Unfälle im Haushalt: Die richtigen Reaktionen und wie man Unfälle verhindert

Welche Unfälle passieren am häufigsten?

Platz eins der Unfallstatistik belegen Stürze. Stark gefährdet sind ältere Menschen ab 60. Im öffentlichen Raum stehen Schilder, die vor dem Ausrutschen auf dem feuchten Boden warnen. Eine weitere Gefahr: Das Heimwerken an der Decke lädt dazu ein, die eigenen Fähigkeiten als Seiltänzer auf dem Badewannenrand zu testen. Stürze im Haus und der Anruf beim Krankenwagen sind dann vorprogrammiert. Weniger wacklig ist eine Leiter mit breiten Stufen, die stabil auf dem Boden steht. Zum Hinaufklettern sind feste Schuhe ratsam, um einen sicheren Stand zu haben.

Andere Unfallquellen sind Schnitte und Verbrennungen aus der Küche. Statt des gezackten Messers greifen Köche besser zu einem mit glatter Klinge. Beim Aufheben eines zerbrochenen Tellers empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen. Das verhindert Schnitte an den Scherben. Zusätzliche schützen Küchenhandschuhe im Umgang mit heißen Backformen und Töpfen vor dem Verbrennen.

Bei Kindern führen am häufigsten Vergiftungen und Stromschläge dazu, dass sie sich verletzen. Vor dem Anfassen von Steckdosen schützen Kindersicherungen. Auch für den Verzehr und das Einatmen giftiger Stoffe gibt es Vorsichtsmaßnahmen. Es bietet sich an, Medikamente und Düngemittel für den Garten weit oben im Regal aufzubewahren.

Was tun, wenn es doch mal zum Unfall kommt?

Der wohl wichtigste Tipp lautet: Ruhe bewahren! Stress und Hektik begünstigen Missgeschicke. Doch nicht jedes Unglück lässt sich vermeiden, im schlimmsten Fall ist die letzte Hilfe der Krankenwagen. Etwa jeder fünfte Unfall endet mit einem Aufenthalt im Krankenhaus. Leider kommt zu den gesundheitlichen Folgen meist noch eine finanzielle Belastung. Denn die gesetzliche Unfallversicherung kommt nicht für die Kosten auf. Unfälle im Haushalt sind nicht inbegriffen und ohne Unfallversicherung kann es schnell teuer werden. Daher lohnt sich das Abschließen einer Unfallversicherung. Dies ist sogar digital möglich bei Friday. Die zusätzliche Unfallversicherung bietet Hilfe im Ernstfall und beinhaltet Ursachen wie Stürze im Haus und im Garten.

Im Notfall benötigen Verletzte jedoch zunächst Erste Hilfe. Ersthelfer fordern einen Krankenwagen an und bringen die verletzte Person in die stabile Seitenlage. Sie beatmen den Bewusstlosen und massieren sein Herz. In schweren Fällen entscheidet das zwischen Leben und Tod. Wichtig ist die Art der Verletzung: Verbrannte Haut muss zeitnah gekühlt werden, um Schmerzen zu lindern und Schäden an der Haut zu verringern. Nach zehn Minuten ist dieser Effekt vorbei. Dann gilt es, die Kühlung zu stoppen und zu vermeiden, dass der Verletzte unterkühlt. Ein Knochenbruch benötigt Stabilität, der Verletzte sollte sich möglichst ruhig verhalten und nicht bewegen.

Welches sind die größten Gefahrenquellen? - Und wie kann man sie vermeiden?

Ersthelfer müssen sich zuerst darum kümmern, dass sie selbst in Sicherheit sind. Erst danach können sie der verwundeten Person helfen. Bei Unfällen mit Strom stoppt ein Beteiligter den Stromkreis. Das geschieht, indem er den Hauptspeicher ausschaltet oder den Netzstecker zieht. Solange Strom fließt, darf niemand die verunglückte Person anfassen. Sonst droht dem Ersthelfer ein Stromschlag. Neben Steckdosen begünstigen Haushaltsgeräte wie Bügeleisen Unfälle, Toaster und Wasserkocher lösen Brände aus. Deshalb gilt: Vor dem Schlafengehen Stecker ziehen.

Die Handwerksgeräte und die Gegenstände in der Wohnung können auch gefährlich werden. Bei Unfällen im Haushalt schneiden sich die Menschen am häufigsten, anschließend müssen die offenen Wunden verarztet werden. Unterschätzt sind Giftunfälle: Nicht nur Chemikalien, auch die Pflanzen aus dem Garten können schlimme Folgen haben. Davon reicht schon eine geringe Menge.

Manchmal hilft schon ein kleines Utensil, das dem drohenden Haushaltsunfall vorbeugt. Für die Dusche gibt es Anti-Rutsch-Matten, die das Fallen auf den Boden verhindern. Noch bequemer duscht es sich im Sitzen auf einem Duschhocker. Es gibt noch mehr Stolperfallen. Etwa die ausgelaufene Flasche Shampoo im Bad oder der Fettspritzer vom Anbraten in der Küche. Bewohner sollten diese entfernen. Lichtquellen, die sich durch einen Bewegungsmelder einschalten lassen, schützen zusätzlich vor Stürzen.

Fazit

Das Zuhause gilt als sicherer Ort, trotzdem ist hier Vorsicht geboten. Sonst endet der Frühjahrsputz im Krankenwagen. Vorausschauendes Planen beim Bau und ein entspanntes Herangehen schützen vor Verletzungen. Und falls doch etwas passiert, zahlt die private Unfallversicherung die Kosten.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Wie Künstliche Intelligenz Digitale Zwillinge deutlich günstiger macht

Wie Künstliche Intelligenz Digitale Zwillinge deutlich günstiger macht

Digitale Zwillinge waren bislang oft mit hohem Aufwand für 3D-Scans, Nachbearbeitung und Modellierung verbunden. Moderne KI kann unvollständige Scandaten ergänzen, Geometrien rekonstruieren und digitale Modelle schneller nutzbar machen. Dadurch sinken…

SicherheitsExpo 2026: Sicherheitstechnik für eine vernetzte Welt

SicherheitsExpo 2026: Sicherheitstechnik für eine vernetzte Welt

Die SicherheitsExpo 2026 findet am 1. und 2. Juli 2026 im MOC Veranstaltungscenter München statt. Auf der Fachmesse präsentieren Aussteller Lösungen für Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Brandschutz, Perimeter Protection und IT-Security. Die…

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany. Empalis bei der Webkonferenz der IT-Sicherheit Online "KRITIS"

Datensouveränität-as-a-Service für KRITIS - made in Germany. Empalis bei der Webkonferenz der IT-Sicherheit Online "KRITIS"

Anhand eines realen Recovery-Falls zeigt der Vortrag, was cyberresiliente, souveräne Backups in der Praxis für kritische Infrastrukturen 2026 leisten müssen – jenseits von NIS2-Compliance-Tabellen und den typischen Herausforderungen, die sich…

Aktuellste Interviews

Handwerk für den  Mittelpunkt des Zuhauses

Interview mit Max Eckstein, Mitglied der Geschäftsleitung der Möbel Eckstein GmbH

Handwerk für den Mittelpunkt des Zuhauses

Die Küche hat sich in vielen Haushalten längst vom reinen Funktionsraum zum Mittelpunkt des Wohnens entwickelt. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an Planung, Qualität und Service. Die Möbel Eckstein GmbH…

„Qualität ist nicht  verhandelbar“

Interview mit Fausto Valente, General Manager und Guido Rimini, Export Manager der IRS Industrie Riunite Spalmati s.r.l.

„Qualität ist nicht verhandelbar“

Die Einsatzmöglichkeiten für Kunstleder und beschichtete Materialien haben sich deutlich erweitert. Neben Mode, Schuhen und Lederwaren gewinnen Möbel, Nautik, Automotive, Medizin und technische Anwendungen an Bedeutung. Gefragt sind Materialien, die…

„Unser Ziel ist, Mobilität und Lebensqualität langfristig zu erhalten“

Interview mit Meike Buchholz, Geschäftsführerin der PKB Praxis-Klinik Bergedorf GmbH

„Unser Ziel ist, Mobilität und Lebensqualität langfristig zu erhalten“

Rückenschmerzen, Gelenkverschleiß und Bewegungseinschränkungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Gefragt sind Versorgungskonzepte, die Prävention, Therapie, Operation und Rehabilitation verbinden. Die PKB Praxis-Klinik Bergedorf in Hamburg verfolgt diesen…

TOP