Innovative Techniken zur Kampfmittelbeseitigung
Interview mit Carsten Caschera, Projektleiter der BITEK Bergungsdienst GmbH

„Unterwasserarbeiten machen nur 20% unserer Aktivitäten aus, spielen aber eine zunehmend wichtige Rolle“, so Projektleiter und EDV-Administrator Carsten Caschera. „Wir sind auf explosive Munition und alle Arten von Unterwasserarbeiten spezialisiert.“ Mit dieser einzigartigen Kombination ist BITEK deutschlandweit tätig und bedient eine Vielzahl von Kunden, darunter Energiekonzerne und Bauunternehmen.
Erst finden, dann entfernen
Da Munition aus dem 2. Weltkrieg aus Eisen und Stahl besteht, ist sie im Boden vergleichsweise leicht aufzuspüren. „Die Sondierung ist das A und O“, hebt Carsten Caschera hervor. Auch umfassendes Fachwissen sei in der Kampfmittelräumung unerlässlich: „Die Suche und Auswertung der sondierten Daten ist ein umfangreiches und komplexes Unterfangen, das viel Know-how erfordert.“ BITEK kombiniert innovative Technologien mit jahrelanger Erfahrung, um explosives Material sowohl an Land als auch unter Wasser zu identifizieren. Dabei setzt das Unternehmen auf maßgeschneiderte Lösungen, die oft inhouse entwickelt werden. „Über die Jahre haben wir ein Expertenteam aufgebaut, das Lösungen entwickelt, die so nicht am Markt zu finden sind“, erklärt Carsten Caschera. Diese Anpassungsfähigkeit hat es BITEK ermöglicht, sich in einem spezialisierten Markt erfolgreich zu positionieren.
Sicherheit an erster Stelle
Sicherheit ist für BITEK von größter Bedeutung. „Die Sensorik, Vermessungstechnik und Ausbildung werden bei uns auf dem neuesten Stand gehalten“, hebt Carsten Caschera hervor. Das Unternehmen hat strenge Sicherheitsprotokolle und ein Qualitätsmanagementsystem implementiert, um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit zu gewährleisten.
Zukunftsorientierte Ansätze
BITEK bleibt nicht stehen und setzt auf ständige Weiterentwicklung. Mit der Einführung neuer Technologien, wie Drohnen zur Überwachung schwer zugänglicher Bereiche, zeigt das Unternehmen, dass es die Herausforderungen der Zukunft aktiv angeht. „Moderne Kameradrohnen bieten uns beispielsweise die Möglichkeit, schwer begehbare Flächen aus der Ferne zu sondieren“, erklärt Carsten Caschera.
Ausbildung und Nachwuchs
Die Branche sieht sich jedoch mit einem Mangel an qualifiziertem Nachwuchs konfrontiert. „Es gibt Bestrebungen, den Beruf des Feuerwerkers zu einem Ausbildungsberuf zu machen“, so Carsten Caschera. Diese Entwicklung könnte dazu beitragen, die erforderlichen Fachkräfte für die Zukunft zu sichern.











