Köln im Fokus: Der wachsende Markt für Billigimporte und seine Folgen

Ein strukturell unfairer Wettbewerb
Die niedrigen Preise der Importware sind kein Wunder der Effizienz. Plattformen wie Temu und Shein setzen sich systematisch über europäische Sicherheits-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards hinweg – während lokale Händler in Köln genau diese Standards einhalten und die entsprechenden Kosten tragen müssen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Billigimporte beläuft sich auf 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust pro Jahr, davon 1,3 Milliarden allein im Einzelhandel – verbunden mit über 40.000 weggefallenen Arbeitsplätzen.
Was Köln jetzt braucht
Die veränderten Kaufgewohnheiten durch E-Commerce führen zu einem spürbaren Rückgang der Kundenfrequenz in den lokalen Kölner Einzelhandelslagen und damit zu Umsatzverlusten. Die Stadt reagiert mit Förderprogrammen – aber Subventionen sind keine Antwort auf ein strukturelles Problem. Was fehlt, ist ein echtes Umdenken beim Einkaufen: Wer in Köln kauft, hält Köln am Leben. Lokale Händler, faire Produktion, kurze Lieferketten – das ist keine Romantik, sondern Stadtpolitik.
Michelle Kujawa ist Expertin für nachhaltigen Konsum und Gründerin von youro.com





