Brillen auf Mode eingestellt

Interview mit Jürgen Pomberger, Geschäftsführer der POMBERGER Goisern GmbH

„Mein Großvater, Johann Pomberger, hat die Firma 1984 gegründet“, erläutert Jürgen Pomberger, seit 2009 Geschäftsführer von POMBERGER Goisern. „Er war schon vorher 30 Jahre lang in der Brillenfertigung tätig und hat sich dann mit seinen drei Söhnen und einer Tochter selbstständig gemacht. Mein Vater war also auch vom ersten Tag an mit dabei. Anfangs wurden Kassengestelle an Fachoptiker verkauft, das war eine gute Basis. Ab 1992 hat dann mein Vater auch eigene Kollektionen verkauft. Er hat den Kunstnamen Johann von Goisern gewählt als Hommage an den Firmengründer und den Firmensitz. Damit haben wir uns einen Namen gemacht, auch international.“

Tatsächlich entfällt 75% des Umsatzes von drei Millionen EUR auf den Export. „Der Wettbewerb ist vielfältig“, meint Jürgen Pomberger. „Der Massenmarkt wird von zwei bis drei großen Konzernen beherrscht. Daher haben wir uns eine Nische kreiert.“

Einfach einmalig

Der Erfolg des Familienbetriebs, der 35 Mitarbeiter beschäftigt, beruht auf dem Zelluloseacetat, das für die Fertigung der Gestelle verwendet wird.

„Es ist ein Material, das sich gut zerspannen lässt“, erklärt Jürgen Pomberger. „Das Highlight ist aber, dass wir eine Technologie zum Laminieren von Zelluloseacetat entwickelt haben, wodurch eine Vielfalt von Farbkombinationen möglich ist. Das ist nun schon seit 20 Jahren das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens. Obwohl es seit drei Jahren Kopierversuche der Chinesen gibt, sind sie an diese Technik noch nicht herangekommen. Wir distributieren auch Markenbrillen bekannter Label für Österreich, unter anderem bruno banani, Marc Cain, Jay‘s und Luxol Design, aber die Herstellung und der Vertrieb unserer eigenen Kollektion ist das absolute Hauptgeschäft. Wir bewegen uns da im mittleren bis unterem Premium-Bereich.“

Dank ihrer hochwertigen Produkte ist die Firma schon mehrfach ausgezeichnet worden. 2014 gewann sie den Oberösterreichischen Handwerkspreis, 2015 erhielt sie den Lieferantenaward und wurde für den Pegasus-Award nominiert und 2016 wurde sie mit dem Best Business Award geehrt.

„Service ist eines der wichtigsten Themen bei uns“, betont Jürgen Pomberger. „Und es ist uns auch gelungen, Qualität und Service im Markt herauszustellen.“

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