Autos mit Rundum-sorglos-Paket

Interview mit Labinot Coraj, Geschäftsstellenleiter der Coenen Motors GmbH

Labinot Coraj ist es möglich, als Geschäftsstellenleiter der Coenen Motors GmbH zwei seiner Leidenschaften miteinander zu verbinden. „Ich mag den Umgang mit Menschen“, offenbart er. „Und die Entwicklung des Automobils ist ein spannendes Thema. Alles, was heute in einem Auto drin ist, ist faszinierend, und alles hat der Mensch erschaffen. Das ist schon toll.“

Diese Begeisterung teilen auch seine Mitarbeiter. Ihm untersteht ein junges Team von 25 Autonarren, die sich auch oft untereinander austauschen. Labinot Coraj sieht darin den Schlüssel zum Erfolg. „Es ist wichtig, dass alle ihre Arbeit gern tun“, meint er. „Denn die Mitarbeiter sind die stärkste Werbung eines Unternehmens.“

Ein umfassender Service 

Das Autohaus in der Krefelder Straße ist im November 2005 von der Coenen Gruppe übernommen worden. „Walter Coenen gibt es schon seit über 60 Jahren“, erläutert Labinot Coraj. „Walter Coenen hat damals mit einer Tankstelle angefangen und Autos repariert. Mittlerweise sind wir der größte Händler in der Gegend.“

Insgesamt arbeiten 220 Mitarbeiter für die Coenen Gruppe, die aufgrund ihrer Größe den Kunden eine Vielzahl von Marken und einen umfassenden Service anbieten kann. „Wir leben diese Philosophie“, betont Labinot Coraj. „Wir kümmern uns um das Auto und der Kunde hat ein Rundum-sorglos-Paket. Wir haben auch einen eigenen Pannenservice im Haus.“

Für Volvo und Mazda 

Die Niederlassung hatte sich ursprünglich auf Volvo spezialisiert, bietet seit vier Jahren aber auch Mazda, bedingt durch einen Umzug von der Monschauer in die Krefelder Straße, an. „Wir wussten, dass wir eine Automarke brauchten, die sich mit Volvo ergänzt“, meint Labinot Coraj. „Der Mazdafahrer will sich das Auto anschauen, sich hineinsetzen und eine Probefahrt machen. Er ist sehr loyal und kommt nach etwa vier Jahren wieder und kauft sich ein neues Fahrzeug. Bei Volvofahrern geht es noch schneller, bis der Kunde ein Auto kauft.“

Labinot Coraj
„5 Sterne gibt es überall, aber 5 Sterne Plus hat nicht jeder.“ Labinot CorajGeschäftsstellenleiter

Zudem wird der Volvo zu 80% von Gewerbekunden verlangt. Bei Mazda hingegen sind es zu 80% Privatkunden. „Der Kunde hat generell eine Vorstellung, welches Auto er haben möchte“, stellt Labinot Coraj fest. „Wir haben die Aufgabe, den Kunden perfekt zu beraten, sodass er am Ende keine Fragen mehr hat. Es gibt heute im Grunde keine schlechten Autos mehr, aber jeder Hersteller hat seine Besonderheiten. Volvo legt zum Beispiel großen Wert auf die Sicherheit, Mazda auf die Effizienz und Designsprache.“

Engagierte Verkäufer 

Aber es kommt nicht nur auf das Produkt an sich an, sondern auch auf das Engagement des Verkäufers. „Einer meiner Verkäufer hat gerade nach drei Monaten wieder einen Kunden angerufen, der ein Auto gesucht hatte“, verrät Labinot Coraj. „Der Kunde kam, hat ein Auto gekauft und sich dann bei mir dafür bedankt, dass unser Mitarbeiter nach drei Monaten an ihn gedacht hat.“

Auch sonst steht das Autohaus seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite, gerade auch im Hinblick auf erschwingliche Finanzierungsmodelle. Aber was die Kunden zurzeit vor allem umtreibt, ist die Elektroauto-Thematik.

„Wir könnten viel schneller reagieren, wenn die Politik sich klar äußern würde“, kritisiert Labinot Coraj. „Wenn wir auf die Schiene E-Fahrzeuge sollen, dann braucht die Automobilindustrie Unterstützung. Volvo und Mazda haben sich da schon früh Gedanken gemacht, aber die Hersteller können nicht die Kosten für die Säule übernehmen. Wir haben zunächst einmal unsere Euronormen verbessert und können damit unsere Kunden beruhigen. Früher oder später muss aber eine Entscheidung her.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Automobil & Fahrzeugbau

KI am Steuer für die Mobilitätswende

Interview mit Christian Daniel, Geschäftsführer der MOTEON GmbH

KI am Steuer für die Mobilitätswende

Die Automobilindustrie befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: Elektrifizierung, Software-Defined Vehicles und steigende Effizienzanforderungen verändern die Architektur moderner Fahrzeuge rasant. Unternehmen wie die MOTEON GmbH, die intelligente, flexible…

Vier Säulen, ein Fundament

Interview mit Boris Wehner, Geschäftsführer der Wehner Metalltechnik GmbH & Co. KG

Vier Säulen, ein Fundament

Wenn auf Straßen Öl ausläuft, rücken Spezialmaschinen aus. Sie kommen nicht selten aus dem Hause Wehner Metalltechnik. Was als Kfz-Betrieb begann, hat sich über Jahrzehnte zu einem vielseitigen Metallverarbeitungsunternehmen entwickelt,…

„Ein Apartment auf Rädern“

Interview mit Franz Wieth, Geschäftsführer der PROTEC GmbH & Co. KG

„Ein Apartment auf Rädern“

Wer im Wohnmobil unterwegs ist, kennt das Dilemma: Entweder man fährt ein kompaktes, wendiges Fahrzeug und verzichtet auf Platz – oder man wählt den Luxusliner in Omnibusgröße, der in jeder…

Spannendes aus der Region Mönchengladbach

Die Formel für flüssigen Erfolg

Interview mit Guido Kühne, Geschäftsführer der Refresco Deutschland GmbH

Die Formel für flüssigen Erfolg

Der deutsche Getränkemarkt gilt als anspruchsvoll: hoher Kostendruck, steigende Anforderungen an Effizienz und Nachhaltigkeit, zugleich ein intensiver Wettbewerb. Dass sich in diesem Umfeld dennoch Wachstum erzielen lässt, zeigt die Refresco…

Mehr als Metall

Interview mit Joep Boonen, Geschäftsführer und Thomas Bauer, Vertriebsleiter und Prokurist der MCB Deutschland GmbH

Mehr als Metall

Nicht nur der Handel mit Metallwerkstoffen steht bei der MCB im Fokus, auch der Mensch dahinter. Das Unternehmen mit Haupsitz in Valkenswaard in den Niederlanden und Niederlassungen in Deutschland, Belgien…

Die Chemie stimmt

Interview mit Tom Enkel, Geschäftsführer der NELO Gesellschaft für Verkehrs- und Industrielogistik mbH

Die Chemie stimmt

Wenn gefährliche Chemikalien transportiert und gelagert werden, erfordert das spezielles Know-how. Logistikunternehmen müssen sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen, was Sicherheit und Nachhaltigkeit betrifft. Auch geopolitische Entwicklungen wirken sich auf…

Das könnte Sie auch interessieren

„Wer nach EtherCAT sucht, findet uns“

Interview mit Thomas Waggershauser, Geschäftsführer der acontis technologies GmbH

„Wer nach EtherCAT sucht, findet uns“

Ihre Lösungen kommen beim Start der Ariane 6 genauso zur Anwendung wie im Automotive-Segment oder in der Halbleiterindustrie. Trotzdem dürften nur Brancheninsider jemals von acontis technologies gehört haben. Dem Erfolg…

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Interview mit Markus Profanter, CEO der engo GmbH

Auf dem Weg zur Nummer 1 auf dem Eis

Eisarenen sind längst hochkomplexe Infrastrukturen, in denen Betriebssicherheit, Energieeffizienz und Nutzererlebnis eng zusammenhängen. Wer hier bestehen will, muss weit mehr liefern als robuste Maschinen. Die engo GmbH mit Sitz in…

Kontinuität als Erfolgsfaktor im modernen Direktvertrieb

Interview mit Elke Kopp, Geschäftsführerin der Mary Kay Cosmetics GmbH

Kontinuität als Erfolgsfaktor im modernen Direktvertrieb

Direktvertrieb, Frauenförderung und starke Marken: Mary Kay Cosmetics steht weltweit für hochwertige Kosmetik und unternehmerische Chancen für Frauen. Im Gespräch erklärt Geschäftsführerin Elke Kopp, verantwortlich für die Märkte Deutschland, Schweiz…

TOP