„Wir verstehen das Schiff und die maritime Industrie!“

Interview mit Martin Janssen, Geschäftsführer, und Elmar Hamm, Verkaufsdirektor der Dr. E. Horn GmbH & Co. KG

Seit Gründung der heutigen Dr. E. Horn GmbH & Co. KG im Jahr 1885 prägen Innovationen das Unternehmen. So erhielt Firmengründer Dr. Theodor Horn schon ein Patent für den ersten Wirbelstromtachometer und entwickelte Geschwindigkeits- und Drehzahlmesser für den Maschinenbau sowie die Luft- und Seefahrt. Bis heute ist die 2009 von der AD-PART AG übernommene Firma weltweit Garant für höchste Präzision und Zuverlässigkeit.

„Unsere Monitoring-Systeme kommen bei Zwei- und Viertaktmotoren zum Einsatz“, beschreibt Elmar Hamm, Verkaufsdirektor der Dr. E. Horn GmbH & Co. KG. „Damit helfen wir den Kunden, ihre Motoren zu überwachen und Schäden zu vermeiden. Diese spezielle Kompetenz haben weltweit nur wenige Unternehmen. Unsere weltweiten Stützpunkte sorgen zudem für schnelle Reparaturen und Lieferung von Ersatzteilen sowie zuverlässige Wartung. Digital sind wir ebenfalls gut unterwegs und werden die Motoren unserer Kunden in Zukunft auch per Fernwartung kontrollieren.“

Intelligente Sensoren

„Unsere intelligenten Smart Sensors erfassen mehrere Messgrößen in einem Sensor“, verdeutlicht Geschäftsführer Martin Janssen. „Diese Sensoren sind in der Marinesparte ebenso gefragt wie bei industriellen Anwendern. Ein weiteres Spitzenprodukt aus unserem Hause sind die sogenannten Ölnebeldetektoren. Diese Detektoren überwachen den Ölnebelgehalt im Triebraum von Viertaktmotoren und dienen als frühzeitiger Explosionsschutz. In einem anderen Segment, der Lagerüberwachung von Zweitakt-Dieselmotoren, sind wir im asiatischen Markt und speziell in China Marktführer gegenüber Konkurrenten, die um ein Vielfaches größer sind als wir.“

Aktuelle Zielgruppen von Dr. E. Horn sind Reedereien sowie die Hersteller von Motoren und Antrieben für die Marinesparte. Im industriellen Sektor arbeitet das Unternehmen für Hersteller von Turbinen, Pumpen und Getrieben sowie für den allgemeinen Maschinenbau. Gerade im Industriebereich möchte das schwäbische Unternehmen seine Aktivitäten deutlich forcieren. Mithilfe der neu gestalteten Homepage spricht Dr. E. Horn seine Kunden ebenso an wie mit der Präsenz auf LinkedIn und Onlineplattformen für die Branchen. Außerdem setzt das Unternehmen weiterhin auf den klassischen Außendienst.

Wichtiger Markt Asien

75 bis 80% seines Umsatzes zwischen 12 und 13 Millionen EUR erzielt das Unternehmen mit 70 Beschäftigten im Export. Davon macht der asiatische Markt mit Ländern wie China und Südkorea einen großen Teil aus. „Wir sind eine kompakte Einheit mit kurzen Entscheidungswegen und flachen Hierarchien“, nennt Geschäftsführer Martin Janssen Gründe für den Erfolg. „Außerdem sind wir mit unseren Serviceniederlassungen am Markt sehr gut aufgestellt und leisten gute Aftersales-Arbeit. Wir verstehen das Schiff und die maritime Industrie sehr gut und bauen robuste Produkte, die auch unter schwierigen Bedingungen gut funktionieren. Wir bauen Kompetenzen aus, sind ein innovativer Player am Markt und ganz eng an Maritim 4.0.“

Um dieses hohe Niveau zu halten, setzt Dr. E. Horn auch auf seine Attraktivität als Arbeitgeber. „In unserem räumlichen Umfeld konkurrieren wir mit Großkonzernen und deutlich größeren Mittelständlern“, erklärt der Geschäftsführer. „Trotzdem sehen wir uns als Kompetenzführer für Sensorik und Sicherheitssysteme in bestimmten Nischenanwendungen und können ambitionierten Mitarbeitern einiges bieten.“ In den nächsten Jahren möchte das innovative Unternehmen seine Position als Marktführer für intelligente Sensorik festigen und ausbauen. Mit seinen Systemen geht Dr. E. Horn damit deutlich über die vorbeugende Instandhaltung hinaus und legt auch einen deutlichen Fokus auf Nachhaltigkeit.

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