Nachhaltiger Holzbau neu definiert

Interview mit Klaus Gruber, Geschäftsführer der GRUBER.HAUS GMBH

Wirtschaftsforum: Herr Gruber, wie hat alles bei GRUBER.HAUS begonnen?

Klaus Gruber: Die Geschichte von GRUBER.HAUS ist eng mit meiner Leidenschaft für Holz verbunden. Ich habe im Jahr 2000 die Zimmerei gegründet, nachdem ich meine Meisterprüfung abgelegt hatte. Zunächst haben wir kleinere Holzobjekte gebaut, uns aber schnell auf den schlüsselfertigen Holzbau spezialisiert. Der Werkstoff Holz stand immer im Mittelpunkt, da er nicht nur vielseitig, sondern auch wohngesund ist.

Wirtschaftsforum: Welche Meilensteine haben Sie in den letzten 25 Jahren erreicht?

Klaus Gruber: Ein wichtiger Schritt war die Digitalisierung unserer Prozesse in den letzten zwei Jahren. Diese Maßnahme hat unsere Produktivität erheblich gesteigert. Darüber hinaus haben wir uns auf die Verbindung zwischen Handwerk und Büroarbeit konzentriert. Trotz der

Herausforderungen wie steigenden Materialkosten und Fachkräftemangel haben wir neue Projekte wie das Jungle Hut erfolgreich umgesetzt, das ein einzigartiges Bauwerk darstellt.

Wirtschaftsforum: Was macht GRUBER.HAUS im Vergleich zu anderen Anbietern besonders?

Klaus Gruber: Unser Fokus liegt auf der Kombination von Holzbau und Architektur. Wir bieten nicht nur qualitativ hochwertige Bauweise, sondern schaffen auch ein gesundes Raumklima. Unsere Kunden schätzen die individuelle Planung und die Möglichkeit, ihre Wünsche in die Realität umzusetzen. Wir möchten Gebäude schaffen, die Generationen überdauern.

Wirtschaftsforum: Wie sieht Ihr Leistungsspektrum aus?

Klaus Gruber: Wir bieten schlüsselfertiges Bauen für private Bauherren an und verkaufen auch unsere Objekte. Dabei legen wir großen Wert auf die Qualität des Handwerks. Unsere Bauweise sorgt für ein wohngesundes Raumklima, was gerade in der heutigen Zeit von Bedeutung ist, da wir durchschnittlich 49 Stunden pro Woche in einem Raum verbringen.

Wirtschaftsforum: Holz ist im Moment sehr im Trend. Wie profitieren Sie davon?

Klaus Gruber: Holz ist nicht nur nachhaltig, sondern auch ästhetisch ansprechend. In vielen neuen Wohngebieten fallen Holzhäuser durch ihre besondere Bauweise auf. In der Alpenregion, wo wir ansässig sind, hat der Holzbau eine lange Tradition und wir sind stolz darauf, diese Tradition fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Wirtschaftsforum: Wie gestalten Sie den Bauprozess?

Klaus Gruber: Wir setzen auf Vorfertigung in unserer Halle, wo wir die Elemente wettergeschützt und präzise herstellen. Das ermöglicht uns nicht nur eine geringere Bauzeit, sondern auch eine höhere Genauigkeit. Unsere Mitarbeiter nutzen digitale Tools, um die Prozesse zu optimieren und die Planung zu erleichtern.

Wirtschaftsforum: Wie gehen Sie mit den Herausforderungen der Branche um?

Klaus Gruber: Die letzten Jahre waren herausfordernd, aber sie haben uns auch gelehrt, robuster zu planen und effizienter zu arbeiten. Wir haben unsere Prozesse digitalisiert und setzen auf Cloud-Lösungen, um überall Zugriff auf unsere Daten zu haben. So können wir flexibel und schnell auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren.

Wirtschaftsforum: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Klaus Gruber: Wir möchten weiterhin im Bereich hochwertiger Architektur im Holzbau führend sein. Unser Ziel ist es, Wohnraum zu schaffen, der auch in 100 Jahren noch attraktiv und gesund ist. Zudem wollen wir junge Mitarbeiter fördern und immer wieder Lehrlinge ausbilden. Die Verantwortung für das, was wir bauen, ist uns wichtig – nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch für die nächsten Generationen.

Wirtschaftsforum: Wie wichtig ist Nachhaltigkeit für ­GRUBER.HAUS?

Klaus Gruber: Nachhaltigkeit ist in unserem Unternehmen tief verankert. Wir verwenden Holz aus der Region, was nicht nur die Transportwege verkürzt, sondern auch die lokale Wirtschaft stärkt. Mit jedem Projekt, das wir realisieren, wollen wir einen positiven Fußabdruck hinterlassen und Verantwortung für die Umwelt übernehmen.

Wirtschaftsforum: Wie sieht der aktuelle Markt für den Holzbau aus?

Klaus Gruber: Der Markt hat in den letzten Jahren einige Herausforderungen erlebt, insbesondere durch steigende Zinsen und Materialkosten. Dennoch sehen wir, dass es immer noch viele Menschen gibt, die sich für den Bau eines individuellen Hauses entscheiden. Wir konzentrieren uns darauf, für diese Kunden der richtige Ansprechpartner zu sein und ihnen Lösungen anzubieten, die ihren Bedürfnissen entsprechen.

Wirtschaftsforum: Welche Art von Projekten haben Sie in der Pipeline?

Klaus Gruber: Wir arbeiten derzeit an mehreren Projekten, darunter auch kleinere, aber funktionale Häuser, die auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind. Wir glauben, dass der Trend zu kleineren, durchdachten Wohnkonzepten weiter zunehmen wird.

Wirtschaftsforum: Zum Schluss, was ist für Sie die beste Werbung für GRUBER.HAUS?

Klaus Gruber: Unsere Häuser sind unsere beste Visitenkarte. Die Qualität unserer Arbeit spricht für sich. Wir sind stolz darauf, dass viele Kunden durch Mundpropaganda auf uns aufmerksam werden und uns ihre Projekte anvertrauen. Wir glauben, dass wir mit jedem Bauwerk etwas Gutes für die Gemeinschaft und die Umwelt tun.

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