungsindustrie bereitzustellen.

Nach einer Übernahme durch das amerikanische Unternehmen ADP (Auto Data Processing) im Jahr 1998 wurde Audatex dann 2006 durch die Solera Holdings Inc., einen globalen Anbieter von Lösungen für die Schadensregulierung an Fahrzeugen und Immobilien, aufgekauft. Solera ist heute mit Audatex in über 45 Ländern aktiv; an der Zweigstelle für den Schweizer Markt, Audatex Schweiz, sind zurzeit 22 Mitarbeiter beschäftigt.

Stets nah am Kunden, und zukünftig auch am Endkunden

Mit seinen innovativen Lösungen richtet sich Audatex Schweiz an drei Hauptzielgruppen: Versicherungen, Reparateure und unabhängige Sachverständige. „Wir sind stolz, drei der fünf größten Versicherungen in der Schweiz, sowie die Importeure von Top-Brands wie Audi, Volkswagen, Porsche, BMW und Mercedes-Benz zu unseren Kunden zählen zu dürfen “, so Patrick Schmidlin.

Im Bereich Marketing wartet Audatex Schweiz 2015 mit einem neuen Konzept auf. „Wir werden vermehrt direktes Marketing betreiben, d.h. via einer gezielten und regelmäßigen Kommunikation unsere Kunden über den Technologie-Upgrade und die Lancierung neuer Lösungen informieren“, berichtet Marketingleiterin Virginia Matos.

Außerdem plant das Unternehmen, interaktive Medien wie Facebook und spielerische Lernvideos vermehrt für die Informationsübermittlung einzusetzen. „Auch bieten wir eine sehr persönliche Betreuung“, so der Geschäftsführer. „Wir führen zum Beispiel regelmäßig Schulungen mit unterschiedlichem Komplexitätsgrad sowie für unsere Großkunden maßgeschneiderte Trainingseinheiten durch“, fügt die Marketingleiterin hinzu. „Für uns ist es wichtig, falls Fragen aufkommen, dem Kunden sehr nahe zu sein, um genau verstehen zu können, wo der Schuh drückt und wie wir aktiv bei der Problemlösung unterstützen können.“

Für die Zukunft plant das Unternehmen in der Schweiz die Marktführerschaft mittels neuester Technologie sowie innovativen, clevereren Lösungen zu erlangen. Immer mit dem Fokus auf die Erschaffung eines echten, messbaren Mehrwerts für die Kunden und deren Endkunden.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Digitalisierung

Aus Erfahrung digital – PentaSoft begleitet den Wandel

Interview mit Hartwig Stöckl, Manager Unternehmensentwicklung und Hubert Bichler, Vorstand der PentaSoft Unternehmensberatung AG

Aus Erfahrung digital – PentaSoft begleitet den Wandel

Der digitale Wandel ist für viele Firmen eine Herausforderung. Die PentaSoft Unternehmensberatung AG mit Sitz in Unterföhring begleitet Unternehmen seit fast drei Jahrzehnten auf diesem Weg. Mit einem starken Team…

Digitale Dynamik für den Praxiserfolg

Interview mit Ralf Buchner, Geschäftsführer der Buchner & Partner GmbH

Digitale Dynamik für den Praxiserfolg

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist ein vielschichtiges Thema – insbesondere dort, wo moderne IT-Systeme auf stark regulierte Abläufe, sensible Patientendaten und ein breites Spektrum an Berufsgruppen treffen. Die Buchner &…

Intelligente Sensoren: Der Schlüssel zur Effizienz in der Industrie

Interview mit Dirk Möller, Vice President der Produktgruppe Sensoren der Hottinger Brüel & Kjær A/S

Intelligente Sensoren: Der Schlüssel zur Effizienz in der Industrie

Hottinger Brüel & Kjær A/S ist nicht nur ein führendes Unternehmen im Bereich der Messtechnik, sondern auch ein innovativer Partner, der seinen Kunden hilft, die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern.…

Spannendes aus der Region Wallisellen

Weltweit im Einsatz: Sensorik für Extreme

Interview mit Dr. Holger von Both, CEO und Yves Böhme, CFO der Sensor Technik Sirnach AG

Weltweit im Einsatz: Sensorik für Extreme

Extreme Bedingungen sind ihr Alltag: Bei STS dreht sich alles um Sensoren, die zuverlässig in Raketenantrieben, in der Tiefsee oder in hunderte Meter tiefen Brunnen arbeiten – überall dort, wo…

IT-Services 360 Grad

Interview mit Daniel Tschudi, CEO der Ricoh Schweiz AG

IT-Services 360 Grad

Schon vor über zehn Jahren wurden die Printmedien totgesagt. In manchen Bereichen sind sie tatsächlich kontinuierlich rückläufig, in anderen wiederum bleiben sie die erste Wahl. Die Ricoh Schweiz AG mit…

„Kreislaufwirtschaft passt in den Zeitgeist“

Interview mit Martin Eberhard, CEO der Eberhard Unternehmungen

„Kreislaufwirtschaft passt in den Zeitgeist“

In Sachen Nachhaltigkeit gibt es in der Baubranche noch viel Luft nach oben. Die Eberhard Bau AG mit Sitz in Kloten, Schweiz, trägt viel dazu bei, das zu ändern. Seit…

Das könnte Sie auch interessieren

„Die Wasserversorgung ist gesichert – aber es muss investiert werden!“

Interview mit Dr. Kristina Baillot, Geschäftsführerin der IWW Institut für Wasserforschung gGmbH

„Die Wasserversorgung ist gesichert – aber es muss investiert werden!“

Das IWW Institut für Wasserforschung sitzt an der neuralgischen Stelle zwischen Forschung und Praxis und unterstützt Wasserversorger interdisziplinär bei der Steigerung ihrer Resilienz, der Analyse ihrer Wasserqualität und der Implementierung…

„Digitalisierung ermöglicht noch mehr Kundennähe!“

Interview mit Bennet Friedrich, Leiter Geschäftsentwicklung der Hecon Abrechnungssysteme GmbH

„Digitalisierung ermöglicht noch mehr Kundennähe!“

Wenn bald wieder die Heizkostenabrechnungen ins Haus flattern, hat Hecon Hochkonjunktur: Denn für zehntausende Wohnimmobilien im Südwesten Deutschlands erstellt das gewachsene Familienunternehmen die Jahresendabrechnungen sowie die inzwischen vielfach vorgeschriebenen unterjährigen…

Mehr Sicherheit für die Landwirtschaft

Interview mit Harald Frilling Geschäftsführer über die ISW Versicherungsmakler GmbH

Mehr Sicherheit für die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft gehört zu den wirtschaftlich und politisch am stärksten regulierten Branchen in Deutschland. Steigende Anforderungen, volatile Märkte und zunehmende Risiken stellen Betriebe wie Dienstleister gleichermaßen vor Herausforderungen. Umso wichtiger…

TOP