Fleißig, professionell, integriert

Interview mit Martin Berg, Geschäftsführer der „Heinzelmännchen“ Wäscheservice und Hausdienstleistungs GmbH

Diese Heinzelmännchen leisten nicht nur wertvolle Dienste, wenn es um saubere Wäsche geht, sondern auch bei der Integration von Menschen mit Behinderung. Der Betrieb ging 1996 aus dem Behinderten-Werk Main-Kinzig (BWMK) hervor.

Der Bereich Haus- und Putzdienstleistungen wurde inzwischen in eine eigene Firma ausgegliedert. „Der Anfang war schwer“, berichtet der Geschäftsführer der „Heinzelmännchen“ Wäscheservice und Hausdienstleistungs GmbH Martin Berg. „Viele befürchteten, durch den Einsatz gehandicapter Menschen schlechtere Qualität zu bekommen.“

Diese Bedenken haben die rund 120 „Heinzelmännchen“, von denen die Hälfte Menschen mit Schwerbehinderung sind, durch zuverlässige Arbeit ausgeräumt. Heute ist der Betrieb, der in der Region Main-Kinzig-Kreis aktiv ist, wettbewerbsfähig.

„Nur weil Menschen behindert sind, arbeiten sie nicht schlecht. Wichtig ist die Prozessgestaltung“, betont Martin Berg.

Wäsche und Essen 

Während es früher noch handwerklich zuging, herrschen inzwischen industrieähnliche Arbeitsabläufe. Nur so ist eine Tagesleistung von 15 bis 16 t Wäsche zu bewältigen. Die rund 150 Kunden kommen aus allen Bereichen, von Krankenhäusern über Altenheime und die Behindertenhilfe bis hin zum Sanitätsdienst.

Auch Arbeitskleidung wird in den Unternehmen abgeholt und gewaschen zurückgeliefert. „Wir können immer individuell auf den Kunden eingehen“, so Martin Berg.

Neben dem Wäscheservice bieten die „Heinzelmännchen“ auch Schulverpflegung und Catering. 1.000 Mittagessen verlassen jeden Tag den Betrieb. Der Geschäftsführer möchte mit der gelungenen Integration behinderter Menschen ein Zeichen setzen: „Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist gut. Es wäre schön, wenn das beispielhaft für andere Firmen wäre.“

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