Deutschen ist konzentriertes Arbeiten wichtiger als ein Kicker

Umfrage zeigt: Workspace korreliert mit Leistung

Angenommen, der Arbeitgeber würde die Arbeitsumgebung attraktiver gestalten wollen, hielten fast die Hälfte der Befragten (44,9 Prozent) Rückzugsräume für besonders wichtig, Garten oder Terrasse, um draußen arbeiten zu können, wünschten sich rund 40 Prozent und Flächen für den sozialen Austausch mit Kollegen über 36 Prozent. Für Möglichkeiten der Ablenkung, zum Beispiel durch einen Kicker, votierte noch nicht mal jeder Vierte (23,4 Prozent, Mehrfachantwort möglich). Das geht aus einer Umfrage mit repräsentativer Verteilung hervor, die das Institut für mobile Marktforschung Appinio für den Murmann Verlag durchführte.

Arbeitsumgebungen für individuelles Arbeiten gewünscht

Abgeschlagen sind Faktoren, die das Prestige der Büros betonen: Jeweils nur gut jeder Fünfte erachtet großzügig geschnittene Büros (20,8 Prozent) sowie chice und stylische Arbeitsumgebung (18,3 Prozent) als relevant. „Der Wunsch nach Rückzugsmöglichkeiten illustriert das Bedürfnis nach individuelleren Arbeitsumgebungen, das viele Arbeitnehmer haben“, erklärt Pascal Gemmer von der Berliner Innovationsberatung Dark Horse Innovation. „Dabei geht es vielen Arbeitenden längst nicht mehr nur um flexible Zeiteinteilung, sondern auch um passende räumliche Angebote in den Büros – für Stillarbeit, Teamwork oder Meetings“, so der Co-Autor des „New Workspace Playbook“, das gerade im Murmann Verlag erschienen ist.

Fast 30 Prozent unzufrieden mit Arbeitsumgebung

In der Umfrage zeigt sich auch, dass nur rund jeder Vierte (24,7 Prozent) mit seiner Arbeitsumgebung sehr zufrieden ist. Immerhin 46,5 Prozent der Befragten geben an, zufrieden zu sein, aber Verbesserungsideen zu haben. Alarmierend für Arbeitgeber: Jeder Fünfte gibt an, weniger zufrieden zu sein – es gebe viele Dinge, die stören. 8,8 Prozent erklärten sogar, unzufrieden zu sein und sich nicht wohl in der Arbeitsumgebung zu fühlen.

 

Je älter, desto Einzelbüro

Ein Mittel gegen die Unzufriedenheit im Büro ist ein durchdachtes Raumkonzept, das Möglichkeiten für introvertierte Stillarbeiter, Team-Worker und Meeting-Junkies bietet. Doch dass der Arbeitgeber ein passendes Konzept für die Arbeitsumgebung hat, wissen nur 21,2 Prozent sicher. Unsicher sind 43,6 Prozent, über ein Drittel (35.2 Prozent) denkt sogar, der Arbeitergeber habe kein Konzept für die Räume.

Was das ideale Konzept für ein Unternehmen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: „Bei einer Firma mit über 200 Mitarbeitern fällt es schwerer als bei einem Startup, alle zusammenarbeitenden Teammitglieder auch zusammenzusetzen. Aber die räumliche Nähe im Team sorgt immer für einen besseren Kommunikationsfluss, mehr Wissensaustausch und letztlich eine höhere Motivation“, so Pascal Gemmer von Dark Horse Innovation. „Und auch das Großraumbüro ist nicht die einzig wahre Lösung, da es einige Momente gibt, in denen konzentriertes Arbeiten nötig ist. Abhilfe für diese Bedürfnisse schaffen beispielsweise Denkerzellen und andere Orte der Stillarbeit.“

Die Möglichkeit nach Stillarbeit illustriert auch der in der Umfrage sichtbare Wunsch nach Einzelbüros: Während gegenwärtig nur etwa zehn (10,2) Prozent tatsächlich in einem Einzelbüro arbeiten, wünschen sich das unter allen Büronutzern 35 (35,23) Prozent. Bereits jetzt haben vor allem Menschen über 45 Jahren ein Einzelbüro – 15,38 Prozent um genau zu sein –, in dieser Altersgruppe würden am liebsten jedoch 44 (44,27) Prozent ein Büro alleine nutzen. Ähnlich stark wünschen sich jedoch auch 25- bis 29-jährigen Einzelbüros: Rund 41 (40,54) Prozent würden gerne ihr eigenes Büro haben, aktuell haben dies bereits aber nur knapp 13 (12,99) Prozent der Befragten.

Zur Umfrage: Das Hamburger Meinungsforschungsinstitut Appinio befragte im Auftrag des Murmann Verlag am 8. und 9. Mai 2018 insgesamt 1000 Teilnehmer in repräsentativer Verteilung.

Quelle: Murmann Verlag

 

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