Wie Energiekonzerne und Bundesregierung die Öffentlichkeit verkohlen

Die Klimaschutz-Lüge

Kohlekraftwerke sind „Klimakiller“

Ganze neun Kohlekraftwerke werden nach Angaben vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) momentan in Deutschland gebaut, vier weitere sind in Planung. Es gibt keine klimaschädlichere Art der Stromerzeugung als die Verbrennung von Kohle, so der BUND. Im Vergleich mit Gaskraftwerken seien Kohlekraftwerke sogar doppelt so schädlich für das Klima. Mehr noch: Kohlekraftwerke sind laut BUND nicht nur „Klimakiller“ sondern auch ineffizient und unflexibel. Trotzdem bauen die vier Energiekonzerne RWE, e.on, Vattenfall und EnBW munter weiter.

„Stromlücke“ droht 2015

Sie argumentieren mit einer möglichen „Stromlücke“, die Deutschland mit der Abschaltung der Atomkraftwerke droht, wenn nicht ausreichend Ersatz in Form von Kohlekraftwerken bereitstünde. Die Konzerne stützen sich dabei auf eine aktuelle Studie der Deutschen Energieagentur (dena), die eine Stromlücke für das Jahr 2015 vorhersagt und als einzigen Ausweg den Bau von 15 neuen Kraftwerken sieht. Weiter heißt es, dass im Jahre 2050 erneuerbare Energien zur Stromerzeugung noch „nicht marktfähig“ und daher konventionelle Kraftwerke in „großem Umfang nötig“ sind. Bei der Lektüre der Studie sollte allerdings folgendes bedacht werden: Auftraggeber ist RWE, und die dena wird zum Teil von den vier Energiekonzernen finanziert.

Massiver Ausbau erneuerbarer Energien nötig

So wundert es auch nicht, dass das Umweltbundesamt in seiner Studie zu einem ganz anderen Ergebnis kommt. Demnach wird es keine Stromlücke geben, wenn keine weiteren Kohlekraftwerke ans Netz gehen. Dabei setzt das Umweltbundesamt allerdings voraus, dass die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden. Doch der politische Wille sie voranzutreiben, Beispiel Solarförderung, hat stark nachgelassen. Stattdessen spricht die Bundesregierung plötzlich auch von einer Stromlücke und setzt auf noch mehr Kohlestrom. Klimaschutz sieht anders aus, Frau Bundeskanzlerin!

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