Stahlbau – ganz individuell und aus einer Hand

stahlbau-senf gmbh

Wirtschaftsforum: Herr Zeilmann, Sie leiten die stahlbau-senf gmbh nunmehr in zweiter Generation. Erzählen Sie uns doch bitte etwas über den Werdegang des Unternehmens.

Toni Zeilmann: Mein Vater Karl-Heinz Zeilmann und Erhard Senf gründeten die Firma 1993. 2019 haben die beiden ihre Anteile von jeweils 50% übergeben: Mein Vater an mich und Erhard Senf an seinen Schwiegersohn Michael Reinhard. Seitdem führen er und ich den Betrieb mit 38 Beschäftigten und einem Umsatz von circa sechs Millionen EUR gemeinsam.

Wirtschaftsforum: Stahlbau ist ein weites Feld. Wo genau liegen Ihre Schwerpunkte?

Toni Zeilmann: Wir arbeiten mit Standardstahlprofilen, stellen jedoch unsere Stahlkonstruktionen aller Art individuell her. Dazu gehören unter anderem Treppenanlagen, Stahlhallen, Sonderkonstruktionen und Brücken. Nochmals: Wir sind kein Systembauer, sondern bauen unsere Stahlkonstruktionen individuell nach den Bedürfnissen unserer Kunden.

Wirtschaftsforum: Und mit welchen Stahlelementen bauen Sie?

Toni Zeilmann: Wir verarbeiten Stahlrohre, Doppel-T-Träger, Winkelprofile, Bleche, Stabstahl, Kantteile und Hohlprofile.

Wirtschaftsforum: Schildern Sie uns doch bitte mal den Ablauf eines Projekts.

Toni Zeilmann: Am Anfang steht der Computerentwurf durch unsere Zeichner und Konstrukteure nach den Vorgaben des Kunden. Anschließend wird das benötigte Material in Längen von 6 bis 20 m im Großhandel bestellt. Danach wird es bearbeitet. Schneiden, Fräsen, Bohren und anschließen verschweißt, sodass daraus die Bauteile entstehen. Der nächste Schritt ist die Behandlung der Oberfläche, zum Beispiel verzinken oder beschichten. Als nächstes erfolgt die Montage der Teile beim Kunden.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich Corona auf Ihr Geschäft ausgewirkt?

Toni Zeilmann: Der persönliche Kontakt mit den Kunden war natürlich schon etwas eingeschränkt und es lief viel über Telefongespräche und Videokonferenzen. Bei der Montage auf den Baustellen gab es hingegen keine Einschränkungen. Bislang hat uns Corona – Toi, Toi, Toi – nur wenig getroffen.

Wirtschaftsforum: Erstellen Sie ausschließlich neue Bauten oder sanieren Sie auch?

Toni Zeilmann: Sowohl als auch.

Wirtschaftsforum: Und für wen arbeiten Sie?

Toni Zeilmann: Mit einem Anteil von rund 90% sind gewerbliche Kunden unsere wichtigsten Auftraggeber. Die übrigen 10% machen Privatleute aus.

Wirtschaftsforum: Sie sind ja nicht das einzige Stahlbauunternehmen. Wodurch heben Sie sich von der Konkurrenz ab?

Toni Zeilmann: Wir bieten unseren Kunden alles aus einer Hand. Wir sind kein Fertigungsbetrieb, der den Lkw belädt und anschließend die Rechnung schreibt. Wir hingegen sind individuelle Stahlbauer. Wir können auch die Statik berechnen, uns an den Kunden anpassen, wir produzieren und montieren. Vom Beginn des Projektes bis zum Abschluss betreuen wir unsere Kunden. Die gesamte Prozesskette – von der Idee des Kunden bis zur Endabnahme des Projekts – übernehmen wir. Das ist in der Branche relativ selten geworden. Auch unser Maschinenpark hebt sich von dem vieler Konkurrenzunternehmen ab. Hinzu kommen unsere hohe Flexibilität und unsere Bandbreite. Wenn wir keine Hallen bauen, dann bauen wir eben Treppen oder Sonderkonstruktionen.

Wirtschaftsforum: Wie schätzen Sie generell den Markt in Ihrer Branche ein?

Toni Zeilmann: Es sieht ganz gut aus. Wir merken das an den zahlreichen Anfragen unserer Kunden. Das gilt sowohl für Architekturbüros wie auch für öffentliche Auftraggeber. Lediglich der Preiskampf ist etwas härter geworden.

Wirtschaftsforum: Welchen Stellenwert hat die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen.

Toni Zeilmann: Extern ist das für uns noch kein Thema, intern schon. Unsere Maschinen laufen rechnergesteuert und auch bei der Konstruktion arbeiten wir mit entsprechender Software.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielen bei Ihnen die Mitarbeiter? Leidet Ihr Unternehmen auch unter dem allseits beklagten Mangel an Fachkräften?

Toni Zeilmann: Der Markt an Fachkräften ist leergefegt. Deshalb bilden wir auch selbst aus. Und selbst die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich äußerst schwierig.

Wirtschaftsforum: Wie sehen Ihre Planungen für die kommenden Jahre aus?

Toni Zeilmann: Grundsätzlich haben wir immer den Drang, uns weiterzuentwickeln. Wegen des Mangels an Fachkräften haben wir jedoch zurzeit keinerlei Expansionspläne. Aktuell möchten wir unseren Standort mit der jetzigen Zahl der Mitarbeiter gerne erhalten.

stahlbau-senf gmbh
Marksuhl
Sonnenacker 3
99834 Gerstungen
Deutschland
+49 36925 9160
+49 36925 91611
info@stahlbau-senf.de
www.stahlbau-senf.de

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