Köln im Fokus: Der wachsende Markt für Billigimporte und seine Folgen

Ein strukturell unfairer Wettbewerb

Die niedrigen Preise der Importware sind kein Wunder der Effizienz. Plattformen wie Temu und Shein setzen sich systematisch über europäische Sicherheits-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards hinweg – während lokale Händler in Köln genau diese Standards einhalten und die entsprechenden Kosten tragen müssen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Billigimporte beläuft sich auf 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust pro Jahr, davon 1,3 Milliarden allein im Einzelhandel – verbunden mit über 40.000 weggefallenen Arbeitsplätzen.

Was Köln jetzt braucht

Die veränderten Kaufgewohnheiten durch E-Commerce führen zu einem spürbaren Rückgang der Kundenfrequenz in den lokalen Kölner Einzelhandelslagen und damit zu Umsatzverlusten. Die Stadt reagiert mit Förderprogrammen – aber Subventionen sind keine Antwort auf ein strukturelles Problem. Was fehlt, ist ein echtes Umdenken beim Einkaufen: Wer in Köln kauft, hält Köln am Leben. Lokale Händler, faire Produktion, kurze Lieferketten – das ist keine Romantik, sondern Stadtpolitik.

Michelle Kujawa ist Expertin für nachhaltigen Konsum und Gründerin von youro.com

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Köln im Fokus: Der wachsende Markt für Billigimporte und seine Folgen

Aktuellste news

Köln im Fokus: Der wachsende Markt für Billigimporte und seine Folgen

Köln im Fokus: Der wachsende Markt für Billigimporte und seine Folgen

Wer durch die Schildergasse oder die Hohe Straße läuft, bemerkt den Wandel: Immer mehr Flächen stehen leer, immer mehr Läden, die jahrzehntelang zum Stadtbild gehörten, sind verschwunden. Die Kölner Hohe…

Zu wenig Jod: Warum auch heute noch viele gefährdet sind

Zu wenig Jod: Warum auch heute noch viele gefährdet sind

Jodmangel ist kein Problem aus vergangenen Jahrzehnten. Auch heute zeigen Studien, dass viele Menschen zu wenig Jod aufnehmen, Frauen besonders häufig. Hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft oder Kinderwunsch erhöhen den Bedarf deutlich.…

Virtual 3D Showcases machen Digitale Zwillinge räumlich erlebbar

Virtual 3D Showcases machen Digitale Zwillinge räumlich erlebbar

Museen, Handel und Messen setzen zunehmend auf LED-Installationen, die Objekte scheinbar frei im Raum schweben lassen, ganz ohne Brille. Off-Axis-Rendering, kalibriert auf die physische Geometrie der Installation, macht das möglich…

Aktuellste Interviews

Der Gipfel ist erst der Anfang

Interview mit Sebastian Schaller, General Manager Germany der Oberalp Deutschland GmbH

Der Gipfel ist erst der Anfang

Wer über Bergsport spricht, kommt an der Oberalp Gruppe kaum vorbei. Das familiengeführte Unternehmen mit Hauptsitz in Bozen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem internationalen „House of Mountain…

Auf der Seite des Kunden

Interview mit Carmen Philippi, Geschäftsführung, Vorstand der Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler AG

Auf der Seite des Kunden

Versicherungen gelten als komplex, unpersönlich und oft schwer verständlich. Gerade Unternehmen benötigen jedoch Lösungen, die exakt zu ihren Risiken passen und im Schadenfall zuverlässig greifen. Die Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler…

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Interview mit Toma Marcinkeviciute, Geschäftsführerin

Nahrhaft, schmackhaft, convenient

Seit 2010 vertreibt die VG Handel GmbH die Produkte der litauischen VIČI-Gruppe in Deutschland. Insbesondere Surimi möchte das Unternehmen in nächster Zeit noch deutlich bekannter machen und als nahr- wie…

TOP