Auf Nummer sicher

Interview

„Ausbildung von zertifizierten Fachkräften für Schutz und Sicherheit gibt es schon seit zehn Jahren“, verrät Thorsten K. Steubesand, der als Geschäftsführer von ZST selbst den Meister für Schutz und Sicherheit absolviert hat. „Aber das ist nicht so präsent in der Öffentlichkeit. Der Beruf ist eher typisch für Nebeneinsteiger. Als Kunde sollte man unbedingt auf die Zertifizierung für Sicherheitsdienstleistungen achten, das bietet eine gewisse Qualität.“

ZST bildet selbst Sicherheitskräfte in der eigenen Akademie aus, auch auf behördlichen Auftrag hin.

Rapides Wachstum 

Ursprünglich startete die Firma 2004 als klassische Wach- und Schließgesellschaft, bis Thorsten K. Steubesand nach dem Tod des Firmengründers Jörg Zander die Führung übernahm.

„Das war der Wunsch seiner Witwe“, offenbart er. „Ich habe die Firma neu strukturiert. Damals waren fünf Leute hier angestellt, heute sind es über 100.“ Entsprechend ist auch der Umsatz kontinuierlich um 20% gestiegen und erreichte 2015 eine Summe von drei Millionen EUR.

„Dieses Jahr lagen wir im April bereits bei vier Millionen EUR“, verrät Thorsten K. Steubesand, dessen Expertise zurzeit von vielen Seiten gefragt ist. „Unser neuestes Projekt sind Rettungsaktionen im Mittelmeer zum Schutz der Flüchtlinge“, erläutert er. „Wir beraten auch die Handelsschifffahrt, wie mit Flüchtlingen umzugehen ist. Die wenigsten sind wirklich auf Seenotrettung vorbereitet.“

Thorsten K. Steubesand
„Wir wollen in unserem Bereich etwas mehr Sicherheit in die Gesellschaft bringen.“ Thorsten K. SteubesandGeschäftsführer

Umfassende Kompetenzen 

Thorsten K. Steubesand stellt zudem fest, dass die Flüchtlingskrise ein generelles Umdenken in der Branche bewirkt hat. „Qualifizierte Kräfte sind nun einmal teurer als Nebeneinsteiger“, meint er. „Die Flüchtlingskrise hat da sehr viel Gutes bewirkt, denn Kompetenzen sind in diesem Fall unabdinglich. Bei uns ist jeder einzelne Sicherheitsmann Brandschutzhelfer, beherrscht Fahrsicherheit und verfügt über interkulturelle Fähigkeiten. Das macht uns flexibler als unsere Mitbewerber.“

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