Metallveredlung mit Tempo
Interview mit Devin Linnek, Mitglied der Geschäftsleitung der Peter Linnek GmbH Metallveredlung

Die Geschichte des Unternehmens begann 1968, als Peter Linnek in einer Garage erste Metallteile verzinkte. Mit wachsender Nachfrage zog das Unternehmen ins Velberter Industriegebiet und erweiterte den Standort kontinuierlich. 1998 übernahm sein Sohn Christian Linnek die Leitung. Inzwischen bereitet sich mit Devin Linnek sowie seinen Schwestern Annika und Lea die 3. Generation auf die Nachfolge vor. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 80 Mitarbeitende.
Schutz für anspruchsvolle Bauteile
Das Kerngeschäft bilden galvanische Zink- und Zink-Nickel-Beschichtungen sowie die Direktpassivierung von Zinkdruckgussteilen. Täglich werden rund 150 t Material bearbeitet. Zum Maschinenpark gehören fünf Gestellanlagen und vier Trommelautomaten. Dadurch kann Linnek sowohl große Stückzahlen als auch Bauteile mit anspruchsvollen Geometrien veredeln. In der größten Anlage lassen sich Werkstücke mit einer Länge von bis zu 3,80 m behandeln.
Ein wesentlicher Vorteil ist die Geschwindigkeit. Im Drei-Schicht-Betrieb werden auch kurzfristige Aufträge abgewickelt. Teile können am Abend angeliefert, innerhalb weniger Stunden beschichtet und noch in der Nacht weitertransportiert werden. „Unsere Stärke ist, dass wir sehr unterschiedliche Anforderungen schnell und normkonform erfüllen können“, sagt Devin Linnek.
Digitalisierung schafft Transparenz
Acht Produktionsanlagen wurden bereits umfassend modernisiert. Prozessparameter wie Temperaturen oder Behandlungszeiten werden automatisch erfasst und lassen sich einzelnen Aufträgen zuordnen. Das verbessert die Rückverfolgbarkeit und schafft die Grundlage für weitere Automatisierung. Auch Umweltauflagen haben hohe Bedeutung. Das Unternehmen bereitet seine Abwässer in einer eigenen Anlage auf und kontrolliert sie im hauseigenen Labor, bevor sie eingeleitet werden. Externe Prüfungen stellen sicher, dass die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden.
Im Generationswechsel
Der Übergang auf die 3. Generation soll in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen. Devin Linnek möchte das Unternehmen weiterentwickeln, zusätzliche Verfahren etablieren und die Produktion optimieren. Die familiäre Kultur soll dabei erhalten bleiben. Viele Beschäftigte arbeiten seit Jahrzehnten im Betrieb, einige bereits seit mehr als 40 Jahren. Für Devin Linnek ist das Unternehmen seit seiner Jugend ein vertrauter Ort: „Ich kenne jede Ecke und jede Anlage. Es fühlt sich einfach wie zu Hause an.“










