Cadlog: Softwaretools für die Elektronik und soziales Engagement

Interview mit Hans-Jürgen Hartmann, General Manager DACH der Cadlog GmbH

Der Name Cadlog ist Inbegriff für technologisch fortschrittliche Softwarelösungen rund um das Thema Elektronik. „In der Cadlog-Gruppe konzentrieren wir uns auf die Beratung, Betreuung und Lieferung von Softwaretools, die Kunden brauchen, um elektronische Baugruppen zu entwickeln und fertigen“, resümiert General Manager Hans-Jürgen Hartmann. „Ziel ist die Automatisierung der Elektronikfertigung oder die Digitalisierung von Datenflüssen. Bei Beratung und Implementierung arbeiten wir grundsätzlich mit Lösungen der von uns vertretenen Siemens Digital Industries Software.“

Erfahrung und Kompetenz zum Nutzen der Kunden

Um diese komplexen Leistungen zu erbringen, kann Cadlog sich auf umfassende Erfahrung in der Elektronikbranche stützen. Die Ursprünge der heutigen Cadlog-Group gehen in das Jahr 1987 zurück, als in Italien Vorläuferorganisationen entstanden, die sich mit dem Vertrieb und technischen Support von EDA-Software (Electronic Design Automation) beschäftigten. Seitdem ist Cadlog stetig gewachsen und konnte sich in Südeuropa als stärkster Partner von Siemens EDA etablieren.

Übernahmen von EDA-Software-Spezialisten 2017 in Frankreich und Deutschland, wo Cadlog 2019 die Zitzmann GmbH akquirierte, stärkten die internationale Position. „Dank einer weitsichtigen Firmenpolitik erhielten wir die wiederholte Auszeichnung als Platin-Partner der Siemens Digital Industries Software“, betont Hans-Jürgen Hartmann. „Wir sind Siemens wichtigster Smart Expert Partner in Europa für Elektronik und schätzen diese Anerkennung unseres Fachwissens und unserer Erfahrung. Wenn man Kunde bei uns ist, schließt man sich dem Ökosystem für integrierte und skalierbare Lösungen an, der größten industriellen Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, auf die fortschrittlichsten Technologien zuzugreifen. Dank unserer maßgeschneiderten Beratung, Schulung und laufender Unterstützung haben Kunden so die Möglichkeit, Mehrwert zu generieren.“

Gemeinsam ganzheitlich

In Deutschland befindet sich das für die DACH-Region zuständige Cadlog Headquarter in Eching bei München. Europaweit sind 50 Mitarbeiter für die Gruppe tätig, die seit diesem Jahr Teil der italienischen VAR-Gruppe ist, einem Verbund von rund 75 Firmen, die sich mit Themen rund um IT, Digitalisierung, Soft- und Hardware beschäftigen.

„Ich versuche neue Mitarbeiter zu begeistern und zu motivieren.“ Hans-Jürgen HartmannGeneral Manager DACH
Hans-Jürgen Hartmann

In der VAR-Gruppe ist Cadlog der Experte für Kunden im Umfeld Elektronik, Produktentwicklung und -fertigung. Teil einer leistungsstarken, zukunftsorientierten Gruppe zu sein, ist ein echter Pluspunkt. „Unsere eigene Kompetenz als Spezialist für EDA-Softwaretools geht Hand in Hand mit Digitalisierungsthemen wie PLM, Product Lifecycle Management“, erklärt Hans-Jürgen Hartmann. „In der VAR-Gruppe gibt es Schwesterfirmen, die auf diesem Gebiet Experten sind. Gemeinsam können wir Kunden jetzt noch umfassender betreuen.“

Als Partner der Elektronikindustrie in Europa unterstützt Cadlog Kunden, also Unternehmen, die elektronische Baugruppen entwickeln und fertigen, bei allen relevanten Themen rund um EDA-Tools. Egal, ob Schaltplansoftware, Layoutsoftware, Datenmanagement, Product Lifecycle Management, Simulation oder Design Manufacturing – Cadlog ist ihr kompetenter Partner.

„Wir helfen vielen Kunden aus dem Umfeld Baugruppenfertigung, also EMS Dienstleister, Daten aufzubereiten“, so Hans-Jürgen Hartmann. „Ein Thema, das aktuell viele umtreibt, ist die Material- und Prozessnachverfolgbarkeit“, betont Hans-Jürgen Hartmann. „Zu wissen, wo wann auf welcher Baugruppe welches Teil verbaut wurde, kann extrem wichtig sein. Vor diesem Hintergrund nehmen Inventory Control Tools eine große Rolle ein, da sie EMS Dienstleistern helfen, Transparenz zu schaffen.“

Es geht auch um soziale Verantwortung

Cadlog ist mit den immer neuen Marktanforderungen gewachsen – strukturell und inhaltlich. Auch Corona hat dem Unternehmen einen Boost gegeben. „Corona hat uns einerseits sehr getroffen“, so Hans-Jürgen Hartmann, „andererseits ist dadurch ein Bewusstsein dafür entstanden, wo es Digitalisierungslücken in Deutschland gibt. Unternehmen haben großes Interesse an Digitalisierungsthemen, davon profitieren wir sehr stark.“

Darüber hinaus gibt es weitere Gründe für das anhaltende Wachstum. „In der Geschäftsführung wurde immer wieder Weitsicht bewiesen und die Weichen richtiggestellt“, unterstreicht Hans-Jürgen Hartmann. „Zukunftsfähige Themen standen hier immer im Fokus. Man hat konsequent beobachtet, wie sich Märkte, Prozesse und Geschäftsmodelle verändern und sich entsprechend aufgestellt. Diese permanente Veränderung, mit der wir es in der Branche zu tun haben, finde auch ich persönlich extrem spannend. Jedes Jahr gibt es Innovationen; Kunden viele Jahre zu begleiten und zu sehen, wie sie auf Veränderungen reagieren, ihnen dabei zu helfen, sich neu aufzustellen und leistungsfähiger zu werden, ist für mich ein großer Antrieb. Genauso motivierend ist es, neue Mitarbeiter für neue Produkte und Themen zu begeistern.“

Begeisterung und Engagement gehen bei Cadlog weit über Softwaretools hinaus. Nachhaltigkeitsthemen und soziale Verantwortung nehmen einen großen Raum ein. Cadlog hat einen ‘Wald für Elektronik’ gepflanzt, in dem für jeden Bestandskunden ein Baum gepflanzt wurde, es gibt Patenschaften mit Imkern und Beteiligungen an sozialen Projekten für benachteiligte Kinder, Frauen werden bei MINT-Projekten an Universitäten unterstützt. „Wir wissen um unsere Verantwortung als Unternehmen,“ so Hans-Jürgen Hartmann. „Damit setzen wir bewusst die Tradition des Cadlog-Gründers fort.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema IT- & Kommunikationslösungen

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

„Wir sind das Puzzleteil IT- Engineering“

Interview mit Andreas Schreitmüller, Geschäftsführer der PSB GmbH

„Wir sind das Puzzleteil IT- Engineering“

Als Tochterunternehmen der Bechtle AG kommt die PSB GmbH immer dann ins Spiel, wenn maßgeschneiderte PC-Lösungen gefragt sind. Wie individuell IT-Hardware im Industriekontext bisweilen tatsächlich ausfallen muss und warum die…

Sichere Kommunikation als Premium-Versprechen

Interview mit Dirk Walla, Geschäftsführer der WTG holding GmbH

Sichere Kommunikation als Premium-Versprechen

Die WTG Unternehmensgruppe zählt zu den führenden Anbietern für Kommunikations- und Sicherheitslösungen im deutschsprachigen Raum. Seit 1913 entwickelt das Unternehmen innovative Technologien, die den reibungslosen Betrieb von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen…

Spannendes aus der Region Landkreis Freising

Engineering für besondere Aufgaben

Interview mit Dr. Wolfgang Heimberg, Geschäftsführer der HTI Automation GmbH

Engineering für besondere Aufgaben

Vom Physiker in der Automobilentwicklung zum Unternehmer in der Laborautomation: Dr. Wolfgang Heimberg hat mit der HTI Automation GmbH einen Spezialisten aufgebaut, der sich bewusst zwischen Standard und Individualität positioniert.…

Neue Lösungen für alte (und neue) Kältemittel

Interview mit Mario Schemann, Geschäftsführer der Beijer Ref Deutschland GmbH

Neue Lösungen für alte (und neue) Kältemittel

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Kälte- und Klimatechnik verfügt das Unternehmen Beijer Ref auch in Deutschland über ein starkes Vertriebsnetz, das im Zuge der weiteren Verschiebung der Kundenanforderungen…

incampus Ingolstadt: Neue Heimat für Technologien der Zukunft

Interview mit Dr.-Ing. Christof Messner, Geschäftsführer und Norbert Forster, Geschäftsführer der IN-Campus GmbH

incampus Ingolstadt: Neue Heimat für Technologien der Zukunft

Viel Raum für innovative Ideen bietet der hochmoderne incampus Ingolstadt. Das von der AUDI AG und der IFG Ingolstadt AöR, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Stadt Ingolstadt, getragene Projekt nutzt die…

Das könnte Sie auch interessieren

Raum für Veränderung

Interview mit Benjamin von Schretter, Geschäftsführer, und Gabriele Tertilt, Head of Marketing der Adapteo GmbH

Raum für Veränderung

Schulen, Kitas, Industrieunternehmen und große Infrastrukturprojekte brauchen Räume, die schnell verfügbar sind und sich veränderten Anforderungen anpassen können. Genau hier setzt die Adapteo GmbH mit modularen Gebäudelösungen an. Geschäftsführer Benjamin…

Kreislauf statt Wegwerfprodukt

Interview mit Dr. Thomas Kloubert, Geschäftsführer der Verpackungstechnik Frielinghaus GmbH

Kreislauf statt Wegwerfprodukt

Kunststoffverpackungen stehen unter Rechtfertigungsdruck. Dabei können sie leicht, bruchsicher und kreislauffähig sein, wenn Material und Konstruktion stimmen. Die Verpackungstechnik Frielinghaus GmbH aus Zülpich setzt deshalb auf Rezyklate, Monomaterialien und kundenspezifische…

Ein Modell für moderne Medizin

Interview mit Dr. med. Keihan Ahmadi-Simab, geschäftsführender Gesellschafter und ärztlicher Direktor der Medizinicum GmbH

Ein Modell für moderne Medizin

Eine gute medizinische Versorgung braucht mehr als einzelne Spezialisten – sie braucht Zusammenarbeit. Genau darauf setzt die Medizinicum GmbH in Hamburg. Das interdisziplinäre Zentrum vereint rund 30 Fachbereiche, mehr als…

TOP