Zellen mit hoher Lebensdauer und herausragender Leistung

Interview

Mobile und stationäre Energiespeicher wie zum Beispiel Speicher für Photovoltaikanlagen im Home-Bereich, Speicher für die Windenergie, Akkumulatoren für Gabelstapler oder Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr sind nur ein paar der Anwendungsbereiche der Lithium-Ionen-Batteriezellen aus dem Hause Litarion.

„Insbesondere mit unseren Separatoren haben wir einen technologischen Vorsprung, der uns einen Vorteil gegenüber unseren Mitbewerbern verschafft“, sagt Dipl.-Ing. Fritz Müller, Director Marketing & Sales. „Außerdem überzeugen wir mit unserer hohen Fertigungsqualität und unseren großen Fertigungskapazitäten.“

Kompetent ausgebaut

Das Unternehmen wurde 2006 als Evonik Litarion GmbH mit dem Fokus auf der Produktion von Elektroden und Separatoren in Kamenz gegründet. Im April 2015 wurde der Betrieb, der insgesamt 170 Mitarbeiter beschäftigt, von dem kanadischen Batteriehersteller Electrovaya Inc. mit Hauptsitz in Ontario übernommen und seitdem wurde die Kompetenz von Litarion weiter ausgebaut.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

„Seit der Übernahme haben wir unsere Strategie mit dem Ziel des Ausbaus einer breiteren Kundenstruktur neu ausgerichtet“, erläutert Fritz Müller. „Außerdem können wir durch die zusätzliche Produktionskapazität auch größere Speichersysteme herstellen. Mit unseren Separatoren und Elektroden lassen sich besonders leistungsfähige und große Akkus mit hohen Speicherkapazitäten herstellen.“

Dipl.-Ing. Fritz Müller, Director Marketing & Sales der Litarion GmbH
„Insbesondere mit unseren Separatoren haben wir einen technologischen Vorsprung, der uns einen Vorteil gegenüber unseren
Mitbewerbern verschafft.“ Fritz MüllerDirector Marketing & Sales

Diese eigenen sich zum Beispiel für Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und Elektrofahrzeuge. Die Litarion-Produkte können außerdem auch in margenstarken Anwendungen eingesetzt werden. Dazu zählen Energiespeicher für den Netzbetrieb und Microgrids, die Luft- und Raumfahrt sowie die Schiffstechnik.

Hohe Leistungsfähigkeit

Das Leistungsspektrum von Litarion besteht aus drei wesentlichen Komponenten. Die LITACELL® Lithium-Ionen-Batteriezellen haben eine höhere Lebensdauer als Blei-Säure-Batterien sowie kürzere Ladezeiten. Sie haben darüber hinaus eine geringe Größe und ein niedriges Gewicht und erfüllen höchste Sicherheits- und Qualitätsstandards.

Dadurch amortisiert sich ihr vergleichsweise höherer Preis nach einer gewissen Zeit. Je nach Einsatzbereich und Nutzung haben die Zellen eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren und mehr.

Auch die Separatoren aus dem Hause Litarion sind einzigartig. Die SEPARION® keramischen Separatoren sind besonders temperaturbeständig und formstabil bis 250 °C, was eine besonders hohe Sicherheit garantiert, und ermöglichen die Beschleunigung der Zellfertigung durch ihre schnelle Elektrolytaufnahme. Sie werden in sämtlichen Batteriezellen des Unternehmens eingesetzt.

„Unsere LITARION® Elektroden zeichnen sich ebenfalls durch ihre besonders hohe Leistungsfähigkeit aus und haben eine hohe Fertigungsqualität durch den sehr hohen Standard des eingesetzten Herstellungsequipments“, so der Director Marketing & Sales. „Ihre Lebensdauer ist herausragend, sogar bei vollständiger Entladungstiefe.“

„Vor allem unsere Batteriezellen bieten noch viel Potenzial für besonders leistungsfähige und große Akkus.“ Fritz MüllerDirector Marketing & Sales
Dipl.-Ing. Fritz Müller, Director Marketing & Sales der Litarion GmbH

Grossformatige Zellen

Die kompletten Zellen werden bei einem zertifizierten Partner in China gefertigt. Die Kapazität der Zellformate beträgt bis zu 40 Ah und ist durch die Zusammenschaltung nach oben hin weiter skalierbar. Zusätzlich zu den mobilen und stationären Energiespeichern werden die großformatigen Zellen auch als Akkumulatoren für Gabelstapler oder für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs, wie zum Beispiel Busse oder Straßenbahnen, eingesetzt.

Die Hauptzielgruppe des Unternehmens sind Hersteller von Batteriespeichersystemen und Litarion hat das nötige Know-how und die erforderlichen Produktionskapazitäten, um auch Serienprodukte nach den individuellen Anforderungen der Kunden zu fertigen. Die hohe Fertigungsqualität, Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Komponenten sind dabei selbstverständlich.

Internationale Messen

Um neue Kunden zu gewinnen, setzt die Litarion GmbH auf eine vielfältige Marketingstrategie. Ein wichtiges Instrument sind internationale Messen, wie zum Beispiel die Battery Japan, EES in München oder Logimat in Stuttgart, sowie der Besuch verschiedener Kongresse und Events zum Thema Energiespeicherung.

Gerade in der Realisierung der Energiewende auf Basis Erneuerbarer Energien kommt es auf leistungsfähige Speicher an. Außerdem informiert der Betrieb über aktuelle Produkte und neue Entwicklungen über seine Internetpräsenz oder Presseveröffentlichungen.

Potential für die Zukunft

Geschäftsführer Sankar Das Gupta, der auch Eigner von Electrovaya ist, Sales & Marketing Director Fritz Müller und CTO Dr. André Mecklenburg sehen noch viel Potential und wollen Litarion noch weiter im Markt voranbringen.

Das kanadische Unternehmen Electrovaya Inc. verschafft dem deutschen Unternehmen Zugang zu neuen Märkten und präsentiert sich in diesem Jahr gemeinsam mit Litarion auf der Messe Logimat. Bei der Battery Japan wird sich der Betrieb mit einem deutschen Gemeinschaftsstand präsentieren.

„Qualität Made in Germany ist in Asien sehr gefragt und ich bin sicher, dass wir dort neue Kunden gewinnen können“, bemerkt Fritz Müller. „Vor allem unsere Batteriezellen bieten noch viel Potenzial für besonders leistungsfähige und große Akkus.“

Grössere Rahmenverträge in Aussicht

Derzeit liegt der Fokus des Unternehmens auf Deutschland und viele Kunden kommen aus dem öffentlichen Nahverkehr. Es kommen jedoch auch zunehmend Aufträge aus dem Ausland.

Electrovaya konnte bereits schon jetzt einen größeren Auftrag aus Amerika erreichen und ist Litarion damit zuvorgekommen. Doch es sind noch weitere größere Rahmenverträge in Aussicht, über die Litarion dann nach Abschluss in weiteren Pressemitteilungen berichten wird.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Technik

Zahntechnik heute: Qualität, Nähe und Verantwortung

Interview mit J.-Thilo Reinhardt, Selbstständiger Unternehmer des J.-Thilo Reinhardt Dental Labor Obermeister der Zahntechnikerinnung Baden

Zahntechnik heute: Qualität, Nähe und Verantwortung

Die Zahntechnik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt: vom klassischen Handwerksberuf hin zu einem hochpräzisen, technologiegetriebenen Gesundheitsberuf. Wie sich dieser Wandel auf Betriebe, Berufsbild und Markt auswirkt, erläutert…

Wenn Prozesse halten, was Technik verspricht

Interview mit Arndt Wiesheu, Geschäftsführer und Louis Wiesheu, Verkaufsleiter der Wiesheu Elektronik GmbH

Wenn Prozesse halten, was Technik verspricht

Elektronik ist längst ein strategischer Faktor: Sie entscheidet über Effizienz, Produktqualität und die Fähigkeit, Maschinen und Geräte überhaupt lieferfähig zu halten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation, Schnittstellen und Versorgungssicherheit.…

Ein Quanten­sprung voraus

Interview mit Marco D’Aquino, Mitglied der Geschäftsleitung der Distek Strumenti & Misure s.r.l.

Ein Quanten­sprung voraus

Während Europa nach mehr technologischer Souveränität strebt und Quantentechnologien strategisch an Bedeutung gewinnen, zeigt ein mittelständisches Unternehmen aus dem süditalienischen Neapel, wie sich Innovationskraft, technisches Know-how und familiäre Unternehmenskultur erfolgreich…

Spannendes aus der Region Landkreis Bautzen

Wege aus dem Wettbewerbsdruck: Automatisieren, diversifizieren, vorangehen

Interview mit Dr. Ronald Bernstein, Geschäftsführer der BERGI-PLAST GmbH

Wege aus dem Wettbewerbsdruck: Automatisieren, diversifizieren, vorangehen

Steigende Kosten, globaler Wettbewerbsdruck und der rasche technologische Wandel fordern die Kunststoffindustrie heraus. Die BERGI-PLAST GmbH aus Bad Gottleuba-Berggießhübel begegnet diesen Entwicklungen mit konsequenter Automatisierung, digitaler Weiterentwicklung und einem klaren…

Mit Radiopharmaka Leben verbessern

Interview mit Jens Junker, CEO der ROTOP Pharmaka GmbH

Mit Radiopharmaka Leben verbessern

Am Standort der ROTOP Pharmaka GmbH in Dresden wird bereits seit 1958 im Bereich der Nuklearmedizin geforscht. Heute produziert das Unternehmen Pharmazeutika für die nuklearmedizinische Diagnostik, unter anderem im Bereich…

Next Level cAIRe, damit alle Patienten durchatmen können

Interview mit Torsten Bochannek, Geschäftsführer der Fachkrankenhaus Coswig GmbH

Next Level cAIRe, damit alle Patienten durchatmen können

Das Fachkrankenhaus Coswig hat sich auf die Behandlung des gesamten Krankheitsspektrums in der Pneumologie und Thoraxchirurgie bis hin zum Weaning spezialisiert und erreicht damit Jahr um Jahr hohe Fallzahlen an…

Das könnte Sie auch interessieren

Den Netzausbau weiter vorantreiben

Interview mit Dr. Thomas Schoenemann, Geschäftsführer der IMD Infrastruktur GmbH

Den Netzausbau weiter vorantreiben

Was haben die Gas-, Wasser-, Strom- und Fernwärmenetze in Deutschland gemeinsam? Bei allen besteht deutlicher Ausbau- und Sanierungsbedarf – und genau an dieser Stelle engagiert sich die IMD Infrastruktur GmbH…

Handwerk mit Weitblick

Interview mit Ralf Rohwer, Geschäftsführer der ROHWER STAHL & METALLBAU GmbH

Handwerk mit Weitblick

Der Metallbau steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Steigende Anforderungen an Ergonomie, Fachkräftegewinnung und digitale Abläufe verändern die Arbeit auf der Baustelle und in der Werkstatt. Unternehmen, die diese Entwicklungen aktiv gestalten,…

„Es muss nicht immer gleich ein Roboter sein“

Interview mit Jörg Herre, Leiter Vertrieb und Marketing der Friedemann Wagner GmbH

„Es muss nicht immer gleich ein Roboter sein“

Die deutsche Industrie steht unter Druck. Investitionen werden verschoben, Projekte gestoppt. Und doch gibt es Unternehmen, die Kurs halten – mit Bodenhaftung, technischer Klarheit und einem langen Atem. Jörg Herre…

TOP