Mit dem Spiel zum Ziel

Interview

Feste Größe in der Branche

Seit der Gründung im Jahr 2000 vertreibt und vermarktet gamigo international Online-Spiele und ist rasch zu einer festen Größe bei so genannten Free-to-Play Games geworden. Das sind kostenfreie Spiele, die als eigenständiger Client oder im Browser gespielt werden können. Heute ist das Unternehmen mit seinen rund 80 Mitarbeitern in der Branche führend: Weltweit haben sich bereits mehr als 10 Millionen Spieler für die abwechslungsreichen Client- und Browserspiele registriert.

Ein Schlüssel zum Erfolg von gamigo ist das breit aufgestellte Portfolio, das viele Genres und unterschiedliche Altersschichten abdeckt. "Mit unseren Games erreichen wir eine große und breite Zielgruppe und verfügen mit Fiesta Online, Cultures Online sowie Last Chaos über sehr erfolgreiche Spiele mit loyaler Kundenbasis", sagt Remco Westermann. Was die Kunden zudem an gamigo schätzen, ist die Verlässlichkeit in punkto IT-Sicherheit bzw. IT-Stabilität.

"Da wir auch stark in Deutschland und in Nordamerika präsent sind, trifft uns die Euro-Schuldenkrise nicht." Remco Westermann Vorstandsvorsitzender

Egal ob Hackerangriffe oder die Euro-Schuldenkrise, das Unternehmen ist bestens für sämtliche Herausforderungen gerüstet. "Da wir auch stark in Deutschland und in Nordamerika präsent sind, trifft uns die Euro-Schuldenkrise nicht. Gerade in den Krisenländern haben viele Menschen auch weiterhin Zeit und Mittel, um Kleinbeträge für unsere Spiele zu zahlen", so CEO Westermann, der über eine langjährige Erfahrung mit dem Aufbau und der Führung von Unternehmen in den Bereichen Online und Mobile Media verfügt.

Seit 2012 leitet Remco Westermann mit Patrick Streppel, Vorstand Game Management & Product Development, die gamigo AG. 2012 war für das Unternehmen in vielerlei Hinsicht ein bewegendes Jahr: Bis zum Herbst gehörte gamigo zur Axel Springer AG und wurde dann von dem Düsseldorfer Investor Samarion SE übernommen. Am Jahresende stand ein Rekordumsatz in Höhe von stolzen 31,5 Millionen Euro.

Lizenzen ausweiten und Portfolio erweitern

Für das laufende Jahr hat die Geschäftsführung auch große Pläne: Zum einen sollen bestehende Spiele-Lizenzen auf weitere Länder ausgeweitet werden. "Vor allem aber wollen wir profitabel skalieren und wachsen. Wir beabsichtigen unser Spiele-Portfolio mit Online-Spielen und Spielen für mobile Endgeräte zu erweitern. Aktuell freuen wir uns über den Vertrag mit dem chinesischen Publisher Shanda Interactives Entertainment Ltd., deren erfolgreiches Game 'Dragon Nest' wir nun in Europa distribuieren", so Westermannn. Dank der flexiblen Plattform von gamigo ist der entsprechende Launch noch vor Ende Juni 2013 geplant.

Um weiter in einem dynamischen Markt zu wachsen, emittiert gamigo aktuell eine Unternehmensanleihe im Volumen von bis zu 15 Millionen. "Bisher ist die Anleihe bei institutionellen Anlegern auf ausgesprochen positive Resonanz getroffen", resümiert Remco Westermann.

Auf einem profitablen Wachstumskurs

Der CEO sieht die gamigo AG auf einem profitablen Wachstumskurs: "Wir dürften in einem Jahr bereits erhebliche Wachstumsschritte – organisch wie anorganisch – vollzogen haben. Ich gehe zudem davon aus, dass wir unsere Marktstellung als ein führender Publisher in Europa und Nord-Amerika bis dahin weiter ausgebaut haben. Wir sind bestens aufgestellt, um von den Wachstums- und Akquisemöglichkeiten, die die Branche bietet, zu profitieren."

Entscheidend ist dabei für Westermann folgende Faustregel: "Bei allen Geschäften muss man Cash generieren und profitabel arbeiten, darf aber gleichzeitig nicht den Blick auf die Wachstumstreiber verlieren. Man muss sich auf das Wesentliche konzentrieren."

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