„Wir setzen auf Mitarbeiter ab 50“

Interview mit Benjamin Pastuszak, Geschäftsführer und Aaron Knoblich, Geschäftsführer der DTZ Dichtungs-Technik-Ziegler GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Pastus­zak, Herr Knoblich, wie würden Sie Ihr Unternehmen heute beschreiben?

Benjamin Pastuszak: Wir sind ein Reparaturbetrieb für Indus­triepumpen mit eigener Fertigung für Gleitringdichtungen. Wir sind in der Lage, Pumpen bis zu 16 t zu reparieren; das können nur Wenige. Der Kunde bekommt bei uns das komplette Paket aus Instandsetzung, Dichtung, Montage und Service vor Ort. DTZ steht seit über 30 Jahren für Qualität made in Germany.

Aaron Knoblich: Unsere Stärke liegt darin, dass wir alle Schritte selbst in der Hand haben. Wir fertigen die Dichtungen im Haus, bieten Beratung und Fehleranalyse an und kümmern uns um den Ausbau und Wiedereinbau der Pumpen. Das schafft Flexibilität und hohe Zuverlässigkeit für unsere Kunden.

Wirtschaftsforum: Was unterscheidet DTZ vom Wettbewerb?

Aaron Knoblich: Wir tauschen keine Teile aus, sondern setzen instand. Das ist heute selten geworden. Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter verstehen, wie das Produkt funktioniert und welche Maße entscheidend sind. Diese Erfahrung braucht Zeit – und die nehmen wir uns.

Benjamin Pastuszak: Wir wollen, dass der Kunde am Ende zufrieden ist, selbst wenn das manchmal für uns mehr Aufwand bedeutet. Ehrlichkeit zahlt sich aus. Ein Kunde, der merkt, dass er uns vertrauen kann, bleibt uns treu, oft über Jahrzehnte.

Wirtschaftsforum: Wer sind Ihre Kunden?

Benjamin Pastuszak: Wir sind in vielen Branchen tätig, von Lebensmitteln über Stahl und Energie, Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen bis hin zu Schwimmbädern. Zu unseren Auftraggebern zählen etwa RWE, Thyssen, HKM, Homann oder CSM. Diese Vielfalt macht uns unabhängig von einzelnen Märkten.

Aaron Knoblich: Besonders in der Stahlindustrie und im Energiesektor sind wir seit Jahren ein verlässlicher Partner. Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf uns verlassen können – gerade wenn es brennt und Anlagen stillstehen.

Wirtschaftsforum: Welche He­rausforderungen begegnen Ihnen im Geschäftsalltag?

Aaron Knoblich: Gute Fachkräfte zu finden ist schwierig. Pumpenreparatur lernt man nicht in wenigen Wochen; die Einarbeitung dauert bis zu zwei Jahren. Wir investieren viel Zeit in Ausbildung und Schulung.

Benjamin Pastuszak: Wir haben die besten Erfahrungen mit erfahrenen Kollegen ab etwa 50 Jahren gemacht. Sie bringen Praxiswissen und Verlässlichkeit mit und wissen, was sie an einem fairen Miteinander haben.

Wirtschaftsforum: Und was treibt Sie beide persönlich an?

Benjamin Pastuszak: Wir sind beide Familienmenschen. Das, was wir tun, tun wir nicht für Titel, sondern für die Menschen hinter dem Unternehmen, also die Mitarbeiter und ihre Familien. So kümmern wir uns inzwischen um 37 Familien.

Aaron Knoblich: Genau das ist unser Antrieb – Verantwortung zu übernehmen, damit jeder hier gern zur Arbeit kommt und am Ende des Tages zufrieden nach Hause geht.

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