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Der nächste Coup

Interview mit Peter Böhler, Vorstandsmitglied der Bankhaus Schelhammer & Schattera Aktiengesellschaft

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Die Post AG hält 80% der Anteile, die Grawe Bankengruppe die restlichen 20% und übernimmt als Outsourcing Partner wesentliche Funktionen wie Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Call Center Lösung , Berichtswesen und ist Produktpartner, beispielsweise beim Konsumentenkredit

Die Post AG stellt die Mitarbeiter und Filialen der bank99 bei. Diese verfügt unter Einbeziehung der Postpartner über mehr als 1.800 Servicestellen in ganz Österreich und hat auch einen eigenen Onlineauftritt.

Älteste Privatbank Wiens

Seit fast 190 Jahren ist Schelhammer & Schattera ohne Unterbrechung in Wien tätig und damit die älteste Privatbank der österreichischen Hauptstadt. Gegründet wurde die Bank 1832, 1876 übernahmen sie die Namensgeber Carl Schelhammer und Eduard Schattera. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Organisationen der katholische Kirche Mehrheitseigner mit 85% der Anteile, 15% blieben im privaten Familienbesitz. Im Jahr 2015 übernahm die renommierte Grazer Wechselseitige Versicherung AG (gegründet 1828) die Anteile am Bankhaus. „Die früheren kirchlichen Eigentümer haben unsere Wertekultur geprägt, die auf Nachhaltigkeit und Ethik ausgerichtet ist. Die neue Eigentümerin steht in der gleichen Tradition und führt diese Werthaltung weiter“, betont Peter Böhler. „Und das halten wir konsequent ein. Wir haben einen Ethikrat von zwölf Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche. Er tagt zweimal pro Jahr und definiert die Kriterien für die Zusammensetzung des ethisch-nachhaltigen Investmentuniversums. Dieses umfasst derzeit circa 800 Titel, die dem Fondsmanagement zur Auswahl stehen. Die Einhaltung der Kriterien wird darüber hinaus vom Wirtschaftsprüfer kontrolliert.“

„Die früheren kirchlichen Eigentümer haben unsere Wertekultur geprägt, die auf Nachhaltigkeit und Ethik ausgerichtet ist. Die neue Eigentümerin steht in der gleichen Tradition und führt diese Werthaltung weiter“ Peter BöhlerVorstandsmitglied

Orientierung bieten

Gerade in den aktuellen Krisenzeiten möchte das Bankhaus seinen Kunden Orientierung bieten. „In der Krise herrschen Unsicherheit und Ängste besonders“, beobachtet Peter Böhler. „Da braucht der Kunde die Kommunikation mit seinem Anlageberater. Wir sind vor allem in der privaten Anlage und der Vermögensberatung aktiv. Da die Börse - bedingt durch die Corona-Krise – starke Schwankungen erlebt, gab es hier viele Ängste und Befürchtungen. Daher war der enge Kontakt zu unseren Kunden sehr wichtig.“ Schelhammer & Schattera bedient Kunden aus den Bereichen, Privatkunden, institutionelle und kirchliche Kunden. Für jede Kundengruppe bietet das Bankhaus spezielle Beratung und Produkte, die auf individuelle Bedürfnisse und Ziele der Kunden ausgerichtet sind. Als traditionelle Bank der Kirche mit ethisch-nachhaltiger Firmenkultur ist das Bankhaus erster Ansprechpartner für Kirchen und andere Institutionen, die besonderen Wert auf diese Kriterien legen. Auch für institutionelle Kunden wie Versicherungen oder Pensionskassen spielt Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle. Für diese Kunden hat die Bank eine eigene Betreuungseinheit.

Positive Entwicklung

Die positive Entwicklung des Bankhauses belegt der Geschäftsbericht 2019. So stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 967,4 auf 978,4 Millionen EUR. Die Höhe der Kundeneinlagen wuchs im gleichen Zeitraum von 765,9 auf 787,7 Millionen EUR. 2018 wurden Kredite in Höhe von 313,2 Millionen EUR an Kunden vergeben. 2019 waren es 407 Millionen EUR. Auch die übrigen Zahlen in dem Zeitraum können sich sehen lassen. Der Nettozinsertrag wuchs auf 7,5 Millionen EUR, die Betriebserträge von 24,5 auf 27,8 Millionen EUR und der Bilanzgewinn von 24,3 auf 30,0 Millionen EUR.

Alternativen zum Sparkonto

„Wir setzen neben der klassischen, persönlichen Betreuung weiterhin auf das Direkt- und das Online-Bankgeschäft und wollen auch das Wertpapiergeschäft und die Konsumentenkredite stärker ausbauen“, betont Peter Böhler. „Es macht heute wenig Sinn, sein Geld auf dem Sparkonto anzulegen. Wir bieten interessante Alternativen. Es ist sehr wichtig für uns, auch in Zukunft kosteneffizient zu arbeiten. Bei der ständigen Erosion der Margen und angesichts starken Konkurrenzdrucks geht es darum, so effizient wie möglich zu arbeiten. Dabei ist die Digitalisierung eine wichtige Stütze und durch Automatisierung können wir Kosten sparen. So wird es sicherlich eine der Herausforderungen der Zukunft für uns sein, den Automatisierungsprozess weiter voranzutreiben und stärker in IT zu investieren.“

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