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Mit Offenheit und Transparenz punkten

Schwierige Bedingungen für Zeitarbeitsfirmen

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Er ist der Mann, der die Allpersona GmbH, wie er selbst sagt, „aus dem Dornröschenschlaf erweckt hat“. Seit 2012 ist Michael Wieneke Inhaber und Geschäftsführer des 2002 gegründeten Unternehmens. „Bevor ich zu Allpersona kam, habe ich für eine große deutsche Zeitarbeitsfirma gearbeitet, ich kannte die Branche also von Anfang an und bin hier mit gewissen Kenntnissen und entsprechend auch hohen Erwartungen gestartet“, erinnert er sich.

Diese Erwartungen haben dem Unternehmen zu großem Erfolg verholfen. „Wir haben uns in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und unseren Umsatz Jahr für Jahr um durchschnittlich fünf auf heute rund 30 Millionen EUR gesteigert. Mittlerweile haben wir 13 Niederlassungen, davon zehn in Deutschland und drei in Österreich. Intern beschäftigen wir 45 Mitarbeiter, in der Überlassung sind es um die 1.000“, fasst der Unternehmer zusammen.

Im Kern vermittelt Allpersona gewerbliche Fachkräfte sowie kaufmännisch und akademisch ausgebildete Mitarbeiter für Industrie, Handwerk und den Dienstleistungssektor.

Hohe Qualitätsansprüche

„Schwerpunktbranchen, in die wir vermitteln, sind der Automotive-Bereich und die Lebensmittelproduktion, aber auch die Pharma- und die Kunststoffverarbeitungsindustrie sind sehr interessant für uns“, so Michael Wieneke. Die Fachkräfte akquiriert Allpersona sowohl auf regionalen Märkten als auch international.

„In vielen Bereichen findet man in Deutschland heute leider keine geeigneten Mitarbeiter mehr. Neben Deutschland rekrutieren wir die Arbeitskräfte daher ebenfalls aus Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Wir haben ein eigenes Rekrutierungsteam mit vier Mitarbeitern, die streng auf eine hohe Qualifikation und gute Sprachkenntnisse der Arbeitskräfte achten“, erklärt Michael Wieneke.

„In vielen Bereichen findet man in Deutschland heute leider keine geeigneten Mitarbeiter mehr.“ Michael WienekeGeschäftsführer
Michael Wieneke, Geschäftsführer der Allpersona GmbH

Bei allem, was das Unternehmen tut, stehen drei zentrale Faktoren stets an oberster Stelle: Kundenorientierung, Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen. „Fairness und Verantwortung haben für mich sowohl im Umgang mit unseren Mitarbeitern als auch mit den Kunden oberste Priorität. Dazu gehört auch, ehrlich zu den Kunden zu sein, wenn wir deren Anforderungen einmal nicht erfüllen können. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel fünf Elektriker braucht, ich aber nicht weiß, ob wir diese stellen können, muss ich das dem Kunden gegenüber offen kommunizieren. Offenheit und Transparenz sind enorm wichtig im Umgang mit den Kunden“, betont der Geschäftsführer.

Schwierige Bedingungen

Wichtig seien die zentralen Grundsätze von Allpersona außerdem vor dem negativen Image, das der Branche bis heute anhaftet. „Der Ruf von Zeitarbeit ist oftmals nicht der beste. Die Branche hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, heute ist die Zeitarbeit vergleichbar mit einer Festanstellung. Trotzdem müssen wir nach wie vor für ein positives Image kämpfen. Das ist eine große Herausforderung.“

Auch die politischen Rahmenbedingungen stellen Michael Wieneke und sein Team zum Teil vor schwierige Aufgaben. „Was wir uns von der Politik wünschen, sind vor allem alltagstaugliche Lösungen. Dass Zeitarbeiter keine Arbeitskräfte zweiter Klasse sind, sondern Arbeitnehmer mit den gleichen Rechten und Pflichten wie jeder andere Mitarbeiter auch. Unsere Mitarbeiter unterscheiden sich dahingehend in keinster Weise. Das wird noch häufig übersehen beziehungsweise zu wenig anerkannt. Nehmen wir zum Beispiel die Flüchtlingsbewegung: Wir haben rund 1,8 Millionen Menschen, die bald einen Job brauchen. In fester Anstellung dürfen sie nach drei Monaten arbeiten. Der Gesetzgeber hatte ursprünglich geplant, dies in der Zeitarbeit erst nach 15 Monaten zu ermöglichen. Die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit haben sich dafür eingesetzt, dass das Vorhaben überarbeitet wurde“, so der Firmeninhaber.

Die Mühe der letzten Jahre hat sich für die Allpersona GmbH sichtlich gelohnt. Dies nicht zuletzt, weil sich Michael Wieneke und seine Mitarbeiter auch immer wieder selbst hinterfragen und mit Umfragen die Zufriedenheit ihrer Kunden analysieren. „In unseren Umfragen erzielen wir regelmäßig einen Notendurchschnitt von 1,8. Das sind tolle Werte und sie bestätigen uns in unserer täglichen Arbeit.“

Natürlich geht ein Unternehmen wie Allpersona mit der Zeit. Das gilt auch für das Marketing. „Vieles läuft bei uns heute über die sozialen Medien. Derzeit sind wir vor allem bei Facebook sehr aktiv. Letztendlich rekrutieren wir die Arbeitskräfte dort, wo unsere Mitwettbewerber dies auch tun. Man muss sich also qualitativ abheben“, betont der Geschäftsführer.

In Zukunft möchte Michael Wieneke sein Unternehmen weiter wachsen lassen. „Mittelfristig wollen wir unseren Betrieb auf 15 bis 20 stabile Standorte ausbauen. Auch unsere Aktivitäten in Österreich wollen wir in den nächsten Jahren deutlich ausweiten. Es gibt also noch einiges für uns zu tun“, verrät er.

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