Feuerwehren am Puls der Zeit: Drohnen, Roboter und Co.

Modernisierung

Drohnen

Mit Drohnen lassen sich nicht mehr nur schöne Landschaftsvideos und -bilder erstellen, sondern man hat längst auch ihren Nutzen für verschiedene Wirtschaftsbereiche entdeckt. So werden Drohnen in der Landwirtschaft beispielsweise zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt und Rehkitze können so lokalisiert und gerettet werden. Im Feuerwehrwesen startete man vor vielen Jahren mit dem Naheliegendsten: Löschversuchen. Mittlerweile unterstützen Drohnen Feuerwehrmänner und -frauen bei Suchaktionen, Einsätzen mit gefährlichen Stoffen oder an besonders weitläufigen Einsatzorten. Dadurch können Zeit und Ressourcen gespart werden. Dieses Feld entwickelt sich ebenso kontinuierlich weiter, wodurch in Zukunft noch weitere Anwendungsgebiete hinzukommen könnten. Nicht zuletzt deswegen, weil man Drohnen bereits mit einer Vielzahl an Zusatzfunktionen und Sensoren ausstatten kann.

Roboter

Staubsaugroboter oder Mähroboter sind wohl die bekanntesten Roboter für den Eigengebrauch. Aber auch bei den Blaulichtorganisationen sind sie auf dem Vormarsch. Sie könnten zum Beispiel das Löschen in Gebieten übernehmen, die für Menschen bereits zu gefährlich sind, weil Einsturzgefahr droht oder weil das Gebiet mit Sprengstoffresten durchsetzt ist. Hierbei spielen insbesondere Infrarotkameras und jede Menge Sensoren eine große Rolle.

Elektromobilität

Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie waren 2020 60 elektrische Fahrzeugmodelle deutscher Hersteller auf dem Markt. Sie konnten an rund 24.000 öffentlichen Orten mit Strom versorgt werden. Die Zulassungen von E-Autos stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich. Im August 2020 wurden beispielsweise mehr als 16.000 rein elektrische Autos in Deutschland zugelassen. Und auch im Feuerwehrwesen, genauso wie bei Rettungsdiensten, nimmt dieses Thema Fahrt auf. So wurde bei der Florian-Messe 2020, der einzigen großen, deutschen Fachmesse für Feuerwehr, Zivil- und Katastrophenschutz, erstmals ein voll elektrisch betriebenes Feuerwehrfahrzeug mit Logistikaufbau vorgestellt.

Software

Egal, ob Einsatzfahrzeuge, Spritzen, Pumpen oder hydraulische Rettungsgeräte – im Feuerwehrwesen spielen greifbare, analoge Dinge die wichtigsten Rollen. In den letzten Jahren zeichnet sich daneben aber eine andere Entwicklung ab: Software-Lösungen und Apps gewinnen an Bedeutung. Gerade die jüngere Generation, die mit digitalen Technologien aufgewachsen ist, nutzt diese immer öfter sowohl für die Vor- und Nachbearbeitung von Einsätzen, als auch direkt am Einsatzort.

Ein Beispiel hierfür sind mobile Informationssysteme, die den Wehren Details über neue Fahrzeuge liefern, mit denen sie bei Einsätzen in Berührung kommen. Wo befindet sich ein noch nicht ausgelöster Airbag? Wo die Hochvoltbatterie? Und was ist mit Ultrakondensatoren? All dies gilt es bei Unfällen zu berücksichtigen, damit sich die Einsatzkräfte selbst nicht in Gefahr bringen. Ein anderes Beispiel sind große Monitore in den wichtigsten Räumlichkeiten eines Feuerwehrhauses, die mit einer entsprechenden Software ausgestattet werden. Diese hält die wichtigsten Informationen zur aktuellen Alarmierung bereit, wodurch sich die Feuerwehrmänner und -frauen schon beim Eintreffen im Feuerwehrdepot einen ersten Überblick verschaffen können. Aber auch digitale Alarmierungs- und Leitstellensysteme werden immer wichtiger und präziser, genauso wie Fahrhilfen bei schlechter Sicht, Informationssysteme, die den Einsatz in Echtzeit abbilden oder Apps für die Mitglieder. Natürlich gehören auch Wärmebildkameras zu dieser Kategorie, die sich ebenso stetig weiterentwickeln. Solche Innovationen im Bereich der Informationstechnologie könnten in Zukunft eine wichtige Stütze bei der Bewältigung unterschiedlicher Szenarien sein.

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