All-Inclusive: Abwechslung und Ruhe in schöner Landschaft

Interview

Bislang verzeichnet Arosa Tourismus 70% seiner Gäste im Winter und 30% im Sommer. Doch Direktor Pascal Jenny überlegt neue Strategien, um Besucher auch außerhalb der Skisaison nach Arosa zu holen.

Ganzjährig ist zum Beispiel die Ruhe, denn die Lage ein wenig abseits von den touristischen ‘Ballungszentren’ garantiert ungestörte Entspannung. Wer nicht nur aufs Skifahren fixiert ist, findet das ganze Jahr über vielseitige und ansprechende Angebote.

40 hochwertige Hotels

Als Sport-, Kultur- und Erholungszentrum verfügt Arosa zum Beispiel über 40 hochwertige Hotels. Da der Tourismus immer mit Bedacht entwickelt wurde, konnten auch die alte Baustruktur und -kultur bis heute erhalten bleiben.

Das Angebot variiert von der Tschuggen Bergoase über ein Sternerestaurant bis hin zum Seilpark im Sommer. Ein besonderes Schmankerl im Winter ist die ‘Skischule inklusive’. Sie beschert Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren bei einem Aufenthalt ab zwei Nächten in teilnehmenden Hotels oder Ferienwohnungen kostenlosen Gruppen-Skischulunterricht.

Pascal Jenny, Direktor von Arosa Tourismus
„Wir sind eine Eventdestination – ein Drittel unserer Übernachtungen basieren auf Veranstaltungen.“ Pascal JennyDirektor

Ab einer Übernachtung in der Arosa-Sommersaison erhalten die Gäste die Arosa Card. Das damit verbundene All-Inclusive-Paket erlaubt die kostenfreie Nutzung unter anderem von Luftseilbahn, Gondelbahn, Bahnstrecken, Seilpark, Eissporthalle, Strandbad und Booten auf dem Obersee.

Instrument in drei Monaten

„Wir sind eine Eventdestination – ein Drittel unserer Übernachtungen basieren auf Veranstaltungen“, erläutert Pascal Jenny.

Die Initialzündung dieser Entwicklung war die Gründung des Arosa Humorfestivals vor rund 25 Jahren. Hier wird rund 1.000 Besuchern in einem Zelt inmitten des Skigebietes elf Tage lang Comedy vom Feinsten geboten.

Weitere Events sind unter anderem das Bergrennen Arosa ClassicCar, die jährliche Schneefußball-Weltmeisterschaft sowie die Arosa Musikkurs-Wochen, bei denen im Sommer in drei Monaten jedes Instrument erlernt werden kann.

Neues Kongresszentrum

Arosa Tourismus macht einen Umsatz von sechs Millionen CHF jährlich und beschäftigt 25 Mitarbeiter. Zwischen 850.000 und 900.000 Übernachtungen verzeichnet der Ort im Jahr. Einen weiteren Schub bringt das 2012 gebaute Kongresszentrum, das auch viele Firmen anlockt, sowie seit 2014 die neue Skigebietsverbindung Arosa Lenzerheide.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Tourismus & Freizeit

„Wenn die Schranke hinter einem zufällt, beginnt die Ruhe“

Interview mit Niels Stein, Geschäftsführer der Naherholungspark Arnumer See GmbH & Co. KG

„Wenn die Schranke hinter einem zufällt, beginnt die Ruhe“

Ein See, entstanden aus einer ehemaligen Kiesgrube. Ein Campingplatz, der über Jahrzehnte gewachsen ist. Und ein Ort, der heute für viele Menschen mehr ist als ein Ferienziel – eher ein…

Jung, dynamisch, enthusiastisch

Interview mit Isabel Krail, Teamleiterin Nordic DE der Nordic BV

Jung, dynamisch, enthusiastisch

Viele Menschen suchen Urlaubserlebnisse, die im Einklang mit individuellen Erfahrungen und einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur stehen. Mit einem Angebot, das genau diesen Anspruch umsetzt, hat sich die belgische…

Resortkonzept mit System

Interview mit Susanne Adrian, General Manager der Marissa GmbH

Resortkonzept mit System

Urlaub im eigenen Land ist gefragter denn je – mit der steigenden Nachfrage wachsen auch die Erwartungen. Gäste wünschen sich mehr als nur eine Ferienunterkunft: Qualität, Flexibilität und ein echtes…

Spannendes aus der Region Arosa

Pionier des alpinen Tourismus

Interview mit Reto Gurtner, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der Weisse Arena Gruppe

Pionier des alpinen Tourismus

Ski fahren ist nicht nur ein Sport, sondern eine Leidenschaft, die Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Von majestätischen Berggipfeln bis zu verschneiten Tälern bietet diese Aktivität eine unvergleichliche Möglichkeit,…

Energieversorgung im Einklang mit der Natur

Interview mit Stefan Illien, Geschäftsführer der IBC Energie Wasser Chur

Energieversorgung im Einklang mit der Natur

„Unsere Vision ist es, unsere Kunden in Chur bis 2040 komplett CO2-neutral mit Wärmeenergie zu versorgen“, nennt Stefan Illien ein wichtiges Ziel seines Unternehmens. Im Gespräch berichtet der Geschäftsführer der…

Wasserstoff ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit

Interview mit Dr. Hans Michael Kellner, Geschäftsführer der Messer Schweiz AG

Wasserstoff ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit

Die Energiewende stellt Industrie und Mobilität vor tiefgreifende Herausforderungen. Steigende Anforderungen an CO2‑Reduktion, Versorgungssicherheit und Effizienz rücken innovative Gastechnologien in den Fokus. Die Messer Schweiz AG, seit über 100 Jahren…

Das könnte Sie auch interessieren

KI am Steuer für die Mobilitätswende

Interview mit Christian Daniel, Geschäftsführer der MOTEON GmbH

KI am Steuer für die Mobilitätswende

Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Elektrifizierung, Software-Defined Vehicles und steigende Effizienzanforderungen verändern die Architektur moderner Fahrzeuge rasant. Unternehmen wie die MOTEON GmbH, die intelligente, flexible…

Die gesamte Wertschöpfung in der Windkraft

Interview mit Mika Lange, General Manager der neowa GmbH

Die gesamte Wertschöpfung in der Windkraft

Die Neuerrichtung einer Windkraftanlage ist nur ein anfänglicher Teil der Wertschöpfungskette. Denn irgendwann werden ihr Rückbau und die Verwertung ihrer Komponenten beziehungsweise möglicherweise auch eine Zweitverwendung an einem anderen Standort…

Mehr Komfort und Sicherheit in der Bahn

Interview mit Roberto Taccucci, Sales Director der TSL-ESCHA GmbH

Mehr Komfort und Sicherheit in der Bahn

Die TSL-ESCHA GmbH hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Tastern, Warnmeldern und Signalleuchten in der Bahntechnik spezialisiert und kann als Teil des französischen MAFELEC TEAM inzwischen noch auf…

TOP