Innovative Radlader: Zukunftsorientierte Lösungen für alle Branchen

Interview mit Marc Bockelmann, Geschäftsführer der Atlas Weyhausen GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Bockelmann, was macht Atlas Weyhausen einzigartig?

Marc Bockelmann: Atlas Weyhausen ist ein unabhängiges Familienunternehmen, das seit über 55 Jahren Radlader „Made in Germany“ produziert. Unsere Wurzeln reichen bis ins Jahr 1919 zurück, als die Firma von Hinrich Weyhausen gegründet wurde. Wir sind stolz auf unsere Tradition, kombinieren diese jedoch mit innovativen Ansätzen, die auf die Anforderungen des Marktes abgestimmt werden. Unsere Weycor Radlader stehen für hohe Qualität, Langlebigkeit und Effizienz, was sie in verschiedenen Branchen wie Bauwesen, Industrie und Landwirtschaft unverzichtbar macht.

Wirtschaftsforum: Welche neuen Produkte und Innovationen stehen bei Atlas Weyhausen an?

Marc Bockelmann: Wir haben kürzlich unsere neue kompakte Radlader-Serie vorgestellt, die auch elektrifizierte Modelle umfasst. Die kompakten Weycor Radlader aus der 3er-Serie sind für den Einsatz in städtischen und landwirtschaftlichen Umgebungen konzipiert und bieten eine hohe Effizienz sowie eine umweltfreundliche Lösung. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Maschinen langlebig und robust sind, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Und weil sie auch ansprechend aussehen sollen, haben wir unseren Weycor Radlader AR680 Black Edition vorgestellt, der mit 218 PS, verstärkten Achsen und einer Zulassung bis 50 km/h ausgestattet ist.

Wirtschaftsforum: Wie heben sich Ihre Produkte vom Wettbewerb ab?

Marc Bockelmann: In der Bauwirtschaft und ebenso in der Landwirtschaft zählen vor allem Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Unsere Maschinen sind robust gebaut und für den harten Dauereinsatz konzipiert. Sie überzeugen durch hohe Wertbeständigkeit und starke Effizienz – ein klarer Vorteil für Eigentümer wie auch für Fahrer im täglichen Einsatz.

Wirtschaftsforum: Wie war die Resonanz auf die neuen Produkte, insbesondere auf der bauma?

Marc Bockelmann: Die Resonanz auf der bauma war sehr positiv. Wir konnten unseren Neuaufbruch im Unternehmen erfolgreich kommunizieren und haben sowohl für unsere Produkte als auch für die strategische Neuausrichtung viel positives Feedback erhalten. Die Messe hat uns die Möglichkeit gegeben, unsere Innovationen einem breiten Publikum vorzustellen und neue Kontakte zu knüpfen.

Wirtschaftsforum: Welche Herausforderungen hat das Unternehmen in den letzten Jahren gemeistert?

Marc Bockelmann: Wie viele Unternehmen haben wir mit globalen Krisen zu kämpfen gehabt, darunter die Auswirkungen von COVID-19, Lieferkettenprobleme und geopolitische Spannungen. Diese Herausforderungen haben uns dazu gezwungen, flexibel zu reagieren und unsere Strategien anzupassen. Wir haben jedoch auch die Chance genutzt, unsere Marktanteile auszubauen und unsere Produkte weiterzuentwickeln.

Wirtschaftsforum: Welche strategischen Ziele verfolgen Sie für die Zukunft von Atlas Weyhausen?

Marc Bockelmann: Unser Ziel ist es, die Marke Weycor als führenden Spezialisten für Radlader zu etablieren. Dazu gehört die Internationalisierung unserer Märkte und die Erschließung neuer Geschäftsfelder, insbesondere in den angrenzenden europäischen Ländern. Wir möchten unsere Produkte kontinuierlich weiterentwickeln, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden und gleichzeitig die Nachhaltigkeitsaspekte zu berücksichtigen.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt die Digitalisierung?

Marc Bockelmann: Wir arbeiten daran, unsere Produkte in die nächste Generation zu führen und neue Technologien wie Elektrifizierung und automatisierte Systeme zu integrieren. Es ist entscheidend, dass wir nicht nur auf traditionelle Werte setzen, sondern auch innovative Ansätze verfolgen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Wirtschaftsforum: Wie geht Atlas Weyhausen mit dem Thema Nachhaltigkeit um?

Marc Bockelmann: Wir setzen auf langlebige Produkte, die einen geringen Verbrauch haben und somit umweltfreundlicher sind. Zudem entwickeln wir unsere Maschinen so, dass sie auch mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden können. Unser Ziel ist es, die ökologischen und ökonomischen Aspekte in Einklang zu bringen und somit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Wirtschaftsforum: Welche Vision haben Sie für die Zukunft von ­Atlas Weyhausen?

Marc Bockelmann: Unsere Vision ist es, Atlas Weyhausen als innovativen und zuverlässigen Partner in der Radlader-Branche zu positionieren. Wir möchten unsere Marktanteile in bestehenden Märkten ausbauen und neue Märkte erschließen. Dabei setzen wir auf kontinuierliche Produktentwicklung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie die Stärkung der Marke Weycor. Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur auf kurzfristige Gewinne setzen, sondern auch langfristig erfolgreich sind und dabei unsere Werte von Qualität und Zuverlässigkeit stets im Fokus behalten.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Café-Kultur trifft Backstube

Interview mit Gürol Gür, Geschäftsführer der Schanzenbäckerei GmbH

Café-Kultur trifft Backstube

Das Bäckerhandwerk steht unter hohem Veränderungsdruck: Hohe Energie- und Rohstoffkosten, steigende Löhne, Ansprüche an Sortiment und Service sowie der Fachkräftemangel zwingen Betriebe dazu, ihre Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bleibt der…

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Interview mit Ciril Faia, CEO Curium International

Hightech-Medizin, die Hoffnung macht

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich knapp 80.000 Männer neu daran. Bei einer Früherkennung sind die Heilungschancen sehr gut. In Deutschland hat Curium…

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Interview mit Alexander von Tiele-Winckler, Mitglied der Geschäftsführenden Gesellschafter im BLU agency network association e.V.

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Der Weg vom klassischen Promotionsgeschäft zum vernetzten Agenturmodell erzählt viel über die Dynamik moderner Märkte. Alexander von Tiele-Winckler spricht über Wachstum, Wandel und die Kraft persönlicher Begegnung. Ein Gespräch über…

Spannendes aus der Region Landkreis Oldenburg

Projektlogistik in Konfliktländern

Interview mit Houssam Ammar, Geschäftsführer der ROLAND Logistik GmbH

Projektlogistik in Konfliktländern

Projektlogistik in Konfliktländern ist ein komplexes und risikoreiches Unterfangen, das weit über herkömmliche Logistikdienstleistungen hinausgeht. Diese Regionen sind geprägt von politischen Instabilitäten, Sicherheitsrisiken und oft schwierigen Infrastrukturen, die das Transport-…

Elektrotechnik in guten Händen

Interview mit Willy Hentschel, Niederlassungsleiter Cloppenburg, Abteilungsleiter Engineering der Dipl.-Ing. H. Sitte GmbH & Co. KG

Elektrotechnik in guten Händen

Rund 1.000 Mitarbeiter und 30 Standorte im Norden Deutschlands – die Dipl.-Ing. H. Sitte GmbH & Co. KG ist ein Elektrofachunternehmen, das Präsenz zeigt und sich längst als Marke etablieren…

Lentz & Müller: Digital und persönlich

Interview mit Moritz Thole und Thomas Lentz, Geschäftsführer der Lentz & Müller Dentaltechnik

Lentz & Müller: Digital und persönlich

Von der kleinen Zahnschmiede zum digitalisierten Vor­zeigelabor – Lentz & Müller hat seit der Gründung im Jahr 1984 eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern setzte früh…

Das könnte Sie auch interessieren

Mobilität mit Anspruch: Markenstärke trifft Zukunft

Interview mit Frank Döhring, Vorsitzender Geschäftsführer der Jürgens GmbH

Mobilität mit Anspruch: Markenstärke trifft Zukunft

Seit über 100 Jahren ist die Jürgens Gruppe fester Bestandteil der Automobilwelt in Südwestfalen – mit Mercedes-Benz als Partner der ersten Stunde. Heute präsentiert sich das Familienunternehmen als regional verankerter…

Fahrzeugaußenflächen in Energiequellen umwandeln

Interview mit Dr. Bonna Newman, Chief Executive Officer der Lightyear Technologies B.V.

Fahrzeugaußenflächen in Energiequellen umwandeln

Die Bedeutung nachhaltiger Mobilität ist in der heutigen Zeit nicht zu unterschätzen. Der Erfolg dieser Transformation ist entscheidend, nicht nur als Maßnahme gegen den Klimawandel, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit…

„Jammern ist leichter als Handeln“

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Dieter Gerling, Gründer der FEAAM GmbH

„Jammern ist leichter als Handeln“

Mit diesem Leitsatz gründete Professor Dieter Gerling 2006 die FEAAM GmbH – eine Ausgründung der Universität der Bundeswehr München. Fast zwei Jahrzehnte später entwickelt sein zehnköpfiges Team elektrische Antriebe für…

TOP