Ausgewogen und kontrolliert

Interview

Die Geschichte von Rapso reicht bis in das Jahr 1989 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde im österreichischen Aschach an der Donau eine Ölmühle gegründet.

"Im Jahr 1993 übernahm die VOG-Gruppe, ein renommierter Import-, Export- und Großhandel in Österreich, die Aschachmühle", erklärt Astrid Höller, Produktmanagerin von Rapso. "Das Unternehmen präsentierte sich danach 1995 erstmalig auf der ANUGA in Köln. Seitdem ist Rapso kontinuierlich gewachsen. Seit dem 1. Januar 2010 ist die VOG als autarkes Unternehmen für Speiseöl zuständig. Hierbei handelt es sich um 100% reines Rapsöl, welches in 750 ml-Glasflaschen oder in 10 l-Uniboxen abgefüllt wird."

Im Juli 2012 wurde der bisherige Höhepunkt der Rapso-Firmengeschichte erreicht: In diesem Monat verkaufte das Unternehmen 1.775.000 Flaschen Rapso auf dem heimischen und ausländischen Markt.

Ein gesundes Produkt

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt beschäftigt Rapso 28 Mitarbeiter in der Ölmühle in Aschach und konnte zusammen mit ihnen im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 29,5 Millionen EUR erwirtschaften. Als wesentlicher Faktor des guten wirtschaftlichen Ergebnisses fungiert sicherlich die neu gewonnene Popularität von pflanzlichen Ölen und ihrer gesundheitlichen Vorzüge.

"Rapso ist laut Ernährungswissenschaftlern das Speiseöl mit dem ausgewogensten Verhältnis an gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren", berichtet die Produktmanagerin. "Darüber hinaus hat unser Produkt einen ausgesprochen hohen Gehalt an natürlichem Vitamin E, das als Antioxidant wirkt und helfen kann, Krebs zu verhindern. Im Gegensatz zu anderen Pflanzenölen wie Erdnuss-, Palm- oder Kokosöl ist Rapso außerdem von Natur aus cholesterinfrei."

Kontrollierter Anbau

Die Produktion des gehaltvollen Rapsöls findet ausschließlich bei streng kontrollierten österreichischen Landwirten statt. "Knapp 1.200 Bauern sind bei uns unter Vertrag und bauen nur ausgesuchte Rapssorten an," sagt Astrid Höller. "Bei der Ernte in diesem Jahr konnten auf etwa 7.000 ha Anbaufläche 24.100 t Raps eingefahren werden. Der Anbau geschieht dabei ausschließlich aus kontrollierter Landwirtschaft, der von der Crop-Control aus Linz in Österreich überwacht wird. Die Landwirte müssen dabei nicht nur diese Vorgaben erfüllen, sondern auch den zusätzlichen Anforderungen von Rapso gerecht werden."

„Auch wenn wir von den Rohstoffpreisen und vom Wetter abhängig sind, streben wir eine immer gleichbleibend hohe Qualität an.“ Astrid Höller Produktmanagerin

Als erstes Unternehmen am Markt hat Rapso deklariertes Rapsöl auch im deutschsprachigen Raum angeboten. "Bereits seit 2005 ist Rapso in Österreich die Nummer Eins auf dem gesamten Speiseölmarkt", erklärt die Produktmanagerin. "Seit 2008 belegen wir auch in Deutschland den zweiten Rang in diesem Segment."

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Doch nicht nur die Herstellung, sondern auch die Produktqualität muss strenge Kriterien erfüllen. "Umweltschutz spielt in unserem Unternehmen eine große Rolle", berichtet Astrid Höller. "Wir garantieren, dass unser Rapsöl frei von Gentechnik ist und in einer umweltfreundlichen Lichtschutzflasche und nicht in Plastikflaschen abgefüllt wird. Die Extraktion erfolgt 100% ohne Chemie. In diesem Bereich haben wir ein spezielles Verfahren entwickelt, bei dem das Auswaschen nicht mittels chemischen Prozessen, sondern unter Wasserdampf geschieht. Auch der sogenannte ‚Rapskuchen’, der bei der Produktion des Öls als festes Nebenprodukt anfällt, wird der Landwirtschaft wieder als Futtermittel zugeführt."

Zusätzliche Zertifizierungen und Patente unterstreichen die Seriosität des Unternehmens. "Unsere Lichtschutzflasche ist als Eigenentwicklung patentiert", sagt die Produktmanagerin. "Darüber hinaus verfügen wir über das IFS- und agroVet-Zertifikat."

Aktiv auch im Ausland

Mit seinem beeindruckenden Premiumprodukt Rapso hat sich das österreichische Unternehmen nicht nur auf dem heimischen Markt einen Namen gemacht.

"Schon im Jahr 2009 gingen etwa 75% der Gesamtproduktion über Ladentische außerhalb Österreichs", erklärt Astrid Höller. "Über Außendienstmitarbeiter in 19 Agenturen in Deutschland und Österreich wird unsere Zielgruppe, der Lebensmittelhandel, verstärkt adressiert. Aktuell beträgt allein unsere Exportrate nach Deutschland 75%, dazu kommen mit 1 bis 2% weitere Märkte im Ausland, wie etwa Polen, Italien, Ungarn und Tschechien. Viele ausländische Kunden haben seit unserem letzten Besuch der ANUGA-Messe deutliches Interesse bekundet."

Als bedeutendste Rapsöl-Marke Zentraleuropas will Rapso auch in Zukunft weiter erfolgreich am Markt agieren. "Auch wenn wir von den Rohstoffpreisen und vom Wetter abhängig sind, streben wir eine immer gleichbleibend hohe Qualität an", summiert die Produktmanagerin. "Mit unserem Naturprodukt aus kontrolliertem Anbau können wir diese Wünsche erfüllen."

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema

Energiewende als Mammutaufgabe

Interview mit Dipl.-Wirt.-Ing. Jörg Kogelheide, Geschäftsführer der Stadtwerke Versmold GmbH und Dipl.-Kfm. (FH) Manuel Drossard, Geschäftsführer der Stadtwerke Versmold GmbH

Energiewende als Mammutaufgabe

Energiekrise, Digitalisierung, Energiewende: Regionale Versorger stehen unter Druck. Umso wichtiger ist es, dass Kommunen auf Partner setzen können, die in Krisenzeiten Verantwortung übernehmen. Die Stadtwerke Versmold sind ein solcher Partner,…

Partner statt Flächenvermieter

Interview mit Daniela Mühlen, Geschäftsbereichsleiterin Kommunikation & Werbung, und Israel Giese, Geschäftsbereichsleiter Finanzen & Verwaltung der MESSE ESSEN GmbH

Partner statt Flächenvermieter

Die Messebranche hat turbulente Jahre hinter sich. Pandemie, Digitalisierung, wirtschaftspolitische Herausforderungen – und dennoch meldet die MESSE ESSEN Rekordzahlen. Wie gelingt wirtschaftliche Stabilität in unsicheren Zeiten? Und warum ist ausgerechnet…

Den Netzausbau weiter vorantreiben

Interview mit Dr. Thomas Schoenemann, Geschäftsführer der IMD Infrastruktur GmbH

Den Netzausbau weiter vorantreiben

Was haben die Gas-, Wasser-, Strom- und Fernwärmenetze in Deutschland gemeinsam? Bei allen besteht deutlicher Ausbau- und Sanierungsbedarf – und genau an dieser Stelle engagiert sich die IMD Infrastruktur GmbH…

Spannendes aus der Region Aschach an der Donau

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Interview mit Mag. (FH) Thomas Marks, Geschäftsführer der ASZ- Das arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Zentrum in Linz GmbH

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Das österreichische Arbeitsrecht legt großen Wert auf den Schutz der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und schreibt vor, dass jedes Unternehmen gesetzliche Präventivstunden bereitstellen muss. Das Arbeitnehmerinnenschutzgesetz von 1990 bildet die Grundlage…

Von der Garage zum Weltmarktführer

Interview mit Florian Barbaric, Geschäftsführer der Barbaric GmbH

Von der Garage zum Weltmarktführer

Was 1995 in einer Garage in Oberösterreich begann, ist heute ein international erfolgreiches Unternehmen mit 125 Mitarbeitern und einem Umsatz von 24,3 Millionen EUR. Die Barbaric GmbH hat sich vom…

Von der grauen Masse zur ästhetischen Vielfalt: Beton neu gedacht

Interview mit Alexander Bauer, Geschäftsführer der Kirchdorfer Kies und Beton GmbH

Von der grauen Masse zur ästhetischen Vielfalt: Beton neu gedacht

Mit fünf Transportbetonwerken, drei Kieswerken und einer Lkw-Flotte produziert und liefert die Kirchdorfer Kies und Beton GmbH aus dem Großraum Linz Transportbeton und Zuschlagstoffe für verschiedenste Bauprojekte im ober­österreichischen Zentralraum.…

Das könnte Sie auch interessieren

Mediterraner Genuss

Interview mit Louis Weber, Geschäftsführer der HW Foods GmbH

Mediterraner Genuss

Die HW Foods GmbH aus Gründau hat eine lange Tradition im Bereich griechischer und zypriotischer Molkereiprodukte. Im Gespräch mit Wirtschaftsforum berichtet der Geschäftsführer und Inhaber Louis Weber, wie gute Beziehungen…

„Unsere Branchenfremdheit  war auch ein Vorteil“

Interview mit Stephanie Schädler, Geschäftsführerin der Allgäuer Alpenwasser GmbH

„Unsere Branchenfremdheit war auch ein Vorteil“

Als Familie Schädler vor zehn Jahren das Unternehmen Allgäuer Alpenwasser übernahm, stand es kurz vor dem Konkurs. Doch hinter den teilweise katastrophalen Zuständen verbarg sich ein Diamant, der durch das…

Das volle Programm: Ethnofood und vieles mehr aus einer Hand

Interview mit Cengiz Inci, Geschäftsführender Gesellschafter und Volkan Kuru, Geschäftsführender Gesellschafter der Esas Group GmbH

Das volle Programm: Ethnofood und vieles mehr aus einer Hand

Lebensmittel aus aller Welt bereichern unsere Esskultur seit vielen Jahrzehnten. Häufig sind diese in sogenannten Ethnomärkten erhältlich. Deren Belieferung aus einer Hand hat sich die ESAS Group auf die Fahnen…

TOP