Smart vernetzt mit System

Interview mit Frank Hummel, Geschäftsführer der HUMMEL Systemhaus GmbH & Co. KG

... und die beginnt im Jahr 1993, als der junge Unternehmer, der kurz zuvor seine Meisterprüfung abgelegt hatte, seine Firma Elektro HUMMEL als Fachbetrieb für Elektroinstallation gründete – „voller Tatendrang“, wie er rückblickend sagt.

Von 0 auf 100 in Nullkommanix 

Dieser Tatendrang ist noch heute ein Markenzeichen des Unternehmens, das seit 2007 als HUMMEL Systemhaus GmbH & Co. KG firmiert und sich seit seiner Gründung in einem fast unglaublichen Tempo entwickelt hat: Schnell kam ein neuer Geschäftsbereich nach dem anderen hinzu.

“Wir haben uns schon sehr bald mit dem Thema Telekommunikation beschäftigt. Als 1998 das Telecom-Monopol fiel, haben wir die Chance sofort genutzt, indem wir gemeinsam mit Alcatel Lucent in diesen Bereich eingestiegen sind.

Ab 2004 kam der Bereich Daten- und Netzwerktechnik hinzu, womit wir den Grundstein für das gelegt haben, was wir heute bieten: Elektro- und Gebäudetechnik, IT-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sowie die Vernetzung all dieser Komponenten – und das alles aus einer Hand. “

Ab 2010 erschloss sich HUMMEL mit seinem Einstieg in die Solartechnik den Bereich Erneuerbare Energien: „Wir haben damals mit Solarstromanlagen angefangen, was eigentlich nicht in unser Portfolio passte. Doch die Nachfrage der Kunden war da und die Technologie hat uns begeistert“, erzählt Frank Hummel. „Heute ist bei uns an diese Stelle der Bereich  Energietechnik getreten.“

Irgendwann reichte der Platz am alten Standort für das inzwischen stark gewachsene Unternehmen, das heute 42 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von 13 Millionen EUR generiert, einfach nicht mehr aus: 2013 wurde nach einjähriger Bauzeit der neue Firmensitz in Frickenhausen-Linsenhofen bezogen – errichtet unter neuesten technologischen Gesichtspunkten.

„Alles, wofür wir stehen, unser gesamtes technisches und technologisches Know-how ist dort mit eingeflossen. Unser neuer Firmensitz ist daher eine unserer besten Referenzen“, so Frank Hummel.

Vielfach ausgezeichnet 

Die Leidenschaft für die Materie, die frühzeitige Auseinandersetzung mit neuen Trends und Themen und der Wille, diese selbst zu gestalten, waren und sind für Frank Hummel der Antrieb, der das Unternehmen dahin gebracht hat, wo es heute ist: Für seine innovativen Entwicklungen wurde HUMMEL Systemhaus bereits vielfach ausgezeichnet. So unter anderem 2014 mit dem Markenpreis ELMAR, einer der wichtigsten Auszeichnungen für Elektrohandwerksbetriebe, für den das Unternehmen auch in diesem Jahr wieder nominiert ist, sowie 2016 mit dem Smart Home Award und 2017 mit dem Innovationspreis für Revolution E, eine integrierte Technologie für Gebäudeautomation, die alle Hard- und Software-Komponenten für die dafür notwendige Mess-, Steuer- und Regelungstechnik bereitstellt, unter anderem auch eine Ladestation für Elektroautos.

„Mit Revolution E sind wir im Markt einzigartig“, freut sich der Geschäftsführer. Entscheidende Themen für die Kunden sind Energieeffizienz und Sicherheit, wie Frank Hummel weiß: „Smart heizen, Gebäudesteuerung, Videoüberwachung – und das alles digital miteinander vernetzt. Das möchten unsere Kunden, darauf werden wir immer wieder angesprochen, und das alles liefern wir mit Revolution E für automatisierte Anwendungen wie Life Smart für Privatkunden und Work Smart für Gewerbekunden, zu denen unter anderem Dienstleister, Architekten, Kommunen oder Generalunternehmer gehören. Und das ist eben der Grundstein unseres Erfolgs – unsere Lösungen funktionieren! An ihnen arbeiten wir leidenschaftlich, passen sie bei Bedarf an, sind immer tief im Thema. Wenn Leidenschaft dabei ist, stimmt auch die Qualität.“

Beliebter Arbeitgeber 

Nicht nur als Partner bei den Kunden, sondern auch als Arbeitgeber kommt HUMMEL Systemhaus gut an: Das Unternehmen führt die kununu-Gütesiegel Top Company und Open Company. „Dennoch sind qualifizierte Mitarbeiter nicht einfach zu finden“, gibt Frank Hummel zu bedenken.

Bei der Suche setzt man auf Social Media, auf Veranstaltungen in Schulen und Employer Branding. „Trotz dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel haben wir allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken“, sagt der Geschäftsführer und fügt abschließend hinzu: „Wir möchten Technologieführer werden. Schließlich verwandeln wir seit 20 Jahren Visionen in Realität, und das werden wir auch in den kommenden 20 Jahren tun. Es gibt sehr spannende Themen am Markt und Revolution E ist extrem ausbaufähig, auch im Hinblick auf bundesweite Geschäftsaktivitäten. Wir möchten moderat wachsen, mit dem ganzen Team.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Warum dezentrale Energie die Antwort auf globale Risiken ist

Interview mit Justas Karaliunas, CEO der EnerPro GmbH

Warum dezentrale Energie die Antwort auf globale Risiken ist

Globale Energiemärkte stehen unter Druck: Digitalisierung, geopolitische Spannungen und rasant steigender Strombedarf fordern neue, resilientere Versorgungskonzepte. Während Staaten und Versorger um Lösungen ringen, wächst die Nachfrage nach dezentralen, effizienten und…

Die neue Intelligenz der Intralogistik

Interview mit Andreas Lindemann, Geschäfts­führer der NEURA Mobile Robots GmbH

Die neue Intelligenz der Intralogistik

Ob Industrie, Logistik oder Gesundheitswesen: Die effiziente Steuerung innerbetrieblicher Materialflüsse wird für Unternehmen immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Moderne Transportrobotik schafft hier neue Möglichkeiten, Prozesse sicherer, flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten.…

„Ein Apartment auf Rädern“

Interview mit Franz Wieth, Geschäftsführer der PROTEC GmbH & Co. KG

„Ein Apartment auf Rädern“

Wer im Wohnmobil unterwegs ist, kennt das Dilemma: Entweder man fährt ein kompaktes, wendiges Fahrzeug und verzichtet auf Platz – oder man wählt den Luxusliner in Omnibusgröße, der in jeder…

Spannendes aus der Region Landkreis Esslingen

„Digitalisierung ermöglicht noch mehr Kundennähe!“

Interview mit Bennet Friedrich, Leiter Geschäftsentwicklung der Hecon Abrechnungssysteme GmbH

„Digitalisierung ermöglicht noch mehr Kundennähe!“

Wenn bald wieder die Heizkostenabrechnungen ins Haus flattern, hat Hecon Hochkonjunktur: Denn für zehntausende Wohnimmobilien im Südwesten Deutschlands erstellt das gewachsene Familienunternehmen die Jahresendabrechnungen sowie die inzwischen vielfach vorgeschriebenen unterjährigen…

Zukunftsfähige Elektronik – mit Verantwortung gefertigt

Interview mit Emil Kurowski, Geschäftsführer der TOP. Thomas Preuhs GmbH

Zukunftsfähige Elektronik – mit Verantwortung gefertigt

Regionale Nähe, gelebte Nachhaltigkeit und technische Präzision – auf diesen drei Säulen hat sich die TOP. Thomas Preuhs GmbH in den vergangenen 30 Jahren vom kleinen Dienstleister zum flexiblen Full…

Im Griff der Zeit

Interview mit William Owusu, Geschäftsführer der Forkardt Deutschland GmbH

Im Griff der Zeit

Der Maschinenbau in Deutschland hat turbulente Jahre hinter sich – und die nächsten werden nicht ruhiger. Seit über 100 Jahren ist der Name Forkardt ein Qualitätsbegriff in der Werkstückspanntechnik. Ein…

Das könnte Sie auch interessieren

„Menschen erfolgreich machen“

Interview mit Tobias Leinweber, Vorstand der Continum AG

„Menschen erfolgreich machen“

Die Continum AG mit Sitz in Freiburg ist ein mittelständi-scher IT-Dienstleister, der sich auf Cloud- und Sicherheitslö-sungen spezialisiert hat. Vorstand Tobias Leinweber spricht im Interview über die strategische Neuausrichtung, die…

Von Rügen in die Welt: Breit­band für ländliche Regionen

Interview mit Rolf Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter der Kabel + Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH

Von Rügen in die Welt: Breit­band für ländliche Regionen

Die Kabel + Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH auf der Insel Rügen ist ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Entwicklung von Kommunikationsinfrastruktur in Deutschland. Mit einem klaren Fokus auf technologische Innovation und…

Kommunale Stärke im Glasfaserausbau – ein Modell für die Zukunft

Interview mit Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH und Jannik Marquart, Aufsichtsratsvorsitzender der Breitband Main-Kinzig GmbH

Kommunale Stärke im Glasfaserausbau – ein Modell für die Zukunft

Der Main-Kinzig-Kreis zählt heute zu den bestversorgten Regionen Deutschlands – dank eines kommunalen Glasfaserprojekts, das früh begonnen hat und bis heute konsequent weitergeführt wird. Die Breitband Main-Kinzig GmbH investiert seit…

TOP