Autokosmetik für Lack und Leder

Interview

Die Dent Wizard GmbH bietet ihren größtenteils geschäftlichen Kunden umfassende Dienstleistungen rund ums Auto. So entfernt das Unternehmen Beulen und Dellen ohne Lackieren, setzt Hagelschäden instand, lackiert kleine und größere Flächen und erledigt kleinere Reparaturen im Innenraum. Das Instandsetzen von Felgen und die Aufbereitung von Fahrzeugen sind weitere Serviceleistungen.

25 Servicecenter

Dent Wizard verfügt über 25 stationäre Servicecenter. Hinzu kommen mobile Einheiten mit 200 Technikern. Die reparieren vor Ort, zumeist in Autohäusern. Zusätzlich gibt es zeitlich befristete Servicecenter, die bei Bedarf eingerichtet werden, zum Beispiel nach Hagelschäden.

Nach der Gründung 1997 übernahm Dent Wizard ausschließlich mobile Einsätze, bei denen Dellen und Beulen entfernt wurden. Nach und nach kamen weitere Leistungen hinzu. Heute gibt es vier Tätigkeitsfelder für die unterschiedlichen Aufgaben.

Dent Wizard ist für die Entfernung von Beulen und Dellen zuständig, während sich Clean Wizard um die Aufbereitung von Fahrzeugen kümmert. „Hier geht es nicht etwa um die Autowäsche der Kunden, sondern um Fahrzeugaufbereitung im größeren Stil“, verdeutlicht Thomas Küsel. „So übernehmen wir für die Niederlassungen großer Fahrzeughersteller die gesamte Fahrzeugaufbereitung. Das können schon mal ein paar tausend Autos im Jahr sein.“

„Wir haben eine Nische besetzt, in der Spezialisten erforderlich sind, die diese Dinge tagtäglich üben.“ Thomas Küsel Geschäftsführer

Sparpotenzial

Colour Wizard hingegen ist für Lackschäden und Reparaturen des Innenraumes zuständig, etwa von Ledersitzen, Armaturentafeln oder Teppichböden. Thomas Küsel: „Ein Ledersitz oder eine Armaturentafel kostet viel Geld. Daher bietet eine Reparatur hohes Sparpotenzial.“ Wheel Wizard hingegen ist auf die kosmetische Aufbereitung von Felgen spezialisiert.

Spezialisten im Einsatz

„Wir haben eine Nische besetzt, in der Spezialisten erforderlich sind, die diese Dinge tagtäglich üben“, erklärt Thomas Küsel. „Ein Autohaus hat diese Spezialisten in der Regel nicht. Für Autohäuser ist es daher meist ineffizient, derartige Spezialisten vorzuhalten.“

So zählen Autohäuser – zumeist der Premium-Marken und in der Regel für ihren Gebrauchtwagenbestand – gleichermaßen zu den Kunden wie Versicherungen und Betreiber von Autoflotten. Private Endkunden als Auftraggeber hingegen sind eher selten.

„Unser Ziel ist es, weiter zu wachsen und unseren Kunden Dienste anzubieten, die andere nicht können.“ Thomas Küsel Geschäftsführer

Bekannte Firma

Gegründet wurde die Firma 1997 unter dem Namen Dent Master als Tochter des gleichnamigen US-amerikanischen Unternehmens.

1999 erfolgte die Umbenennung in Dent Wizard. 2010 kauften die heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Küsel, Haiko Eichhorn und Bernd Lönne Dent Wizard im Rahmen eines Management-Buy-outs.

Die US-amerikanische Muttergesellschaft Dent Wizard ihrerseits war bereits verkauft worden und hat seither nur noch den Namen mit dem deutschen Unternehmen gemeinsam. Die Nutzungsrechte des Namens für Deutschland und Österreich gehören heute der GmbH.

Neue Kunden werden überwiegend angesprochen durch die Präsenz auf Fachmessen, unter anderem den ‘Karosseriefachtagen’ in Leipzig, dem hohen Bekanntheitsgrad und den Vertrieb mit 15 Gebietsleitern in ganz Deutschland.

5.000 Autohäuser

Neben 320 festen Mitarbeitern gibt es weitere freie Techniker sowie Beschäftigte bei Partnerunternehmen. Seit 2010 hat sich der Umsatz verdoppelt. 2013 lag er mit 36 Millionen EUR um sechs Millionen über dem Wert von 2014, was auf die zahlreichen Hagelschäden im Jahr 2013 zurückzuführen ist.

In der Sparte Smart Repair ist Dent Wizard Marktführer in Deutschland. Außerdem hat das Unternehmen als einziger Anbieter ein bundesweites Standortnetz und ist größter Partner der Versicherungen beim Smart Repair. Dent Wizard hat 5.000 Autohäuser als Kunden, wo die mobilen Reparaturen erfolgen.

Elektronische Rechnungen

Hohe Qualität, günstige Preise und Schnelligkeit sieht Thomas Küsel als die entscheidenden Unterschiede gegenüber der Konkurrenz an. Außerdem beschäftigt das inhabergeführte Unternehmen langjährige Mitarbeiter – oft Autolackierer und Autolackierermeister.

„Wir sind sehr IT-affin“, nennt der Geschäftsführer einen weiteren Grund. „Kein Kunde bekommt von uns noch eine handgeschriebene Rechnung. 70% sind rein elektronisch.“

Neue Dienste

„Unser Ziel ist es, weiter zu wachsen und unseren Kunden Dienste anzubieten, die andere nicht können“, nennt Thomas Küsel die Aufgaben für die Zukunft. „Es geht auch darum, die technische Entwicklung weiter voranzutreiben und unser Dienstleistungsangebot zu verbreitern.“

Mittelfristig sollen außerdem insgesamt 30 Servicecenter betrieben werden, was die Zahl der festen Mitarbeiter auf rund 500 erhöhen würde.

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