Reuse & Logistics Leadership Days 2026: GIWA bringt Praxiserfahrung in die PPWR Debatte ein

GIWA‑Geschäftsführer Daniel Sieberer betonte in der Podiumsdiskussion „Mehrweg‑Ausblick EU‑Politik“ die Bedeutung der Schnittstelle zwischen Regulierung und industrieller Umsetzung. Gemeinsam mit Vertretern der Genossenschaft Deutscher Brunnen und der New European Reuse Alliance diskutierte er Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Frage, wie neue Vorgaben mit bestehenden Mehrweg‑ und Poolingstrukturen vereinbar sind. Im Fokus stand die PPWR, die europaweit einheitliche Anforderungen an Design, Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz definiert. GIWA zeigte anhand bestehender Systeme, dass zentrale Ziele bereits heute technisch realisierbar sind. Entscheidend sei nun die industrielle Umsetzbarkeit.

Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Kreislaufwirtschaft betreibt GIWA in Westendorf ein eigenes Recycling‑Center und setzt geschlossene Materialkreisläufe um. Ein Beispiel ist die Kunststoff‑Viertelpalette, die mehrfach genutzt, zurückgeführt und im Werk recycelt wird. Diese Closed‑Loop‑Systeme erfordern hohe Kompetenz in Konstruktion, Material und Prozessführung.

GIWA erfüllt viele PPWR‑Anforderungen bereits heute und sieht Potenzial für die Weiterentwicklung europaweiter Mehrweg‑ und Poolingstrukturen. Die Harmonisierung europäischer Vorgaben gilt als Chance, während die Integration bestehender Logistikinfrastrukturen herausfordernd bleibt. 

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