Erinnerungen schaffen, Kunden binden

Interview

Ob Städtereisen, etwa nach Rom, New York oder Istanbul, oder Sonne genießen in Kalabrien, Rhodos oder Marokko, ob mitten in Europa, nach Polen oder Schottland, oder in die Ferne, nach Südafrika, Kuba oder Indien – schon ein Blick in den Katalog von actionade Reisen lädt zum Träumen und Genießen ein.

„Wir bieten Gruppenreisen mit einer Mindestteilnehmerzahl von nur 15 Personen“, berichtet Dipl.-Betriebswirtin Sabine Amarell. Mit 31 Jahren Erfahrung in verschiedensten Bereichen der Tourismusbranche ist sie als Bereichsleitung für das operative Geschäft verantwortlich. „Unsere Kunden sind vornehmlich Kunden der Volksbanken, das liegt in unserer Unternehmensgeschichte begründet. Wir sind aber selbstverständlich auch für andere Unternehmen offen, und auch DRK, VHS, diverse kirchliche Einrichtungen und Agrardienste nutzen unser Angebot.“

In den Reiseangeboten inbegriffen sind Hin- und Rückreise zu und von den Destinationen sowie der Transfer vor Ort, ein interessantes und abwechslungsreiches Programm, Frühstück oder Halbpension sowie selbstverständlich die Unterbringung.

Frische Ideen und neue Konzepte

Die Bereichsleiterin ist es auch, die aktuell frischen Wind in das Unternehmen bringt und mit ihren umfangreichen Erfahrungen neue Konzepte und Ideen entwickelt. Unter dem Motto ‘actionade setzt neue Akzente’ werden in diesem Jahr die neuen Angebote vorgestellt werden.

„Insbesonde die bisher eher vernachlässigte Gruppe der 45- bis 65-Jährigen soll hier nun verstärkt angesprochen werden“, erläutert Sabine Amarell. „Das neue Ziel Polen und Masuren mit entsprechendem Lifestyle und Gourmetprogramm zum Beispiel ist konkret auf diese Gruppe zugeschnitten. Aber auch für Jüngere bietet das vielfältige neue Konzept Interessantes wie zum Beispiel Salsa-Tanzkurse in Spanien, Fotokurse oder Whiskey-Seminare.“

Erfolgreich unterwegs

Gegründet wurde das Unternehmen actionade 1972 von Oskar Armbruster, dem damaligen Vorstand der Volksbank Baden-Baden als Serviceunternehmen für Volksbanken. Die Idee wurde schnell zu einem vollen Erfolg. Im Jahr 1990 beteiligten sich die Rominger-Reisebüros als ältestes Touristikunternehmen Deutschlands an actionade. Diese Anteile gingen 1998 an DER Deutsches Reisebüro, welches wiederum 2001 von REWE übernommen wurde.

„Unsere Reisen produzieren wir weiterhin komplett eigenständig“, betont die Bereichsleiterin. „Allerdings ermöglicht uns die REWE-Gruppe beim Flugeinkauf günstigere Konditionen.“ Auch heute noch ist der Hauptstandort des deutschlandweit tätigen Unternehmens die Zentrale in Baden-Baden.

Die Geschäftsführung teilen sich Hubert Edelmann, Vorstandsmitglied der Volksbank Baden-Baden • Rastatt eG, und Joachim Knittweis, Regionalleiter DER Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG (REWE group). Mit einem Team aus acht Mitarbeitern erwirtschaftet actionade Reisen jährlich einen knapp zweistelligen Millionenbetrag.

„Verlässlichkeit, Kontinuität, Ehrlichkeit, soziale Verantwortung, Offenheit und Sicherheit – das sind die Punkte, die die Kunden mit uns verbinden.“
Sabine Amarell Bereichsleitung

Genossenschaftliche Werte

Zum langjährigen Erfolg des Unternehmens, das 2012 sein 40-jähriges Jubiläum feiern konnte, hat nach Einschätzung von Sabine Amarell vor allem der genossenschaftliche Gedanke beigetragen.

„Dieser wird nicht nur bei den Volksbanken sondern auch bei uns gelebt“, erklärt sie. „Es gibt einen schönen Bericht im Geno Graph aus dem Dezember 2014 über die wichtigsten Werte einer Genossenschaft, wo es sinngemäß heißt: Den Kern und die Einzigartigkeit der genossenschaftlichen Identität bilden in der Literatur die Werte Demokratie, Selbsthilfe, Solidarität, Selbstverantwortung, Freiwilligkeit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Hinzu kommen aber heutzutage Verlässlichkeit, Kontinuität, Ehrlichkeit, soziale Verantwortung, Offenheit und Sicherheit. Die letzen sechs Punkte sind genau das, was auch die Kunden mit uns verbinden.“

Verlässlichkeit etwa bedeutet bei actionade Reisen, rund um die Uhr für die Kunden erreichbar zu sein, damit diese sich – im Fall der Fälle – nicht selbst mit kleinen Widrigkeiten beschäftigen müssen. Das Unternehmen legt Wert darauf, von seinen Kunden mit der Sicherheit einer Bank gleichgesetzt zu werden und enttäuscht diese Erwartungen nicht.

„Wir haben ein sehr offenes Verhältnis zu unseren Kunden“, sagt Sabine Amarell. „Unsere Kunden sollen ein gutes Erlebnis haben und mit diesem guten Erlebnis auch wieder zu ihrer Bank gehen.“ Im Einzelfall bedeutet dies auch, Kunden von einem Reiseziel abzuraten, wenn es nicht zum Kunden passt. Diese Strategie zeigt sich für actionade Reisen bisher stets als erfolgreich. „Mit den neu gesetzten Akzenten wollen wir unserer Weiterentwicklung frische Impulse geben“, so Sabine Amarell. „Die neuen Lifestyle-Programme treffen bei unseren Kunden den Nerv der Zeit. Wir werden daher diese Produktschiene mit Erlebnischarakter weiter ausbauen.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Tourismus & Freizeit

Jung, dynamisch, enthusiastisch

Interview mit Isabel Krail, Teamleiterin Nordic DE der Nordic BV

Jung, dynamisch, enthusiastisch

Viele Menschen suchen Urlaubserlebnisse, die im Einklang mit individuellen Erfahrungen und einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur stehen. Mit einem Angebot, das genau diesen Anspruch umsetzt, hat sich die belgische…

Mehr als eine Auszeit

Interview mit Bernd Niemeyer, Geschäftsführer der Müller-Touristik GmbH & Co. KG

Mehr als eine Auszeit

Reisen ist mehr als Ortswechsel – es ist ein Gefühl von Freiheit, ein Ausbruch aus dem Alltag und eine bewusste Entscheidung für das Leben. Besonders Party- und Gruppenreisen bündeln diese…

„Wenn die Schranke hinter einem zufällt, beginnt die Ruhe“

Interview mit Niels Stein, Geschäftsführer der Naherholungspark Arnumer See GmbH & Co. KG

„Wenn die Schranke hinter einem zufällt, beginnt die Ruhe“

Ein See, entstanden aus einer ehemaligen Kiesgrube. Ein Campingplatz, der über Jahrzehnte gewachsen ist. Und ein Ort, der heute für viele Menschen mehr ist als ein Ferienziel – eher ein…

Spannendes aus der Region Baden-Baden

Wenn Qualität Leben rettet

Interview mit Hans-Werner Holdermann, Geschäftsführer der Deutsche Blistergesellschaft mbH

Wenn Qualität Leben rettet

Die Verblisterung von Arzneimitteln könnte die Patientensicherheit revolutionieren. Doch während technisch bereits Weltspitze erreicht ist, hinkt der rechtliche Rahmen dramatisch hinterher. Die Deutsche Blistergesellschaft arbeitet mit Fehlerquoten im Nanobereich, während…

Souverän in die Cloud: IT, die den ­Mittelstand entlastet

Interview mit Jan Stober, Mitglied der Geschäftsleitung der NetPlans GmbH

Souverän in die Cloud: IT, die den ­Mittelstand entlastet

Lieferengpässe bei Hardware, wachsende regulatorische Anforderungen und ein rasant steigender Bedarf an IT-Security: Der Mittelstand steht beim Thema Digitalisierung gleich vor mehreren Baustellen. Die NetPlans GmbH aus Karlsruhe begegnet diesen…

Persönlich, pragmatisch und direkt: Die Partner für die Mittelspannung

Interview mit Anna-Lena Hochuli, Betriebsleitung und Samira Dupuis, Assistenz der Geschäftsführung der Energie Technik Becker GmbH

Persönlich, pragmatisch und direkt: Die Partner für die Mittelspannung

Energie Technik Becker baut und wartet bundesweit Trafostationen und bietet als gewachsener Handwerksbetrieb noch viele weitere Leistungen im Nieder- und Mittelspannungsbereich an: Wie sich der gewachsene Elektrotechnikdienstleister dabei auch die…

Das könnte Sie auch interessieren

Wachstum trotz Baukrise

Interview mit Martin Weihe, Geschäftsführer der Obra Bautenschutz GmbH

Wachstum trotz Baukrise

Dank seines breiten Leistungsportfolios konnte die Obra Bautenschutz GmbH in den letzten Jahren trotz einer rückläufigen Marktentwicklung weiter wachsen und ihr Tätigkeitsspektrum noch umfassender ausbauen: Im Interview mit Wirtschaftsforum verriet…

Smarte Services für starke Prozesse

Interview mit Markus Zipper, Geschäftsführer der ProLog Automation GmbH & Co. KG

Smarte Services für starke Prozesse

Die Einführung fahrerloser Transportsysteme (FTS) ist für viele Unternehmen ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Automatisierung und Effizienzsteigerung. Doch der nachhaltige Erfolg solcher Systeme hängt nicht allein von der…

Wie man ein Geschäftsmodell aus der Krise baut

Interview mit Mike Bertsch, Geschäftsführer der The Cue Group GmbH

Wie man ein Geschäftsmodell aus der Krise baut

Was passiert, wenn eine Krise zur Blaupause für ein neues Geschäftsmodell wird? Aus den Erfahrungen der Coronapandemie heraus entstand die Idee zur The Cue Group GmbH: ein Netzwerk aus Eventspezialisten,…

TOP