Erste Adresse für PCs und Zubehör

Interview mit Shaker Abder-Rahman, Geschäftsführer der Bora Computer Gruppe

Als Filialunternehmen verfügt die Bora Computer Gruppe über ein umfassendes Sortiment, das auch online vertrieben wird. Dabei reicht das Spektrum von Komplett-PCs und PC-Komponenten wie CPUs, Mainboards und Grafikkarten über Notebooks und Tablets, Monitore und Beamer bis hin zu Multimedia, Netzwerk und Peripherie.

Speichermedien und Software finden sich ebenso im Portfolio wie Handytaschen und Zubehör, Smartphones sowie ferngesteuerte Fahrzeuge und Boote.

Eigene Marketingabteilung

Rund 70% des Umsatzes machen Verkäufe an Endkunden aus. „Hier reicht unser Spektrum vom Jugendlichen bis zum Rentner“, erklärt Shaker Abder-Rahman, Geschäftsführer der Bora Computer Gruppe. „Bei uns ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.“

Besonders PC-Komponenten bietet das Unternehmen sehr preisgünstig an. Im Business-to-Business-Geschäft hat es Bora Computer vornehmlich mit Versicherungen, Banken, Universitäten, Krankenhäusern und städtischen Einrichtungen zu tun.

„Wir haben eine eigene Marketingabteilung und produzieren einmal im Quartal einen Hausflyer, der in den Filialen ausliegt“, erläutert Shaker Abder-Rahman. Newsletter, Produktbanner, Werbung über TV-Geräte in den eigenen Läden sowie Präsenz in den sozialen Medien sind weitere Aktivitäten.

Hinzu kommen Kundenkarten, mit denen Punkte gesammelt werden können, Radiowerbung und Kinospots sowie auf Kinokarten aufgedruckte Logos. Sehr aktiv ist das Unternehmen auch auf der Kölner Gamescom sowie als Hauptsponsor der Guns’n Bits LAN-Events, bei denen die Besucher ihre privaten Rechner mitbringen.

Viele Filialen

Namensgeber Bora Bölck gründete seine Firma 1989 und hatte dabei die Vision eines Distributionsunternehmens mit Outlet, in dem Computer und elektronische Komponenten zu kaufen sind. Dabei sollten innovative Produkte einen Schwerpunkt bilden.

Schon bald nach der Gründung in Düren wurden neue Filialen in Nordrhein-Westfalen eröffnet. 2012 erwarb Bora  omputer weitere 13 Filialen der insolventen Firma K & M Computer. Ein Jahr zuvor war schon eine Filiale von Schwanthaler Computer in München übernommen worden. Zuletzt kam Atelco Computer dazu.

Heute verfügt Bora Computer über insgesamt 31 Niederlassungen in Deutschland. In den größten Städten ist das Unternehmen gleich mehrfach vertreten, zum Beispiel zweimal in Berlin und sogar dreimal in Hamburg – hier mit einem 750 m² großen Laden. Die Aufmachung der Läden ist modern mit einem futuristischen Design.

Flache Hierarchien

250 Mitarbeiter beschäftigt Bora Computer zurzeit und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 60 Millionen EUR. Die flachen Hierarchien innerhalb des Unternehmens sieht der Geschäftsführer als einen wesentlichen Erfolgsfaktor an. So werden sämtliche Entscheidungen zentral am Hauptsitz Düren getroffen und gelten dann für die gesamte Gruppe.

Für die kommenden drei bis fünf Jahre sieht der Geschäftsführer keinen weiteren Handlungsbedarf in Richtung Expansion. Kleine Optimierungen – sowohl intern wie auch für die End- und Online-Kunden – hält er hingegen schon für sinnvoll: „Same-day delivery ist ein aktuelles Thema für uns. Wir müssen jeden Kunden davon überzeugen, dass wir die erste Wahl sind. Und eine Filiale von uns ist immer um die Ecke.“

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