„Wir nehmen Präzision persönlich“

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Ursprünglich wurde die eifeler Werkzeuge GmbH im Jahr 1983 als Ein-Mann-Unternehmen gegründet. Kerngeschäft war damals der Werkzeugstahlhandel sowie der Vertrieb von Abgratmatrizen und Fremdbeschichtungen. Nach einem erfolgreichen Start entstand in den folgenden Jahren eine weltweit operierende Unternehmensgruppe.

Permanentes Wachstum

„Wir sind permanent über die Jahre als Familienunternehmen gewachsen. Es ist beeindruckend und eine sehr schöne Geschichte wie aus dem ursprünglichen Ein-Mann-Betrieb ein beachtliches Unternehmen mit enormem Spezial-Know-how geworden ist“, sagt Dr. rer.-nat. Eckart Voss. Der promovierte Physiker auf dem Fachgebiet Oberflächenphysik ist zuständig für Applikationen und Marketing und seit 1992 in der Unternehmensgruppe tätig. Rainer Stahl und Christian Kolb sind die Geschäftsführer.

Heute erzielt die eifeler Unternehmensgruppe mit rund 400 Mitarbeitern pro Jahr einen Umsatz in Höhe von über 50 Millionen EUR und zählt damit international zu den führenden Unternehmen im Bereich Hightech-Beschichtungen. „Wir gehören weltweit zu den Top 3 in diesem Segment“, ergänzt Dr. Eckart Voss. Zum Kerngeschäft von eifeler Werkzeuge gehört die Beschichtung von industriellen Werkzeugen, unter anderem Umform-, Zerspanungs-, und Spritzgusswerkzeuge, mittels CVD- und PVD-Verfahren. „Die Beschichtung erfolgt zum Schutz des Werkzeuges vor Verschleiß und hohen Temperaturen beim Einsatz. Produktivität und Wirtschaftlichkeit sind somit die wesentlichen Gründe für die Beschichtung“, betont Dr. Eckart Voss. eifeler Werkzeuge beschichtet zudem Bauteile und Komponenten, beispielsweise die Laufflächen der Kugellager von Flugzeugtriebwerken, um optimale Notlaufeigenschaften zu erreichen.

Das Unternehmen ist der einzige Beschichter in Deutschland mit der US-amerikanischen Nadcap-Zertifizierung. Zum Leistungsspektrum gehören außerdem das Vakuumhärten sowie das Plasmanitrieren, Laserhärten und Laserauftragsschweißen. Die eifeler Unternehmensgruppe verfügt außerdem über eigene Forschungsund Entwicklungslabore, in denen hochqualifizierte Ingenieure, Physiker und Chemiker für die Kunden weltweit einzigartige Schichtsysteme entwickeln. Nach der Übernahme durch die österreichische voestalpine Edelstahl GmbH im Jahr 2013 haben sich erfolgversprechende Synergieeffekte ergeben.

Gemeinsam mit den Unternehmen der Division voestalpine Edelstahl entsteht eine fast geschlossene Prozesskette, denn die eifeler Unternehmensgruppe deckt mit der Beschichtung den letzten Prozessschritt ab, bevor das Werkzeug zum Kunden in den Einsatz zur Serienfertigung geht. „Die voestalpine Edelstahl GmbH hat für eifeler anspruchsvolle Wachstumsziele definiert und ist bereit zu investieren“, erklärt Dr. Eckart Voss. „Die Unterstützung der Mutter ist eine große Chance für die Ausweitung der internationalen Geschäftstätigkeit. Das internationale Roll-Out unserer Beschichtungstechnologie steht nun an.“

„Wir gehören weltweit zu den Top 3 in diesem Segment.“ Dr. rer.-nat. Eckart Voss

Ausrüstung der Standorte

Die Standorte der voestalpine werden nun nach und nach mit der eifeler-Beschichtungstechnologie ausgerüstet. „Dies bedeutet, dass der komplette Service künftig nicht mehr nur in Deutschland flächendeckend angeboten werden kann, sondern an allen Standorten des Konzerns und somit in allen relevanten Industrieländern. Nach Kanada wird nun aktuell in Shanghai ein Beschichtungszentrum mit unserer Technologie errichtet“, so Dr. Eckart Voss.

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