Die Zukunft der medizinischen Bildgebung: Wie SCS die Radiologie im fachgebundenen Röntgen revolutioniert

Interview mit Dr. h. c. Markus Hoppe, Geschäftsführer der SCS GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Dr. h. c. Hoppe, wie unterscheidet sich die von Ihrem Unternehmen entwickelte SCS Bildgebung von den klassischen radiologischen Verfahren?

Dr. h. c. Markus Hoppe: Bei herkömmlichen Röntgenaufnahmen wird nur ein zweidimensionales Bild angefertigt, das oft schwer zu interpretieren ist. Viele pathologische Veränderungen und sogar Frakturen sind oft nicht nachweisbar, werden selbst von erfahrenen Diagnostikern übersehen. Computertomographien (CT) bieten eine höhere Diagnosegenauigkeit, gehen jedoch mit einer signifikanten Strahlenbelastung für den Patienten einher, was insbesondere in der Pädiatrie ein wichtiges Thema ist. Unsere SCS Bildgebung basiert auf der digitalen Volumentomographie (DVT) und ist beiden Verfahren überlegen, da sie statt nur einem einzigen Bild mehrere hundert Aufnahmen macht, aus denen unsere Software eine multiplanare Ansicht erstellt.

Dabei wird mit einer Aufnahme eine koronale, sagittale und axiale Ansicht erstellt, in welcher beispielsweise Frakturen, die in einer Röntgenaufnahme nicht zu erkennen sind, deutlich sichtbar macht. Mit unserem Super-Ultra-Low-Dose-Protokoll können wir sogar die Strahlenbelastung einer 2-D-Röntgenaufnahme unterschreiten.

Wirtschaftsforum: Welche Vorteile gehen damit für die behandelnde Ärzte einher?

Dr. h. c. Markus Hoppe: Der Einsatz unserer Lösungen bringt für die behandelnden Ärzte zahlreiche Vorteile mit sich. Durch den geringen Platzbedarf können unsere Lösungen in nahezu jeder Praxisumgebung verwendet werden, wodurch lange Überweisungs- und Terminketten vermieden werden. Die Untersuchung des betreffenden Körperbereichs erfolgt im belasteten oder unbelasteten Zustand, ohne dass dabei besondere Lagerungen notwendig wären. Zudem ist die Bedienung unserer Systeme durch eine benutzerfreundliche Oberfläche und voreingestellte Programme auch für das Praxispersonal einfach zu erlernen. Die digitale Volumentomographie ist nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechenbar, sodass die radiologische Leistung in der Praxis honoriert wird und diese valorisiert. Darüber hinaus kann die Praxis durch den Einsatz unserer Technologie einen klaren Kompetenzgewinn demonstrieren. Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in der außerordentlichen Befundsicherheit, die über die Möglichkeiten herkömmlicher Verfahren hinausgeht. Wenn eine Lösung dem Status quo überlegen ist, wird sie sich durchsetzen und schließlich zu einer Verdrängung des Bestehenden führen.

Wirtschaftsforum: Ihre Anwender bezeichnen SCS in der Branche auch als ‘Apple in der Medizintechnik’. Was macht Ihr Unternehmen so besonders?

Dr. h. c. Markus Hoppe: Wir legen sehr großen Wert auf Design und Benutzerfreundlichkeit. Unsere Systeme sollen nicht nur zuverlässig arbeiten, sondern auch eine intuitive Bedienung ermöglichen. Zudem setzen wir auf eine hohe Qualität und halten uns strikt an die geltenden Sicherheitsstandards. Durch diese Kombination aus Technologie, Design und Qualität haben wir uns eine treue Anwender-Community aufgebaut, deren Erfolg zu unserem wurde – wir machen kein Marketing, wir werden empfohlen.

Wirtschaftsforum: Welche Weiterentwicklungen Ihrer Systeme werden aktuell von Ihnen verfolgt – und welche Perspektiven sehen Sie langfristig für Ihr Unternehmen?

Dr. h. c. Markus Hoppe: Neben unserem Extremitätenscanner möchten wir bald auch eine Lösung für die bildgebende Diagnostik des ganzen Körpers anbieten. Da während der Coronapandemie jedoch keine klinischen Studien durchgeführt werden konnten, verzögerte sich leider das Zulassungsverfahren, sodass wir den Launch des Produkts derzeit für Mitte nächsten Jahres anstreben. Es bleibt unser Ziel, die von uns bisher gewährleistete Qualitätssicherung bei der Strahlenhygiene sowie bei der Befundsicherheit auf diesem hohen Niveau zu halten und überall dort im Markt aufzutreten, wo dieser Mehrwert in der Patientenversorgung auch auf eine entsprechende wirtschaftliche Resonanz stoßen kann. Dabei verstehen wir uns als kompetenter Lösungspartner für unsere Anwender-Community. Wir haben klein gestartet, konnten aber durchgehend auf unsere überlegene Technologie vertrauen und setzten anschließend mit großem Selbstvertrauen auf eine exponentielle Wachstumsphase.

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