„Sport macht Spaß – und die Sportfläche noch mehr!“
Interview mit Tobias Owegeser, Geschäftsführer der SMG Sportplatzmaschinenbau GmbH

„Wenn Sie irgendwo auf der Welt – in einem Leichtathletik-Stadion oder auf einem Schulhof – eine Laufbahn sehen, wurde sie wahrscheinlich mit unseren Maschinen hergestellt“, beschreibt Tobias Owegeser das Tätigkeitsfeld seines Unternehmens, dessen Geschäfte er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Daniel führt: „Die meisten heute noch gängigen Baumaschinen zur Herstellung von synthetischen Sportflächen sowie zu deren Reinigung, Pflege und späteren Sanierung samt Re-Topping wurden noch von unserem Vater entwickelt. Seitdem wurden sie natürlich um etliche Funktionen erweitert – in letzter Zeit insbesondere um digitale Tracking-Möglichkeiten, sodass wir uns bei größeren Anlagen auch remote einwählen können“, blickt Tobias Owegeser auf die Innovationsgeschichte von SMG zurück. Schon in den 1980er-Jahren folgte die Erweiterung der Produktpalette um Maschinen zur Herstellung von synthetischen Kunstrasenflächen; im Zuge stetig steigender Nachhaltigkeitsanforderungen hält das Unternehmen heute zudem entsprechende Recyclinganlagen bereit. „Inzwischen gelten bestimmte Einfüllgranulate als Mikroplastik, sodass eine entsprechende Trennung des Füllguts erfolgen muss – auch das können unsere Maschinen inzwischen problemlos leisten“, erklärt Tobias Owegeser. „Neben den Herstellern der entsprechenden Sportflächen zählen im Wartungs- und Pflegesegment auch die Betreiber zu unseren Kunden, also die Clubs, Kommunen oder andere öffentliche Träger, die bei uns von der Maschine bis hin zu Leasing- und Finanzierungsdienstleistungen alles aus einer Hand erhalten können.“
Ein starkes Exportgeschäft
Über 90% der Anlagen von SMG gehen dabei in den Export, vielfach auch in Entwicklungsländer: „Wir erleben immer wieder, wie mit unseren Anlagen Sportflächen in FIFA-Qualität an Schulen entstehen, wo es bisher gerade einmal Kreide für den Unterricht gab. Daran Anteil zu haben, wie die Lebensqualität der Menschen vor Ort spürbar steigt, ist eine unglaubliche Passion – für mich persönlich, aber auch für unser ganzes Team, ohne das wir unsere Mission nie so konzentriert umsetzen könnten“, unterstreicht Tobias Owegeser seine Motivation. Trotz des weltweiten Engagements soll der Produktionsstandort in Vöhringen auch perspektivisch der einzige des Unternehmens bleiben: „Gerade in der Coronakrise haben wir erfahren, dass eine Inhouse-Fertigung die verlässlichste Lösung ist. Deshalb haben wir in die modernste Laseranlage in Süddeutschland sowie neue Kantbanken und Schweißarbeitsplätze investiert. Gleichzeitig haben wir vor Kurzem unsere erste Niederlassung in den USA gegründet, um noch näher an den amerikanischen Markt heranzurücken, wovon wir uns großes Wachstumspotenzial versprechen“, blickt Tobias Owegeser in die Zukunft.








