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Alles, was ein Büro braucht

Interview mit Sven Hock, CEO und Co-Founder von Service Partner ONE

Wirtschaftsforum: Herr Hock, auf der Website von Service Partner ONE steht The Office Management Company. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Sven Hock: Service Partner ONE ist die digitale Steuerzentrale fürs Büro. Mit unserem Online-Tool managen unsere Kunden alles, was sie für ihr Office brauchen – von der Bestellung von Kaffee, Sanitärbedarf, Büromaterial und vielem mehr bis hin zur Steuerung von Dienstleistern und Service-Kräften, von der Büroreinigung bis zum Catering. Wir sind eine datengetriebene Company und kennen den Markt und unsere Kunden sehr genau. Daher können wir unsere Kunden sehr genau individuell zu ihren Bedürfnissen im Büro beraten.

„Viele Unternehmen haben schnell gemerkt, dass sie Unterstützung gebrauchen können, um ihre Prozesse im Office Management effizienter zu gestalten.“ Sven HockCEO

Wirtschaftsforum: Blicken wir zurück: Wie kam es eigentlich zu der Idee, Dienstleistungen rund ums Büro durch Service Partner ONE praktisch digital aufzuladen?

Sven Hock: In meinem vorigen Job als Berater für digitale Unternehmen war ich viel in jungen Firmen im Silicon Valley unterwegs. Dort ist mir aufgefallen, dass die Unternehmen es ihren Mitarbeitern an nichts mangeln lassen: Die Leute frühstücken morgens im Büro, mittags bietet ein hauseigener Koch für sie Lunch an, Obst, Getränke und Kaffee gibt es rund um die Uhr für alle kostenlos. Bei meiner Rückkehr habe ich erkannt, dass derartige Rundum-Leistungen für Offices in Europa bisher nur in sehr großen Bürokomplexen angeboten wurden und es keinen Service-Anbieter für kleine und mittlere Bürogrößen gab. Daraus wurde die Idee geboren, sämtliche Services rund ums Büro zentral und digital gesteuert anzubieten. Im Frühjahr 2015 haben wir dann Service Partner ONE gegründet, zunächst mit dem Ziel, mehr Transparenz in den Reinigungsmarkt zu bringen. Dann haben wir schnell gemerkt, dass wir die Office Manager noch bei vielen weiteren Aufgaben unterstützen können.

Wirtschaftsforum: Sie arbeiten mit namhaften Unternehmen zusammen. Wie konnten Sie diese als Kunden gewinnen?

Sven Hock: Service Partner ONE hat einfach einen Nerv getroffen. Viele Unternehmen haben schnell gemerkt, dass sie Unterstützung gebrauchen können, um ihre Prozesse im Office Management effizienter zu gestalten. Insbesondere für etwas größere Büros, so in etwa ab 50 Mitarbeiter, ist unsere Lösung extrem hilfreich, das haben insbesondere die namhaften Unternehmen recht rasch für sich verstanden und sind auf uns aufmerksam geworden.

Wirtschaftsforum: Start-ups sind in aller Munde. Verfolgen Sie die aktuelle Szene und ihre Entwicklung noch?

Sven Hock: In gewisser Hinsicht verstehen wir uns selbst noch als Start-up. Die Definition ist natürlich sehr unscharf, in etwa so wie der Begriff “Mittelstand”. Was sich über uns sagen lässt, dass für viele klassische Start-ups gilt: Wir sind ein junges, innovatives Unternehmen, das mit seinem Produkt die Digitalisierung in traditionellen Branchen und alteingesessenen Unternehmen vorantreibt.

„In gewisser Hinsicht verstehen wir uns selbst noch als Start-up.“ Sven HockCEO

Wirtschaftsforum: Wenn Sie Büros beziehungsweise Arbeitsplätze in Deutschland betrachten: Wie digital sind denn unsere Offices im Vergleich zu 2015?

Sven Hock: In den letzten zwei Jahren sind einige weitere Messaging- und Projekt-Management-Dienste wie Slack oder Jira hinzugekommen. Als größerer Trend lässt sich vielleicht zusammenfassen, dass sich mittlerweile cloudbasierte Anwendungen endgültig durchgesetzt haben. Was Marc Andreesen im Jahr 2011 unter der Überschrift “Software is eating the world” zusammenfasste, ist immer noch richtig. Allerdings läuft die Software immer seltener auf der lokalen Festplatte, sondern im Browser oder in einer App. Deshalb haben wir mit Service Partner ONE unser Produkt auch als Software-as-a-Service konzipiert. Im Jahr 2017 möchte endgültig niemand mehr proprietäre Software installieren.

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