Ihre Supply Chain – transparent und kostenoptimiert

Interview mit Srecko Mühling, Chief Commercial Officer und Nebojsa Kolakovic, Chief Operations Officer der 4PL Central Station Deutschland GmbH

„4PL steht für Fourth Party Logistics”, erklärt Chief Operations Officer Nebojsa Kolakovic. „Wir sind mit unserem Geschäftsmodell kein typischer Spediteur. Wir haben keine eigenen Assets, kein eigenes Equipment, sondern agieren aus der Sicht des Verladers. Im Grunde unterstützen wir die Supply-Chain-Abteilung unserer Kunden, mit einem End-to-End-Ansatz, vom Demand Planning und Demand Forecasting bis hin zu Einkauf, Sourcing und Auswahl der Lieferanten.“

Proaktive Beratung

Hatte das Unternehmen früher stark das Thema Transportmanagementsystem (TMS) im Fokus, hat man das Service-Portfolio über die Jahre um Kontraktlogistik ausgeweitet. Nach wie vor allerdings ist das Management der Transporte, das man mit einem selbst entwickelten System inbound und outbound abdeckt, das Herz des Geschäftes.

„Seit Corona ist Supply-Chain-Disruption ein wichtiges Thema bei unseren Kunden geworden, so Chief Commercial Officer und Director Srecko Mühling. „Mit nur einem Hauptlieferanten in China ist man nicht resilient aufgestellt. Wir beraten unsere Kunden hier proaktiv. Da wir unser Portfolio bis in den After-Sales-Bereich modular aufgebaut haben, können unsere Kunden unser Angebot individuell auf ihre aktuellen Themen und Bedürfnisse anpassen.“

Da 4PL Central Station mit allen großen Speditionen weltweit zusammenarbeitet, profitieren die Kunden von sehr guten Einkaufskonditionen, sowohl im Bereich der Frachtleistungen als auch im operativen Handling über die Software.

Transparenz und transaktionsbasierte Abrechnung

„Vor allem aber sind für unsere Kunden die spürbaren Mehrwerte unserer Lösung wichtig“, so Srecko Mühling. „Mit unserer Software schaffen wir Visibility und bilden den gesamten Freight-Ordering-Prozess vollautomatisch ab, so dass nur abgerechnet wird, was auch gefahren wurde. Diese transaktionsbasierte Abrechnung bringt bedeutende Einsparungspotenziale. Die meisten unserer Kunden haben kein eigenes TMS, so dass ab der Rampe, an der die Ware verladen wird, ein Blind Spot entsteht, was Kosten angeht. Die Variabilisierung von Fixkosten ist immer ein interessanter Bereich für ein Unternehmen. Unser System vernetzt sich mit anderen Systemen, so dass unsere Kunden integriert auf alle Daten zugreifen können. So lassen sich auch KPIs auswerten, zum Beispiel das Performance Tracking. Es entsteht eine fundierte Basis für strategische Management-Entscheidungen und Optimierungen. Die Transportflüsse und Warenströme können im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses optimiert werden. Nur wer einen Datenüberblick hat, kann optimieren.“

Ein zentraler Ansprechpartner

Über das hohe Maß der Transparenz und die transaktionsbasierte Abrechnung hinaus schätzen die Kunden 4PL Central Station als Single Point of Contact, insbesondere große Unternehmen, die mit mehreren Carriern arbeiten. „Unsere Kunden haben bei uns einen eigenen Key Account Manager als Ansprechpartner“, so Nebojsa Kolakovic. „Wir übernehmen die Koordinierung für sie – das ist ein echter Mehrwert in der Zusammenarbeit – und nehmen ihnen die Komplexität des Geschäftes ab. Je größer die Komplexität ist, desto größer ist der Mehrwert unserer Lösung. Aber auch für kleinere Unternehmen ist unser Modell hochinteressant.“

Development und Wachstum

Srecko Mühling und Nebojsa Kolakovic blicken zuversichtlich nach vorne und werden den eingeschlagenen Weg des Unternehmens konsequent weiterverfolgen. „Wir möchten überproportional wachsen“, erklärt Srecko Mühling.

„KI und Sustainability werden dabei treibende Themen sein. Diese müssen entlang der gesamten Supply Chain integriert mitabgedeckt werden. Aktuell haben wir zum Beispiel mithilfe von KI ein eigenes Demand Forecasting Tool entwickelt. Unser größtes Asset sind und bleiben aber unsere Mitarbeiter und ihr Know-how. Deshalb werden auch Sourcing und Employer Branding weit oben auf unserer Agenda für die Zukunft stehen. Inzwischen gibt es zahlreiche digitale Speditionen. Diesen aber fehlt entweder das operative Know-how oder sie sind spezialisiert. Unsere Wurzeln sind im operativen Geschäft. Das heißt, wir haben für alle Themen, wie zum Beispiel Luftfracht, echte Experten.“

„Ebenfalls ein Thema ist die Ausweitung unseres End-to-End-Ansatzes, auch über Partnerschaften und Zukäufe“, ergänzt Nebojsa Kolakovic. „Natürlich wird es in der Supply Chain immer Kernthemen geben. Das TMS bleibt das Herzstück, dieses werden wir kontinuierlich weiterentwickeln, sodass wir hier immer ein echtes USP im Vergleich zum Wettbewerb haben.“

Vor dem Hintergrund seiner Wachstumspläne wird 4PL Central Station in Zukunft auch die Kommunikation verstärken. „Wir engagieren uns kommunikativ auf Messen, wie zum Beispiel der LogiMAT, bei den Branchenverbänden und werden auch unser Online-Marketing stärken“, so Srecko Mühling. „Wir sind optimistisch, dass wir mit einem klaren Fokus auf Development und Wachstum sowie mit der Excellence unserer Mitarbeiter und unserer IT unsere Wachstumsziele erreichen. Da unser Modell nicht an bestimmte Branchen gebunden ist, sehen wir in unterschiedlichsten Bereichen vielversprechende Wachstumsperspektiven.“

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